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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 284

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 284)
Language
German
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289 mit ihnen :zu reisen. Gott aber hat uns davon abgehalten, und ich will ihn auch dafür preisen, so lange nur ein Lebenshauch in mir ist. Die Venetianer bringen nach Damascus und Beiruth Gold, Silber,, Kupfer, Zinn, feine und grobe Kleiderstoffe8), und führen zurück Pfeffer, Ingwer und andere Arten Gewürze, Seide und Cordovanleder; manchmal auch Edelsteine und Perlen, je nachdem sie sie da vorfinden. Wie ich gehört habe, soll es wenig Edelsteine in Damascus geben, dafür aber findet man deren häufig in Cairo, Alexandrien und Beiruth. Wir haben mit einem Führer amtlich einen Verttag abgeschlossen, welchem .gemäß jede Person 20 Marcelli zahlte, wofür er uns nach Damascus, frei von allen Kosten, als Zollhäuser^) und anderen Dingen, bringen mußte. Wir verließen Beiruth Mittwoch Abend den 16. September 5256, und einen Büchsenschuß weit von der Stadt gab man den Eseln Futter, und man verweilte da ein wenig, um bei den Zollhäusern ohne Zahlung vorüber kommen zu können. Um Mitternacht ungefähr machten wir uns auf, gingen die ganze Nacht unangetastet, kamen vor 2 Zollhäusern vorbei, ohne etwas zahlen zu müssen. Am Morgen kamen wir zu einem dritten Zollhause, wo man sehr gefällig gegen uns war; man verkaufte uns Brot und Trauben, so daß wir genug zu effen hatten; die Führer entrichteten den gebührenden Zoll, und man ließ uns in Frieden ziehen. So gingen wir ruhig den ganzen Tag und die ganze Nacht bis wir nach Damascus kamen. In jenen Gegenden findet man keine Herberge, bestehend aus Zimmern, die mit Betten und Tischen versehen sind, sondern zu Ende einer Tagereise findet man zuweilen ein verödetes und offenes Gebäude, das man einen Chan nennt, und wo man Brot, Obst und Eier verkauft; es giebt aber hier keinen Ort zum Schlafen, sondern die Leute bleiben in der ÜDlitte des Hofes mit ihren Eseln. Freitag Morgens am Vorabend von Rosch haschana kamen wir gesund und ftisch nach Damascus; es war keiner von uns unwohl geworden; wir kehrten in das Haus des angesehenen R. Mosche Makran ein, und blieben da 5 Tage. In allen Orten jener Gegend findet sich Niemand, m. 19

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