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Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine · 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 41

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
Volume
1931-1932
Date
1931-01-01
Page
Seite 41 (sequence 41)
Language
German
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Leipziger jüdische Künstler sprechen von ihrem Schaffen Einer badischen Kaufmannsfamilie entstammend, drängte es mich, entgegen jeder Tradition, von der höheren Schule weg zu einem freien Berufe — wohin der Weg führen würde, darüber war ich mir noch nicht klar. Zeichnen und Malen verdrängten aber damals schon stark das Interesse an anderem; doch schon der Besuch der Karlsruher Kunstgewerbeschule zeigte mir die weitere Bahn, die mich an die Münchener Akademie führte, wo ich eine Reihe von Jahren hindurch Schüler von Löfftz, Angelo Jank und v. Habermann war und besonders letzterem menschlich nähertreten durfte. Unbeirrt von allen Moderichtungen, ging ich schon früh meinen eigenen Weg, ohne mich jedoch den Wunderwerken der großen alten Meister zu verschließen, die ich in der Pinakothek zu München sowie in den großen italienischen Museen studieren und kopieren konnte. Frei von jeder Tendenz, sei sie nun politischer oder sonstiger Art, die oft im Leben und Aufstieg mancher Künstler eine größere Rolle spielte als ihr wirkliches Können, gehe ich den Weg, den mir meine innere Ueberzeugung vorschreibt: an mir selbst weiter zu arbeiten, die künstlerischen Ausdrucksformen immer weiter zu steigern und damit auch einer menschlichen Vervollkommnung näherzukommen. Nicht im Virtuosentum liegt wahre Künstlerhoheit, sondern im großen Menschen. Um Einfachheit und Klarheit des Ausdrucks, um die Fülle eigener Gedanken in allgemeinverständliche Formen zu bringen — darum geht ein ewiges Der Maler und Graphiker Ernst Kaufmann 41

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