Mannheim
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  1. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 35

    Jehuda Hallewi und Gazali 35 mal die objektiv gegebene Grenze des Möglidben - ein Moment, das die Stelle der Materie im Syftem der Hriftoteliker einnimmt -, als zweite aber eine vom Willen felbft gefegte Schranke, die Hllgüte der Gottheit. …

  2. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 36

    36 Jehuda Hallewi und Gazali Auch der menfchlicbe Wille kann in dem Weltmechanismus nicht mehr als ein Glied fein. Von einem freien Willen des Menfcben darf nicht die Rede fein; fpricht man von einer Wahl, einem Entfcbluß, fo bedeutet das n…

  3. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 37

    Jebuda Hallewi und Gazali 37 natürlichen Vorgänge, ohne ihre Befonderbeit abzufcbwäcben, dennoch nach Analogie der natürlichen zu verftehen und fo die Einheitlichkeit des Weltbildes nach Möglichkeit aufrechtzuerhalten. Das Wirken der göttli…

  4. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 38

    38 Jehuda Kallewi und Gazati nicht erft den Glauben wie die Offenbarung am Sinai und die Übergabe der Tbora das Judentum oder wie die fogenannten Heilstatfacben das Cbriftentum. In die Richtung des Univerfalismus weifen übrigens ihrer Struk…

  5. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 39

    Jebuda Hallewi und Gazali 39 Von diefen Hnfcbauungen aus wird Gazalis fiuffaffung der Religion in doppelter Weife beftimmt. Die Seele foil fich aus ihrer Verftrickung ins Irdifcbe befreien, in ihre Urheimat zurückkehren: wir haben esalfo mi…

  6. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 40

    40 Jebuda Hattcwi und Gazali eine ift der Weg des wiffenfcbaftticben Studiums, des diskurfiven Denkens. Nur wenige können und Collen ihn befeftreiten, Menfcben, die mit großen Geiftesgaben ausgeftattet find und in früher Jugend unter Anleit…

  7. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 41

    Jebuda Hatlewi und Gazali 41 kennen vermag, fo können auch des Herzens Gebreeben und Gebreften nur dureb fpezififebe Mittel gebeilt werden, dureb Handlungen genau umfebriebener Hrt, deren wirkfame Kraft wir uns verftandesmäßig niebt zu erkl…

  8. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 42

    42 Jebuda Hallewi und Gazali Der Weg zu Gott führt nach Jebuda Hallewi, ftatt durch ffskefe und Erkenntnisftreben, über das fromme Tun. Damit ift nicht das allgemeine fittliehe Verhalten gemeint. Weil das Sitteng efet> in unferer Vernunft b…

  9. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 43

    Jebuda Hallewi und Gazati 43 lieben bewirkt werden könne, ftreift hart an die Grenze des nackten magifeben Gedankens, ift aber doch davon wobl zu unterfebeiden. Es bandelt ücb zwar niebt um fakramentale Symbole, deren Sinn dem Gläubigen wom…

  10. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 44

    44 Jefmda Hallewi und Gazali follte, für das Heil der Allgemeinheit zu wirken, folange kein anderer in die Brefcbe tritt. Fiber das eigentliche religiöfe Leben des einzelnen ift von dem des Volkes unabhängig, er foll fich fo weit, wie es fe…

  11. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 45

    Jefmda Hallewi und Gazati 45 tung gekommen; und diejenigen, die er hervorhebt, haben bei ihm eine höchft individuelle Ausprägung gefunden. Und doch hat kein mittelalterlicher Denker wie er das Wefen jüdifcher Frömmigkeit erfaßt und den berr…

  12. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. [Seite]

    Bericht des wiffenfcbaftlicben Vorftandes über das Jahr 1922/23.1) Das Programm des Forfcbungsinftituts ift in den früheren Korrefpondenzblättern wiederholt entwickelt worden. Wie weit feine Arbeit als ein Anfang zur Verwirklichung diefes P…

  13. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 47

    …nd Kommifüonen. Der Vorftand des Forfchungsinftituts hat in diefem Jahre fein älteftes Mitglied, Rabbiner Profeffor Dr. Philipp Bloch ver* loren. Seine Bedeutung für die Wiffenfcbaft des Judentums wird in dem diefes Heft einleitenden Auffatj gewürdigt. …

  14. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 48

    48 Beriebt des wiffenfebaftlicben Vorftandes Winter erfebienen und als vierte Veröffent» liebung ift ibnen die Scbrift von Baer: „linterfuebungen über Quellen und Com* pofition des Scbebet Jehuda" gefolgt. Inzwifcben bat Fräulein Dr. Stern …

  15. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 49

    …nthaltener Auffatj. In der Reihe unferer Überlegungen der jüdifchen Philofophen des Mittelalters foll auf Jehuda Halewi Maimonides folgen. Sein More Nebuchim, das Grundwerk der jü» difchen Philofophie des Mittelalters, liegt in einer zureichenden deu…

  16. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 50

    50 Bericht des wiffenfebaftlicben Vorftandes arbeitung des in troftlofem Zuftande vor* liegenden Textes vorangeben müffen. Wir find eben in dem Verlud) begriffen, uns den Zugang zu großenteils im Ausland liegenden Handfcbriften zu verfebaff…

  17. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 51

    Bericht des wiffenfebaftlicben Vorftandes 51 Mit einem testen Unternehmen greift das Forfchungsinftitut in gewiffem Sinne über den Kreis feiner engeren Aufgaben hinaus. Wir haben befcbloffen, eine Samm* lung aller das Judentum betreffenden …

  18. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. [Seite]

    Bericht des Vetwaltungsvotftandes über das Gefcbäftsjaht 1922. Die Aufgaben, denen fieb der Verwal» tungsvorftand im Jahre 1922 gegenüber fab, waren vorgezeiebnet durch den Beginn des Definitivums der Akademiearbeit, die Durch« fübrung der …

  19. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 53

    Jahresbericht 1922 53 der erften Bücher der Hermann Cohen «Stif* tung ift dem gleichen Verlage (C. A. Schwet* fchke& Sohn) übertragen worden,1) in dem die Reihe der Veröffentlic…

  20. 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 54

    …s Papier 15000 7500000 — 6000 „ Büttenpapier 150000 3500000 — 16000000,— 11000 000 — 27000000 — 4. Außenftände: Bei der Hermann Cohen*Stiftung 5000000,— Joint Distribution Committee 51000000,— 56000000,— 56000000 — 246250000,— 23600000,— 269850000,— Paf…