Mannheim
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  1. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 97

    98 Die Inquisition that noch mehr um das Andenken der Verbrannten und Bestraften zu verewigen! Sie ließ 1755 eine Relation drucken, welche die Namen, Vornamen, den Stand und andere Angaben aller derjenigen enthielt, welche von 1645 bis 1691…

  2. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 98

    99 sie am 12. Februar 1773 dem Könige von Spanien ihre Bitten um Gleichstellung vorgelegt, er überwies ihr Gesuch dem Rathe der Insel, oder genauer bezeichnet, der Geistlichleit, dem Rektor und den Professoren der Universität Palma, welche …

  3. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 99

    100 Rotationen und Brüderschaften blieben sie, trotz der ehrenhaften Stellung, welche sie als Goldarbeiter, Grossisten und Manufaeturisten in der Stadt einnahmen, auch ferner ausgeschlossen, und hielt es ein Cavallero wohl nicht unter seine…

  4. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 100

    III. Die letzten zwölf Jahre. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Preußen. Von vr. Emmanuel Heinrich Ritter in Berlin.

  5. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 101

    Sie jchten Mölk Jahre. Ein Rückblick auf die letzten zwölf Jahre, welcher diesen für die Angelegenheiten der Juden überhaupt und der preußischen insbesondere so wichtigen Zeitraum seinen Hauptmomenten nach kurz zusammenfaßt, dürste um so zw…

  6. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 102

    104 Durch das Gesetz vom 23. Juli 1847 sollte der jüdischen Bevölkerung in ihrer Gesammtheit eine Regelung ihrer Verhältnisse zu Theil werden. Das Edikt vom 11. März 1812, welches „für die jüdischen Glaubensgenossen in der Monarchie" erlass…

  7. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 103

    105 fern damit nicht die Ausübung einer richterlichen, polizeilichen oder exekutiven Gewalt verbunden ist, zugelassen. AnUniversttäten sollen sie als Professoren und Docenten nur in einzelnen Lehrfächern sungiren können und von dem akademis…

  8. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 104

    106 die Veränderungen, welche die jeweilige politische Atmosphärein der Stellung unserer Glaubensgenossen erzeugte. Der erste Titel, welcher die bürge rlichen Verhältnisse der Juden behandelt, kam wenigstens insoweit zur sofortigem Ausführu…

  9. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 105

    …selben zugleich feierlich verhieß. Er bestätigte diese Verheißung den Deputationen der Communalbehörden von Breslau und Liegnitz am 22. März und achtzehn rheinischer Städte am 28. März desselben Jahres.. Im Entwurf einer Verordnung über einige Grun…

  10. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 106

    108 gethan, den Gesetz-Entwurf vorzulegen, aus den abstrakten Grundsätzen in das positive Gebiet der Gesetzgebung überzugehen." Mit Unrecht ist daher in neuerer Zeit von gewisser Seite her der dispositive Charakter jener Bestimmung angezwei…

  11. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 107

    109 auf die von des Königs Majestät wegen Unabhängigkeit der staatsbürgerlichen Rechte von dem religiösen Glaubensbekenntnisse ertheilten Zusicherungen auch jüdische Gelehrte als zulassungsberechtigt zu allen Lehrämtern an den Landesuniverf…

  12. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 108

    110 Bewenden hade und daher die Genehmigung des Ministers Nachgesucht werden müsse. Dementgegen verfügt nun das Damalige Ministerium, daß „nach der gegenwärtigen Lage der Gesetzgebung die Regierungen befugt seien, diese Genehmigung zu erthe…

  13. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 109

    111 die Regierungen zur Ertheilung derjenigen Genehmigung befugt, welche nach der ältern Vorschrift vom Minister des Innern eingeholt werden mußte. Ist daher auch die im Rescripte erwähnte Kabinetsordre vom 7. Juli 1848 schon „nach Emanatio…

  14. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 110

    112 Handlungen ergeben, nichts weiter als eine Berücksichtigung der wegen Civilversorgnngsberechtigung bestehenden gesetzlichen Vorschriften beabsichtigt (vgl. Rönne, Versass.). — Endlich ward die revidirte Verfassung am 30. Januar 1850 zue…

  15. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 111

    113 alten Beschränkungen zurückzuschrauben. Dies konnte nicht anders als auf dem Wege der Gesetzesänderung geschehen, wenn nicht die Berechtigung bei jeder guten Gelegenheit die Fesseln des faktischen Zustandes sprengen sollte. Im Sinne die…

  16. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 112

    114 nen Rechte gerüttelt werde und Art. 12 der Verfassung unangetastet bleibe. Als daher im Jahre 1853 von dem Ministerium durch eine (nicht in die Oeffentlichkeit gelangte) Verfügung die Einführung des auf die Gemeindeverhältnisse bezüglic…

  17. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 113

    115 auch im späteren Erlasse des königl. Polizeipräsidiums vorn 21. April demgemäß seine nähere Erklärung und Begründung darin gesunden, daß die nunmehr auszuführende Reorganisation der hiesigen jüdischen Gemeindeverhält-' nisse nach dem Ge…

  18. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 114

    116 bahn ausgeschlossen wurden, wenn ferner der Minister des Innern die Juden trotz des Art. 12 der Verfassung als zur Ausübung des Schulzenamtes unter Berufung aus einen gar nicht zutreffenden Entscheid des Ober-Tribunals nicht, fähig erkl…

  19. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 115

    …Ein unbestrittenes Verdienst hat übrigens in dieser Beziehung der Redacteur der Allgemeinen Zeitung des Judenthums, Dr. Ludwig Philippson, welcher in seinem Organ wohlthätige Anregungen zu allseitiger Kundgebung des durch die Wagener'sche Proposition verlet…

  20. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 116

    118 praktische- Bedürfniß dazu sei in dem Mißtrauen und der Unruhe begründet, welche gerade durch die künstliche Interpretation erzeugt werde. Schließlich nahm die Kommission den Antrag in folgender veränderter Fassung mit sechs gegen vier …