Mannheim
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  1. 1862-01-01 · Heft 1 · page 282

    287 abgiebt, welches den Landesgesetzen gemäß nirgends verwehrt werden kann; an andern Orten, durch welche ich kam, sind die Juden Handwerker oder Kaufleute und leben ganz in Sicherheit. Fama Augusta gehört zu Cypern und ist von Rhodüs 300 …

  2. 1862-01-01 · Heft 1 · page 283

    288 Sohn eines Hundes; den Juden beleidigen sie nicht, ich mußte «ich um so mehr wundern, daß hier keine Juden wohnen. Wir nahmen zusammen ein Haus mit dem frommen angesehenen R. Joseph aus Saragofla, einem Sephardi, und blieben mit ihm und…

  3. 1862-01-01 · Heft 1 · page 284

    289 mit ihnen :zu reisen. Gott aber hat uns davon abgehalten, und ich will ihn auch dafür preisen, so lange nur ein Lebenshauch in mir ist. Die Venetianer bringen nach Damascus und Beiruth Gold, Silber,, Kupfer, Zinn, feine und grobe Kleide…

  4. 1862-01-01 · Heft 1 · page 285

    290 der für Geld zu essen geben würde, wie dies bei uüs der Fall ist; wenn ein Fremder, der noch dazu der Sprache unkundig ist, nach Damascus kommt, so nimmt sich Niemand außer dem geehrten Rabbi Mosche Makran seiner an. Möge Gott seine gut…

  5. 1862-01-01 · Heft 1 · page 286

    291 ernähren kann. Die Lebensmittel sind hier überhaupt zu sehr billigen Preisen zu haben. Der Gelehrte Rabbiner Perez Colubo, der das Oberhaupt der Gemeinde ist, hat uns das sehr freundliche Anerbieten gemacht, uns mit allem Nöthigen zu ve…

  6. 1862-01-01 · Heft 1 · page 287

    292 Gräber; 1) das des R. Jehuda H an enas ch1X), worauf nur ein kleiner Steinhaufen ist; etwas weiter davon 2) das Grab R. Tarphons, worauf ein schönes Monument steht; ein wenig weiter 3) das Grab des R. Josef, Sohn Kisma's, worauf ebenfal…

  7. 1862-01-01 · Heft 1 · page 288

    293 in Gold als die jährliche Kopfsteuer,") die jeder Mann erlegen muß, entrichten; die -Frauen und unbärtige junge Leute brauchen es nicht zu erlegen, ebenso zahlen diese nicht in Beiruth die Steuer von Ducaten. Wer in einem Orte die jährl…

  8. 1862-01-01 · Heft 1 · page 289

    294 der das angesehene Oberhaupt der Gesellschaft war; da dieser die Führer gemiethet und ich mit ihm Sapheth verlassen, so konnte ich mich seinem Willen nicht widersetzen. Am Dienstag verließen wir diesen Ort und gingen die ganze Nacht ohn…

  9. 1862-01-01 · Heft 1 · page 290

    295 meinem Geburtsorte verlassen, um unter seinen Fittigen mich zu . bergen, und bei ihm meine Studien fortzusetzen. Er hatte für mich das Aussehen eines alten mitleidsvollen Mannes, und er sagte mir: ich werde mein Augenmerk auf dich richt…

  10. 1862-01-01 · Heft 1 · page 291

    296 Die Juden müssen nämlich 50 Ducaten jährlich für die Erlaubniß bezahlen, Wein, der den Arabern ein Gräuel ist, machen zu dürfen, die Reichen bezahlen 20 Silberstücke für jeden Cantar, die mittlere Klasse 16 und die arme ohne Unterschied…

  11. 1862-01-01 · Heft 1 · page 292

    297 wissend dasteht, könnte dieses ihm durchaus nicht zur Ehre gereichen. Viele bleiben nach dem Gebete und nach den Vortragen in der Synagoge, um sich mit dem Studium der Mischna und -es Talmuds während 3 Stunden zu beschäftigen; dann geht…

  12. 1862-01-01 · Heft 1 · page 293

    298 Jünglinge befreit. Andere Steuern müßte man eigentlich nicht bezahlen, doch wird uns manchmal ein schweres Joch, wie wir es kaum zu tragen im Stande find, aufgebürdet. Dies ist hauptsächlich der Fall, wenn Oel, Zucker, Honig und Seife s…

  13. 1862-01-01 · Heft 1 · page 294

    299 Wasser vorhanden ist, wie bei euch, um dieselben zu treiben. Nahe an der Synagoge, in der Mitte der Stadt, giebt es einen leeren Raum, wohin die ganze Gemeinde sich begiebt, um da nach der Richtung des Tempels, der von diesem leeren Pla…

  14. 1862-01-01 · Heft 1 · page 295

    300 Familie hieher kam, alles auf dem Wege geraubt. Ich höre, daß Juden die aus Cairo und Damascus hieher kommen, um das Pesiachfest zu feiern, sich in sicherer Begleitung nach Hebron begeben; diese Gelegenheit werde ich benutzen, dahin zu …

  15. 1862-01-01 · Heft 1 · page 296

    Anmerkungen. 1) Es scheint dem hebräischen Ausdrucke nach zu schließen, an einige angesehene Persönlichkeiten gerichtet zu sein. 2) Ich weiß nicht, was das Wort OQO hier bedeuten soll. 3) Graleassa del trafico. 4) Das Manuscript hat einmal …

  16. 1862-01-01 · Heft 1 · page 297

    302 9) Wahrscheinlich vorn arabischen gafär Zöllner. 10) Ich habe hier mehr nach dem Sinne gegeben, denn der hebräische Text scheint fehlerhaft zu sein. 11) Es ist hier an die Stelle 'EOjyc&K DX '"xn lDlpD X1p:n (Joehassin, ed. Krakau S. 96…

  17. 1862-01-01 · Heft 1 · page 298

    VI. Theilnahme von Juden ÄN den portugiesischen Entdeckungen. Von vr. M. .Knhserling.

  18. 1862-01-01 · Heft 1 · page 299

    Jloaö X, Heinrich der Navigator, Alfonso der'Afrikaner, Joaü de Menezes, Azambuja, Vasco da Gama, Columbus, Albuquerque, Cabral, Cortez, Pizarro — welche Namen genialer und gewaltiger Menschen! Welche Geschichten und Großthaten knüpfen sich…

  19. 1862-01-01 · Heft 1 · page 300

    306 Ceuta, die erste feste, prächtigste und volkreichste Stadt Mauritaniens war genommen, das Ziel so vieljähriger, sehnsüchtiger Wünsche der nach Heldenthaten schmachtenden portugiesischen Jnfanten war erreicht. Ceuta war der Schlüssel der…

  20. 1862-01-01 · Heft 1 · page 301

    307 ivinnsüchtige und goldgierige Monarch, das Entdeckungswerk ergriff, kräftig vor. Durch Juden ließ er Nachforschungen zu Land anstellen, durch ihr sinniges Forschen, durch ihren scharfblickenden Geist die Mittel auffinden, auf dem bahnlo…