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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 288

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 288)
Language
German
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293 in Gold als die jährliche Kopfsteuer,") die jeder Mann erlegen muß, entrichten; die -Frauen und unbärtige junge Leute brauchen es nicht zu erlegen, ebenso zahlen diese nicht in Beiruth die Steuer von Ducaten. Wer in einem Orte die jährliche Kopfsteuer bezahlt hat, braucht es, wenn er in diesem Jahre nach einem andern Orte zieht, sie nicht zu entrichten, nur muß er sich schriftlich darüber ausweisen können; wo nicht, muß er koch einmal bezahlen. Am Freitag den 12. Marcheschwan 5256 verließen wir Sapheth in Gesellschaft mehrerer Sicilianer, die sich an andere Caravanen, bestehend aus Juden, Christen und Arabern, anschlössen; diese führten ein großes Vermögen mit sich und mußten daher mit einer großen Caravane reisen. Wir zahlten wie sie 120 Silberstücke pr. Kopf bis Jerusalem, wofür die Führer uns wieder frei von allen Steuern zu halten hatten. Wir machten alles mit den Führern schriftlich ab. Freitag Abend kurz vor Beginn des Sabbaths kamen wir nach dem Dorfe Kana, wo wir bis Dienstag blieben, und beschlossen dann unter Gottes Schutz den Weg fortzusetzen. Nun wisset meine Freunde und Vorgesetzte, daß der Weg von Kana nach Jerusalem sowohl wegen der Räuber, als -auch der Zöllner gefährlich ist; letztere legen Steuern nach Willkühr auf, und obzwar die Führer sie eigentlich bezahlen sollten, so verlangen diese doch von den Juden, wenn von ihnen zu viel gefordert wird. Wenn nun die Juden, nach einer Stadt angelangt, zum Richter gehen, um über die Führer Klage zu erheben und verlangen hauptsächlich von ihnen den Weg mit ihnen fortzusetzen, so werden sie nicht gehört; denn in diesen Ländern giebt es kein Recht und wird es ein Jude gegen einen Araber schon gar nicht finden. Es kommt manchmal sogar vor, daß die Führer davonlaufen und die Juden sammt Hab und Gut bei dem Zollamte lassen, deswegen ziehen es die Juden vor, mit christlichen Führern, die diesem Allen auszuweichen wissen, zu reisen. Selbst die Christen, die jetzt mit uns waren, halten Furcht mit dem Reichthums, den wir mit uns führten, fortzureisen, und wir mußten meinen Bruder Jekuthiel in Kana lassen, um die Habe der Sicilianer zu hüten; so wollte es R. Rabba,

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