Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Volume
- 1931-1932
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 56)
- Language
- German
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Die jüdische Schule Von Rabbiner Dr. Ephraim Carlebach Es gibt wohl kein Problem, das so stark umstritten ist, wie das der jüdischen Schule. Es läßt sich auch selten einmal über eine und dieselbe Sache soviel und so Berechtigtes für und wider sagen. Man kann ein guter Jude sein und die Notwendigkeit einer eigenen jüdischen Schule bestreiten. Die Absicht dieser Zeilen ist, den Standpunkt derer zu beleuchten, die es für gut, für wünschenswert, ja für notwendig halten, daß die Erziehung der jüdischen Jugend auf einer eigenen jüdisch-konfessionellen Anstalt erfolge. Dabei soll der religiöse Gesichtspunkt noch nicht einmal der ausschlaggebende sein. Vom Standpunkt der Religion gesehen, ist es ja selbstverständlich, daß nur die jüdische Schule die Gewähr für eine erfolgreiche Erziehung im Sinne der Religion bieten kann. Man kann nicht religiös sein und dabei die Religion als nebensächliche, unwesentliche Frage behandeln. Religion ist ja das Verhältnis des Menschen zu Gott, Gemeinderabbiner Dr. Ephraim Carlebach Photo Bernhard Uhlich, Leipzig 56