Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 305)
- Language
- German
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242 r u. stehen, und erzählt mit fast denselben Worten die Begeben־ heiten vom Einzug der Preussen ab, fährt in der fortlaufenden Erzählung fort bis 1745, weist aber die Lücke des Ms. Rosenbaeher nach den Worten ומי יודע auf S. 315 Z. 15 v. u. meiner vorjährigen Arbeit nicht auf. Mit Bl. 10 bricht die Erzählung ab; Bl. 11 gehört nicht in diesen Zusammenhang, sondern behandelt die Ereignisse nach dem Abzug der Franzosen 1742, weshalb ich es auch hier ganz ausschalte. Mit Bl. 12 beginnt dann die Geschichte der Jahre 1747—1751. Die letzten drei Blatt (32—35) enthalten in etwas geänderter Anordnung die auf S. 315—320 abgedruckten Teile des Ms. Rosenbacher ausschliesslich der Eibenschiitzaffaire. Ich habe in vorliegender Publikation die mit dem bereits im Vorjahre Abgedrnckten identischen Stellen des Breslauer Manuskripts, also die ersten 6 und die letzten 3 Blatt, weggelasseu und nur zu Beginn einen kleinen, für das Verständnis notwendigen Teil wiederholt; derselbe kann gleichzeitig eine Uebersicht gewähren über das Verhältnis der beiden Handschriften zu einander und eine Probe von der Orthographie des Breslauer Manuskripts bieten, die ich auch in den übrigen Teilen mit Ausnahme der krassesten Fälle beibehalte. Ergänzungen habe ich nicht vorgenommen, etwaige Ungenauigkeiten und Zweideutigkeiten im hebr♦ Text habe ich ebenso ungenau und zweideutig übersetzt. Das gilt vor allem von Be- Zeichnungen wie שרים, welches Stände, Behörde, Adel, kurz jede Respektsperson bezeichnen kann. Was die Handschrift selbst anbelangt, deuten die vielen oft halbseitigen Tautologien und Streichungen, das häufige Fehlen einzelner Worte und ganzer Zeilen, Schreibungen wie וצעוה, אילו, עשאו darauf hin, dass sie das Werk eines nicht besonders sachkundigen, jedenfalls aber sehr leichtfertigen Copisten ist. Ich hatte auch Gelegenheit, ein aus dem Nachlasse David Podiebrads stammendes, jetzt im Besitze der hiesigen Gemeindebibliothek befindliches Manuskript unserer Chronik zu prüfen; es sind 36 Blatt 8° von derselben Hand geschrieben wie das Rosenbachersche Manuskript, mit dem es auch wörtlich übereinstimmt.^ Auf^der inneren Seite des Umschlages befindet sich eine Abschrift desTEpitaphs von Mischei Jeiteles; ob darin Ursache oder Wirkung von Podiebrads Vermutung über den Autor zu