Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 287)
- Language
- German
- Belongs to
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292 Gräber; 1) das des R. Jehuda H an enas ch1X), worauf nur ein kleiner Steinhaufen ist; etwas weiter davon 2) das Grab R. Tarphons, worauf ein schönes Monument steht; ein wenig weiter 3) das Grab des R. Josef, Sohn Kisma's, worauf ebenfalls ein Steinhaufen ist. Sodann kamen wir in das Dorf und sahen die Höhle, wo Hiltel mit seinen 24 Schülern begraben ist. Nahe daran ist eine andere Höhle, in welcher ebenfalls 22 Grabmäler sind, welche man für die der Schüler des Simon, Sohn Jochass in Ako wohnend, ausgiebt, denn nahe davon am Abhänge des Berges ist ein außerordentliches schönes Monument, welches man bis Sapheth sieht und neben diesen sind die Grabstätten ihrer Frauen, worauf man aber nichts besonderes sieht. Man erzählt, daß man schon mehrmals versucht hat, etwas dahin zu bauen, welches aber über Nacht zerstört wurde, ich kann nicht mit Gewißheit behaupten, ob dieses wahr sei; hernach sah ich das Grab Schamais und deffen Frau, welches in einem Steine von einer Größe, wie ich ihn noch nie gesehen habe, gehauen ist; unter diesem Steine ist eine Höhle in welcher die Schüler Schamais begraben sein sollen. Auch sah ich die Synagoge des R. Simon, Sohn des Jochai nebst einem großen Steingebäude, welches aber zerstört, und von dem nur eine Wand stehen geblieben ist; die Leute von Sapheth haben als Tradition, daß wenn die Mauer einstürzt, man auf die baldige Ankunft des Messias rechnen könne. Man erzählt mir, daß während der Austreibung der Juden aus Spaniey ein Blitz12) in diese Mauer gefahren, so daß sie einzustürzen begann, und die Einwohner von Sapheth haben diesen Tag zum Freudentag gemacht. In der Nähe von Saphet giebt es noch ein Dorf Ako genannt, und einen andern Ort, Namens Alma und noch andere Plätze, wo man die Gräber vieler jüdischer Weisen zeigt; ich habe sie leider nicht sehen können, weil ich die meiste Zeit meines Aufenthaltes in Sapheth bettlägerig war. An den Orten, die ich erwähnt, habe ich gebetet und an den meisten Lichter angezündet; überhaupt erzähle ich nicht, was man mir mitgetheilt hat, nur was ich gesehen habe, beschreibe ich. Bevor wir Sapheth verließen, mußten wir jeder einen Ducaten