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334 Ein längerer Streik schon genügt, um die russische Front wehrlos zu machen, wehrlos durch Munitionsmangel und Hunger. Und das Heer selbst ist, siebentens, nicht zuverlässig gegen den inneren Feind, denn der russische Bauer ist kein Indi…
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335 Die innere Lage des polnischen Judentums Von Nachum Goldmann, Berlin Alle Betrachtungen und Erörterungen der polnisch-jüdischen Frage innerhalb der deutschen Judenheit bewegen sich…
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336 Sichtspunkt seiner politischen Bedeutung und Wirkungsmöglichkeit seien hier gemacht. Eine Erkenntnis ist da vor allem entscheidend: die Einsicht von der politischen Unentwickeltheit des polnischen Judentums. Es stellt einen, in seiner g…
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337 Dies äußert sich in erster Reihe in dem Mangelanpolitischer Zucht. Man wird immer mehr erkennen müssen, daß politische Reife vor allem innere politische Zucht bedeutet, das Verständnis und die Fähigkeit, die Interessen des einzelnen ode…
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338 tätigt, mit maßloser Verachtung gegenüber. Sein Verhältnis zum Polen wird durch eine Ergebenheit charakterisiert, die keine Grenzen kennt und Beleidigung, Verachtung, Entwürdigung ruhig und demütig hinnimmt. Für jedwede positive jüdisch…
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339 Gebildet wird diese politisch bewußte Schicht dor positiv jüdisch orientierten Majorität von dem relativ geringen nationaljüdisch gesinnten Prozentsatz der akademischen Intelligenz, den Schriftsteller- und Lehrerkreisen und einem Teil d…
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340 gramme auf, schleuderte Schlagworte in. die Welt, gab Erklärungen ab, knüpfte Verhandlungen an, verfaßte Memoranden, Resolutionen usw., kurzum: man entwickelte das übliche politische Getriebe und vergaß ganz, daß hier die Voraussetzung …
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341 heitlich. Vor allem möchte ich das letztere betonen. Es wird außerordentlich schädlich wirken müssen, wenn diese Politisierung der jüdischen Masse von verschiedenen Gruppen, in verschiedenen Richtungen begonnen wird. Denn damit wird von…
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342 bungen in letzter Zeit Formen anzunehmen, die eine solche Einigung unmöglich machen. Es wird von den deutschjüdischen Initiatoren und geistigen Führern versucht, ihr die Tendenz zu geben, die die jüdische Orthodoxie in Deutschland seit …
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343 kunftsaussichton Wahrheiten liegen, aber wiederum, daß es nicht die ganze Wahrheit ist. Denn während all diese Bewegungen schon im Gange waren; als schon im Frieden die Wahrheit des Wortes galt, daß das ganze Warenlexikon karteliiert se…
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344 nicht zutrifft. Das Warenhaus hat ein viel zu kleines Arbeitsgebiet, und in dieses Arbeitsgebiet sind in führenden Stellungen wohl mehr Juden eingeströmt als etwa kleine selbständige Geschäfte verdrängt worden sind. Bei manchen Industri…
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345 Körperschaften. Aber das sind jüdische Sorgen einer fernen Zukunft. Vor dem Weltkriege sah auf immer mehr sich weitendem Markte der Jude ein großes, lohnendes Betätigungsfeld vor sich. Immer noch erschloß sich bis zum Kriege hin Neuland…
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346 zahlt haben. Sicherlich sind die Juden nicht überwiegend beteiligt an den großen Gewinnen, die in der Munitionsindustrie Riesenycrmögen haben entstehen lassen, und von den starken Preissteigerungen in der Landwirtschaft haben sie allerm…
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…haft als Deutsche. (Fortsetzung folgt.) Gespräch auf Zions Walle Aus einer Tragödie „Jeremias" Aus dem Mänuskripf*) Von Stefan Zweig, Wien Auf der Umwallung Jerusalems. Die Mauern, breite behauene Quadern, sind so breit, da6 sie als hohe Stra&e rings u…
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348 tragen von hier, es liegt auf den Mauern, und wie in einen Abgrund mu6 ich hinabstarren in die Flut, die aufsteigt wider uns! Seit Sonnenuntergang ziehen sie so daher, Tausend und Tausend, wie eine Schlange wälzt sich's her von Gilead, …
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349 Stimmen: Wer hat ihn begonnen . . . nicht wir . . . ich nicht ,. . der Konig ... die Priester ... wir wollten in Frieden leben mit ihnen ... Einer: Ägypten hat uns verlockt und verraten. Stimmen: Ja, Ägypten ... der Pharao . . . Fluch P…
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350 Der zweite Krieger: Der Schlaf ist nicht der Menschen Knecht. Er läßt sich nicht befehlen an der Sorgen Bett. Viel' offene Lider schauen heute den Mond. Der erste Krieger: So sollen sie schweigen, die kein Schwert führen. Wir wachen für…
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351 stößt, und hat midi nie geschaut und nie Kränkung gehabt von meinem Leben. Fremd sind wir einander wie die Bäume des Waldes, doch die wachsen still und blühen aus sich, wir aber wüten widereinander mit der Axt und dem Speer, bis das Har…
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352 doch sind sie wider uns und wir wider sie. Was, was begehren sie von uns? Wenn ich einen fragete von ihnen, er wußte wohl nur zu sagen, daß ein Weib seiner wartet zu Hause und Kinder auf der Streu wie in dem meinen. Ich glaube, wenn ich…
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353 Der zweite Krieger: Wie soll ich nicht fragen, wie soll mein Herz ohne Unruhe sein in dieser Stunde? Weiß ich denn, wo ich stehe und wielange? Dies Dunkle hier unter der Mauer, wo der Stein hinbröckelt und fällt, vielleicht ist es morge…