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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 47

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
4-5 (1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 47 (sequence 50)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707528--177-2707744
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Bericht des wiffenfcbaftlicben Vorftandes 47 wefentlicb vcrftärkten Berückficbtigung fol* eher Probleme führen. Allein die im engeren Sinne fpeziaiwiffenfehaftiiehen Arbeiten find für den Aufbau einer jüdifchen Wiffenfcbaft, die das Wefen jüdifchen Geiftes und jüdifchen Lebens in feiner Tiefe zu erfaffen unter* nimmt, von nicht geringerer Bedeutung, und das Forfchungsinftitut wird der jüdifchen Gefamtheit um fo mehr zu geben vermögen, je bewußter es fich in der Auswahl feiner Arbeitsgebiete von dem inneren Bedürfnis der jüdifchen Wiffenfcbaft felbft leiten läßt. 1. Vorftand und Kommifüonen. Der Vorftand des Forfchungsinftituts hat in diefem Jahre fein älteftes Mitglied, Rabbiner Profeffor Dr. Philipp Bloch ver* loren. Seine Bedeutung für die Wiffenfcbaft des Judentums wird in dem diefes Heft einleitenden Auffatj gewürdigt. Unterer philofophifchen Kommiffion ift Herr Rabbiner Dr. Kellermann durch einen vorzeitigen Tod entriffen worden. Er hat die Arbeiten des Forfchungsinftituts mit regem Intereffe be* gleitet und fich wenige Monate vor feinem Tode zur Mitwirkung an der Herausgabe der Gefammelten Schriften feines Lehrers Hermann Cohen bereit erklärt. Wir be* klagen es aufrichtig, daß wir für diefes Werk auf feine wertvolle Mitarbeit und für die weiteren Arbeiten der philofophifchen Sektion auf den Rat eines Gelehrten von fo gründlicher philofophifcher Schulung ver* ziehten müffen. In den Vorftand des Forfchungsinftituts ift Herr Dr. Torczyner, Dozent an der Hoch* fchule für die Wiffenfcbaft des Judentums in Berlin, eingetreten. Fernerhin find in die talmudifche Kommiffion Herr Profeffor Dr. Büchler, Direktor des Jews' College in Lon* don, in die Literarhiftorifche Kommiffion die Herren Oberrabiner Dr. Brody in Prag und Oberrabbiner Dr. Gafter in London neu ein* getreten. 2. Mitarbeiter. Im Kreife unferer ftändigen Mitarbeiter ift keinerlei Veränderung eingetreten. Von den Mitarbeitern, die nur die Bearbeitung einer beftimmtenEinzeiaufgabe übernommen haben, find Herr Privatdozent Dr.Obermann aus Hamburg feit diefem Frühjahr als Dozent am Jewifh Inftitute of Religion in New York, Herr Dr. Speyer aus Frankfurt a. M. feit einigen Monaten als Lehrer am hebräifchen Gymnafium in Lit. Krottingen bei Memel tätig, beide werden aber auch in ihrem neuen Wirkungskreis ihre bisherigen Ar* beiten, über die wir weiterhin noch berichten, fortführen. Wir haben im vorigen Berichte mitge* teilt, daß wir Herrn Rabbiner Dr. Theodor aus Bojanowo die Überfiedlung nach Berlin ermöglichen wollten, damit er hier fein Lebenswerk, die kritifche Ausgabe des Midrafch Berefchit Rabba, zu deren Vollen» dung ihm in Bojanowo nach deffen Ab* trennung von Deutfchland die wiffenfcbaft* liehen Hilfsmittel fehlten, in unferem Auf* trage zu Ende führen könne. In dem Augen* blick, in dem die Überfiedlung nach unend* liehen Schwierigkeiten vollzogen war und er in den Kreis unferer Mitarbeiter eintreten follte, ift der trot) feiner hohen Jahre noch vollkommen rüftige und arbeitsfrifche Ge* lehrte einer fchweren Erkrankung erlegen. Es ift für die Wiffenfcbaft ein außerordent* lieh fchwerer Verluft, daß Theodor das Werk, an das er die Kraft eines ganzen Lebens gefegt hat, nicht felbft zum Abfchluß bringen kann. Für die Hälfte des noch unveröffent* lichten Teiles liegt ein ausgearbeitetes Manu* fkript von ihm vor, das indeffen noch der Revifion und Ergänzung bedarf. Für den Reft ift er, foviel die Prüfung feines Nach* laffes ergeben hat, nicht über Vorarbeiten hinausgekommen, fo daß hier die fchwierige Arbeit neu zu leiften ift. Nachdem wir in* deffen die Sorge für das wichtige Werk auf uns genommen haben, find wir entfchloffen, es auch nach dem Tode Theodors zu Ende zu führen, und haben die Arbeit in die Hände des Herrn Dr. Albeck gelegt, der das nächfte Heft, von dem ein Teil bereits von Theodor in Druck gegeben war, in wenigen Monaten herausbringen zu können hofft. 3. Rrbeiten. Wir konnten im vorigen Bericht an* zeigen, daß die Veröffentlichung der erften drei im Forfchungsinftitut entftandenen Ar* beiten unmittelbar bevorftehe. Sie find mit einer durch äußere Druckfchwierigkeiten her* vorgerufenen kurzen Verzögerung im legten

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