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Jerubbaal · 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
1 (4.1918)
Date
1918-04-01
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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Jüdisdi leben. 7 Der Knabe: Deutschtum, das ist halt das Volk. Der Führer: So koftimen wir nicht weiter- Was ist denn das, das Volk? Ist das so etwas wie die Tugend öder so etwas wie ich qnd du? Der Knabe <nach einigem Nachdenken): Ich denke, es ist so etwas wie ich und du, aber so angesehen, wie man die Tugend ansieht. Der Führer: Das will ich mir gefallen lassen. Aber wie sieht man denn die Tugend an? Der Knabe <langsam, sehr ernst): Wie etwas, das im Himmel ist . . . D-er Führer: ... und das man auf die Erde bringen will, nicht wahr? Der Knabe bejaht mit einem Blick» Dh Führer: Also als Idee. Der Knabe: Als Idee. D^r Führer: Das Volk, das wären demnach Menschen wie ich und du, eine Vielheit von Menschen, aber als Einheit erkannt, und, zwar als Einheit in der Idee- Und diese Idee die wir nicht weiter for^ mulieren wollen und können^ aber wir sind uns ihrer doch deutlich bewußt das wäre eben Volkstum, hier also Deutschtum zu nennen. Der Knabe: Ja. Der Führer: So wollen wir es dabei bleiben lassen. Nun aber, diese Menschen, sind das wohl jetzt lebende Menschen, öder was für welche? Der Knabe: Jetzt lebende und andere. Der Führer: Und die anderen, sind das solche, die vor uns gelebt haben, oder solche, die nach uns leben werden? Der Knabe: Natürlich beides. Der Führer: Und weiter um mit dem Volkstum verbunden zu sein, muß man mit dem verbunden sein, worin es sich darstellt, worin es sich freilich noch unzulänglich darstellt, wie es bei etwas, das noch im Himmel ist und das man erst auf die Erde bringen will, nicht gut anders sein kann: Mit dem Volk. Ist es nicht so? Der Knabe: Es ist gewiß so. Der Führer: Wenn der Heini also mit dem Deutschtum verbunden ist, so ist er es mit den Deutschen, die gelebt haben, jetzt leben und : leben werden, als mit einer Einheit. Und er ist mit ihnen nicht verbunden, weil er es so will —* er braucht es nicht zu wollen, er braucht es nicht zu wissen,- er ist mit ihnen verbunden, weil er da ist, weil er so ist, wie er ist. Der Knabe: Richtig. Der Führer: Wie ist es nun aber mit dem Siegmund? Wissen wir nun/ was ihm fehlt, um ganz von selbst deutsch zu leben? Der Knabe <schnell>: Ja. Der Führer: Der Heini also hat einen natürlichen Zusammenhang, eine natürliche Verbundenheit mit seinem Volkstum. Darum darf er sich auch ohne weiters erlauben, etwas »Allgemeines« tun zu wollen, denn was immer er Rechtes und Ganzes tut, er tut es in seinem Volk und für sein Volk. Er ist wie ein Baum mit starken Wurzeln und seine Früchte werden in die Hände derer fallen, die sie am innigsten zu genießen vermögen. Es kann ihm sozusagen nichts geschehen.

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