Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 282)
- Language
- German
- Belongs to
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287 abgiebt, welches den Landesgesetzen gemäß nirgends verwehrt werden kann; an andern Orten, durch welche ich kam, sind die Juden Handwerker oder Kaufleute und leben ganz in Sicherheit. Fama Augusta gehört zu Cypern und ist von Rhodüs 300 Meilen entfernt. Am 6. September 5256 verließen wir gegen Abend diese Stadt und langten am''Dienstag den 8.'September in .Beiruth an; Mittwoch Morgens verließen wir freudig und wohlgemuth das Schiff. Im ganzen haben wir die Reise von Venedig nach Beiruth in 34. Tagen gemacht, trotzdem wir uns an allen genannten Orten aufgehalten haben. Ich wollte nicht weitläufig über die genannten Orte sprechen, denn es ist hier nichts Neues zu sagen; aber ich will Euch ausführlicher alle unsere Abenteuer, nachdem wir das Meer verließen, nebst allen Städten, durch welche wir kamen, bis wir in Jerusalem anlangten, beschreiben. Beiruth ist der Hafen von Damascus; hier werden alle Waaren von dort, die nach Venedig geführt werden, gebracht; es ist eine kleine und schöne Stadt mit guten Wasserquellen und vorzüglichen Früchten. Jeder Jude zahlt an den Stadtpräfecten iy4 Ducaten, welches 32 Majorini machen, 2 Majorini machen ein Marcel, und 13 */2 Majorini machen einen venetianischen Ducaten. In Beiruth selber wohnen keine Juden, ich kann dafür keinen Grund finden, da doch die Araber hier bester sind als in den andern Provinzen und den Juden sehr zugethan. Nun will ich beschreiben, was ich mit eigenen Augen gesehen habe. An allen Orten, wo wir vorbeikamen, stiegen Juden auf das Schiff, von denen welche nach Beiruth gingen; mit der Handelsgüter^) kamen auch ungefähr '150 Juden, alle arm und elend, mach Beiruth, so daß wir ungefähr 300 an der Zahl waren. Die Araber benahmen sich sehr mitleidsvoll gegen die Armen, theilten unter ihnen. Geld, Weitz'en, Brod und Obst aus; die Christen werden von ihnen öfters beleidigt, und sie schrien ihnen nach Hund,