Mannheim
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  1. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 211

    JOSSET TRI ZUSCHAUER (zum ersten Spieler): Ich kann dich versichern, Freund, daß er sich mit diesem Zug aus der Schlinge herausgearbeitet hat. Nun kannst du getrost eine gute Miene zum bösen Spiele machen. Es wird dir auch nicht schaden, we…

  2. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 212

    JOSSET Th AHARON: Daß unsere Religion letzten Endes aus der Angst vor den obwaltenden Natura kräften entsprungen ist. SCHMUEL: Wer weiß, wo du diesen Wahnwitz aufgeschnappt hast. Verschone uns mit diesem fremden Federschmuck. AHARON: Ich br…

  3. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 213

    JOSSE? TR LABIB: Dabei werden sie hier mit Tel Chaj und Kfar Geleadi beginnen, und nicht eher ruhn, bis Metulla, Mahanajim und alle Ansiedlungen gesäubert sind. SCHMUEL: Dies alles haben sie dir anvertraut? LABIB: Das nicht. Ich habe es so …

  4. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 214

    JOSSET TRUMPELDOR SCHMUEL: Nun welchen? War er nicht unser täglicher Gast? Haben wir ihn nicht stets wie einen Bruder behandelt? Warum sticht sein heutiges Benehmen so grell von seinem früheren ab? FARKAS: Du scheinst mir nicht genug in sei…

  5. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 215

    JOSSET TRi CHALUZ: Das bin ich, Jossef. Bin erst seit wenigen Tagen mit fünf anderen Kameraden zu euch gestoßen. TRUMPELDOR: Dacht ichs mir gleich. (Zum Zuschauer): Hier ist der Rest der Post, teilt ihn aus. Nur diesen schlichten Brief sond…

  6. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 216

    JOSSET TR stellen, daß wir erst hier im Gelobten Lande haben erkennen dürfen, wozu wir Juden geschaffen sind. WANDERERS STIMME (von draußen): Hast du zuvor ergründet, was ein Jude ist? (Alle wenden sich nach der Stimme um. Eine Wolke bedeck…

  7. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 217

    JOSSET TRUMPELDOR M. KISLING SULAMITH: Wo ist der Alte? Sollte er uns zürnend verlassen haben? TRUMPELDOR: Nein, er wollte nur Aharons Herausforderung die Antwort nicht schuldig bleiben. AHARON: Ich habe noch keiner Verlobung ohne Tanz beig…

  8. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 218

    JOSSET TRUMPELDOR RUDOLF LEVy LANDSCHAFT TRUMPELDOR: Aber es scheint, daß du das Schaukeln der Wiege nicht vergessen kannst. (Er wirft sie dabei sanf…

  9. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 219

    JOSSET 7RUMPELDOR 2. AUFTRITT BAR GOEL: Wer ists? STIMME (von draußen): Wir sinds. Mach uns auf. BAR GOEL: Wer seid ihr? Ich kenne euch nicht. STIMME: Freunde! Mach auf! BAR GOEL: Euere Stimme klingt fremd. Ich kenne euch nicht. STIMME: Wir…

  10. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 220

    JOSSET TR schrie wie ein Irrer, keine Fürstentochter hätte ihm diese Antwort geben dürfen. »Aber du besitzest in meinem Herzen einen Schild, der dich vor meinem Zorne beschützt«. BAR GOEL: Das ist er selber. DEBORAH: Mit diesen Worten war e…

  11. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 221

    JOSSET TRUMPELDOR FREMDER OFFIZIER (zum Schech, spöttisch): Kommst du nicht mit? SCHECH: Ich bleibe hier, so erforderts meine Ehre. TRUMPELDOR: Das sprach ein Ehrenmann. FREMDER OFFIZIER: Laß dir eine Schüssel voll Artigkeiten darbieten, Sc…

  12. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 222

    JOSSET TR MEHRERE CHALUZIM: Gerungen? Wir halten alle mit. (Viele ab.) TRUMPELDOR (stößt einen gellenden Pfiff aus. Getümmel im Hintergrund.) FREMDER OFFIZIER: Fräulein, Sie haben mir noch jenes Dachstübchen nicht gezeigt. DEBORAH: Es ist d…

  13. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 223

    JOSSET TRUMPELDOR du hast midi bekleidet. Du hast midi mit deinem Blute schöner ausgestattet, als die strahlende Braut des Tages. Habe Dank, mein Sohn, mein Liebling. Nun darfst du endlich ruhn in meinen Mutterarmen.« SCHECH: Jossef, komm d…

  14. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 224

    BERN: MOSESBRUNNEN BRUNNEN MIT JÜDISCHEN MOTIVEN IN DER SCHWEIZERISCHEN BUNDESSTADT VON JOSEF MESSINGER Auf dem stillen und dennoch so viel erzählenden Münsterplatz in Bern, wo ein großes Stück Kulturkampf sich abspielte, thront stolz der g…

  15. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 225

    BERN: SIMSONBRUNNEN BERN: KINDLIFRESSERBRUNNEN Das Wasser wird gering geachtet, So lang der Himmel es beschert. Du hast dem Wasser Ruhm erworben, Drum hat das Wasser dich geehrt. Verewigt hat es deinen Namen, Geläutert deinen Feuergeist. So…

  16. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 226

    HEXAGRAMM UND HAKEN¬ KREUZ IN DER SyNAGOGE VON PROF. DR. S. KRAUSS <M1T DREI AUFNAHMEN AUS KEPHAR NAHUM VON K. R. MAX KLEIN) Als vor einigen Jahren die Ruinen der antiken Synagogen in Galiläa von zwei deutschen Forschern, Koßf und Watzinger…

  17. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 227

    HEXAGRAMM UND HAKENKREUZ IN DER SYNAGOGE nicht der Fall ist. Es gibt auch keine literarische Quelle, die ihrer gedenkt. Heute noch bedienen sich die Araber solcher Steinmetzzeichen, die sie wasm nennen, und auch bei uns findet man regelmäßi…

  18. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 228

    …lt, nicht zuletzt an den Folgen des bayerischen Antisemitismus gestorben. Was Eliasberg dem Judentum gewesen ist, sagte Arnold Zweig in treffender Weise: »Mit diesem bescheidenen und vornehmen Schriftsteller ist ein Botschafter des östlichen Judentums …

  19. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 229

    …on G. Scholem, die einen Liebeshandel betreffende alte Korrespondenz aus der Karäergemeinde, eine Anzahl von Briefen an Moses Mendelssohn, endlich eine aus* führliche Beschreibung des nach Jerusalem gespendeten, zeitgeschichtlich sehr interessanten Smolensk…

  20. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · page 45

    …lisch, als Vertreter der Urmelodie des südlichen sinnenfrohen Belkanto der Riesengestalt des deutschen Musikdramatikers Richard Wagner gegenüber, die hier klein und schattenhaft vor* überhuscht, mit viel Skepsis und wenig Liebe erschaut. — Der 105jährige…