Mannheim
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  1. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 41

    Leipziger jüdische Künstler sprechen von ihrem Schaffen Einer badischen Kaufmannsfamilie entstammend, drängte es mich, entgegen jeder Tradition, von der höheren Schule weg zu einem freien Berufe — wohin der Weg führen würde, darüber war ich…

  2. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 42

    …e der wunderbaren Stoffe, die die Bibel bietet, sowie die der eigenen Gedanken künstlerisch zu gestalten. Der Architekt Wilhelm Haller Tanz ist Rhythmus, Kunst Harmonie. Rhythmus und Harmonie sollten in unserem Leben weitestgehend vorhanden sein. Sie feh…

  3. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 44

    gegen Stamm, dann wieder befestigte Stadt gegen Stadt, Land gegen Land und Staat gegen Staat. Zuletzt — wenn es auch viele wieder vergessen zu haben scheinen — sahen wir Staatenbund gegen Staatenbund. Im Verfolg dieser stets größer greifend…

  4. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 45

    Ebenso wie der Inhalt hat sich aber auch der Begriff der Kunst gewandelt. Die Architektur war einstens die Mutter aller Künste, Plastik und Malerei ordneten sich ihr ein. Heute ist die Zeitung und damit die Oeffentlichkeit voll von Musik, S…

  5. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 46

    f A.Jaskiel Bildnis meines Vaters Photo Irma Cohn, Leipzig

  6. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 47

    ateliers in Breslau, Frankfurt a. M., Technische Hochschule zu Darmstadt, Baumeisterprüfung. Von 1911 bis 1914 in 2 Leipziger großen Archit…

  7. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 48

    ein Handwerker — zu den angesehensten Chassidim zählte, noch dazu als Schwiegersohn des bekannten Reb Rüben Abe, dem in Polen bekannten Thoraschreiber und langjährigen Bal-T'kejo am Höfe des Radomsker Rabbi. Ich heiße eigentlich Abraham Iso…

  8. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 49

    So war ich gezwungen, mein erlerntes Handwerk wieder auszuüben, von einem Meister zum anderen wandernd. Jedoch meine plötzlich eingelegten Feiertage wollten sich die wenigsten gefallen lassen. Zu häufig packte mich die Lust zum Malen; da ve…

  9. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 50

    Die soziale Struktur der leipziger Judenheit Von Dr. Felix Goldmann, Cemeinderabbiner Leipzig stellt keineswegs ein bloßes Beispiel für die wirtschaftsiche Entwicklung der deutschen Juden…

  10. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 51

    Zeit und ihrer Führer dazu bei, wenn sie die Juden in die als schimpflich angesehenen Wirtschaftsgebiete verwiesen und ihnen vor allem den Qeldhandel überließen, und wenn die auf diesen Weg Gedrängten im Leben des Ganzen nicht nur unendlich…

  11. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 52

    Ausländer aus. Auch heute gibt es kaum r/2 Prozent Juden im ganzen, und die deutschen Staatsbürger verschwinden im Leben der Allgemeinheit mit ihrem knappen halben Prozent fast vollständig. Für die soziale Struktur der Ausländer gelten aber…

  12. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 53

    allen Zweigen der Rauchwaren- und Borsten zurichterei. Fraglos drängte die junge Generation mehr zur kaufmännischen Seite dieser Zwfeige, und der jüdische Kürschner insbesondere suchte fast stets seinem Triebe zur Selbständigkeit und zur Au…

  13. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 54

    Grundlegend veränderte sich aber das Antlitz der Leipziger Judenheit im Kriege und den erste n Nachkriegs jähren. Zunächst vermehrte sich die Zahl nicht unbeträchtlich. Die Massen der durch die Russen aus Qalizien vertriebenen Juden wandten…

  14. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 55

    Deutschlands den Verbrauch an Rauchwaren, einem Luxusartikel, schon an sich stark eingeschränkt hätte. So macht denn die Leipziger Judenheit zur Zeit eine schwere Prüfung durch. Wenn auch gewiß der Grundstock der Gemeinde gesund ist und uns…

  15. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 56

    Die jüdische Schule Von Rabbiner Dr. Ephraim Carlebach Es gibt wohl kein Problem, das so stark umstritten ist, wie das der jüdischen Schule. Es läßt sich auch selten einmal über eine und dieselbe Sache soviel und so Berechtigtes für und wid…

  16. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 57

    ist ja die Antwort auf die Frage nach dem Zweck des Menschen auf Erden. Sie ist entweder Ausgangspunkt und Endziel aller Erziehung, oder sie führt ihren Namen zu Unrecht. Religion kann man nicht mit Brosamen, mit Gnadenbrot abfinden, man ka…

  17. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 58

    Wem also im Ernst sein Judentum das Teuerste auf der Welt ist, wem es um alle Schätze der Erde, um Qeld und Gut, um Ehre und Stellung nicht feil ist, der kann in der Tat nicht im Zweifel darüber sein, ob er einer jüdischen Erziehungsanstalt…

  18. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 59

    aber durch entsprechendes Verhalten alle Vorurteile scheuchen, sich Sympathien ertrotzen könne und solle. Hat dann einmal ein solcher Schüler sich innerhalb seines Schulkreises eine Position geschaffen, so daß auch die antisemitisch Verseuc…

  19. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 60

    jungen Menschen noch erträglich, weil vorurteilsfreie Klassengenossen sich hinter ihn stellen und die grundlosen Gemeinheiten des Lehrers verurteilen. Das angeführte Stück ist schon älteren Datums, nicht zur Zeit des Nationalsozialismus ges…

  20. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 61

    dem aucli durch gemeinsame Abstammung und Geschichte verbunden ist, ist doch nicht zu unterschätzen. Wenn sich auch in der Entwicklung Stehende meist keine Rechenschaft darüber geben, instinktiv fühlen sie doch, daß sie zum Nachbar gehören,…