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  1. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 299

    236 erhielt der junge Herz Unterricht in den talmudischen Fächern. Als der Vater später in Mainz als Itabbiner tätig war, unterstützte ihn sein Sohn Herz in der Leitung der Talmudschule. Mit allgemeiner Bewunderung wurde das umfangreiche Wi…

  2. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 300

    …eine Frau Pesla, Tochter des R. Elchanan Abraham aus Wassertrtidingen, starb 1786 in Worms (Memorbuch S. 52); sein Sohn Benedikt Levi starb 1899 im Alter von 93 Jahren als emeritierter Landesrabbiner von Giessen. Nach dem Ableben des R. Samuel Levi über…

  3. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 301

    238 40 Jahre ungetrübten Glückes beschieden waren, starb sie in der Nacht des 22. Nissan (4. April) 1812 in Mainz. Zwei Kinder gingen aus dieser Ehe hervor. Der Sohn Baruch vermahlte sich mit der Tochter des R. Jakob Reinach, eines der vorn…

  4. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 302

    239 11. Lobgesang auf den Sabbat. 12. Lobgesang auf Purim. 24. Lob b. Josef Ellinger 1) (1823-1846), auch R. Lob Schnadig (Schnaittach) genannt, war Privatgelehrter und wurde nach dem Ableben des R. Herz Scheuer zuerst dessen Stellvertreter…

  5. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 303

    240 Alfabetisches Register 1. Bacharach (Jair Chajim) 8. 2. Berliner (Chajim Hirsch) 20. 3. Bonn (Nathan) 6. 4. Brandeis (Mosche) 18. 5. Ellinger (Löb) 24. 6. Ethausen (Isak) 16. 7. Gabriel (Bernhard) 15. 8. Jakob aus Ostrogh 10. 9. Juda (S…

  6. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 304

    Handschriftliches zur Geschichte der Juden in Prag in den Jahren 1744—1754. 11*). Von Salomoti Hugo Lieben in Prag. Als ich im Vorjahre in der Einleitung zum ersten Teile der vorliegenden Arbeit den Wunsch aussprach, in das Breslauer Manusk…

  7. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 305

    242 r u. stehen, und erzählt mit fast denselben Worten die Begeben־ heiten vom Einzug der Preussen ab, fährt in der fortlaufenden Erzählung fort bis 1745, weist aber die Lücke des Ms. Rosenbaeher nach den Worten ומי יודע auf S. 315 Z. 15 v.…

  8. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 306

    243 sehen ist, weiss ich nicht. Jedenfalls scheint Podiebrad noch eine andere Abschrift besessen zu haben, da in der vorliegenden sich der von ihm gerügte Schreibfehler nicht findet. Das Podiebradsche Manuskript hat nur eine sachliche Diver…

  9. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 307

    Am Sabbath1) kam ein Offizier von den ungarischen Truppen und verlangte nach dem Monathalter. Diesem eröffnete er, er müsse bis Mitternacht 20000 fl. haben, um seine Truppen zu beruhigen, *sonst würde das ganze Heer der Panduren und Husaren…

  10. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 308

    er sein Geld wieder mitnehmen, und wer könnte wissen, ob sieh, wenn man alle Juden totschlüge, noch eine solche Summe vorfinde. Auch sei es sehr zweifelhaft, wann er (der Kaufmann) diese Summe gezahlt bekomme, zumal, wenn die Juden nochmals…

  11. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 309

    246 Panduren herbei, welche die Eindringlinge zum Abzüge überredeten. Den Juden war es unmöglich, sich ohne Begleitung von zwei oder drei Panduren aus der Judenstadt herauszuwagen. Um diese Zeit zogen die in der Nähe Prags liegenden österre…

  12. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 310

    gesprochen. Nachdem man sie, ohne ein Geständnis erpressen zu können, gefoltert hatte, wurde der eine Fleischer auf die Aus• sage der Torwächter hin gänzlich freigesprochen, den beiden anderen aber ein Zeichen eingebrannt und der Aufenthalt…

  13. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 311

    248 Von diesen wurden 25 zum Schutze der Judenstadt und zur Bewachung der gemieteten Panduren-Schutzmannschaft bestimmt; sie patrouillierten stündlich in der Judenstadt und erhielten dafür pro Mann und Tag 1 fl. Die Geistlichen verkündeten …

  14. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 312

    249 Fürbitte einzulegen und die Kaiserin zu bewegen, den lügenhafte« Verleumdungen kein Gehör zu schenken, sondern die Juden vor ein Gericht zu stellen, wo sie dann die Verleumdungen als solche kennzeichnen wollten. Unterwegs hörte der Abge…

  15. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 313

    250 Befehl veranlasst wurde, konnten die wohldisziplinierten Truppen Kolowrats die Wache beziehen.Die Gemeindevorsteher machten die verzweiflungsvolle Lage vielen Gemeinden und angesehenen Juden bekannt, damit diese bei ihren Obrigkeiten1) …

  16. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 314

    «1• schicken, um einen Zufluchtsort ausfindig zu machen, wo sie sich die fünf Monate, welche ihnen die Kaiserin noch in Böhmen zu bleiben gestattete, zubringen könnten; doch durften sie laut Befehl der Behörden ihre Habseligkeiten nicht mit…

  17. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 315

    m die den Juden zur Zahlung der Steuern und für Gemeindezwecke Geld geborgt hatten, fragten die Kaiserin an, wie sie ihre Schulden von der jüdischen Gemeinde im Betrage von 160000 fl• einkassieren sollten1).. 5508 2). Die christlichen Kaufl…

  18. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 316

    253 di© Kaiserin verschworen hätten, dass sie in dem ihnen verbötenen Umkreise von zwei Stunden um die Stadt wohnten, dass sie in der Stadt Handel trieben, und dass sie dadurch — da sie keine Steuer zahlten — nicht nur die Prager, sondern a…

  19. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 317

    254 selbstgewählten und von der Behörde bestätigten Vorsteher zu sehen. Abgesehen davon mussten die Brüder Frankel R. Salman Koref die ihm durch ihre Eingabe verursachten Kosten im Betrage von 150 fl. ersetzen. Die Prager Exulanten in Brand…

  20. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 318

    255 vor seinem Hause Posten standen; auch die Stände beauftragten zwei angesehene Männer, für alle seine Bedürfnisse zu sorgen. Er wusste die täglich bei ihm versammelten Beamten und Adeligen durch seine Liebenswürdigkeit und Klugheit zu ge…