Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 302)
- Language
- German
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239 11. Lobgesang auf den Sabbat. 12. Lobgesang auf Purim. 24. Lob b. Josef Ellinger 1) (1823-1846), auch R. Lob Schnadig (Schnaittach) genannt, war Privatgelehrter und wurde nach dem Ableben des R. Herz Scheuer zuerst dessen Stellvertreter und dann sein Amtsnachfolger. Er war ein treuer Anhänger des Judentums und stellte viele Schüler ausן die von gleichem Geiste beseelt waren. Nur die Ausbrei־ tung der Reformideen und der allmählich hervortretende Abfall von den alten geheiligten religiösen Satzungen verbitterten ihm das Leben. Erstarb im Alter von 76 Jahren am 9. Ab (8. August) 1846. Mit ihm schied der letzte Mainzer Rabbiner der alten Schule aus dem Leben. Eine neue Zeit brach herein. Reformen im Gottesdienst führten zur Trennung. Die Hauptgemeinde wählte im Jahre 1846 Dr. Elias Kahn zu ihrem Rabbinatsverweser; die neugegründete isr. Religionsgesellschaft berief 1854 Dr. Markus Lehmann zu ihrem Rabbiner. Vgl. meine Kurpfalz S. 172 n. 2; über seinen Bruder R. Nate in Bingen vgl. Grünfeld, zur Gesch. der )uden in Bingen, S. 30.