Mannheim
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228
18981904
  1. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 67

    7) In libris. Dieses Buch ist mir lieb, Wer es stiehlt, der ist ein Dieb, Er sei Herr oder .Knecht, Es steht der Galgen für ihn zurecht. Die Feder ist mein Pflug, Die Tinte ist mein Samen. Drum bin ich so klug Und schreibe mir meinen Namen …

  2. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 68

    6g Einem anderen Bauern steckt G. Zwecken oder (Nägel in den Stuhl, und als dieser sich darauf setzt, läuft G. mit der Ware davon. G. schickt die Bauern ins Bethhammidrasch, sie sollten dort Holz abladen. Die Bauern warten vergebens auf Bez…

  3. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 69

    …nächsten Freitag kam dieSchabbesgoje mit verbundenen Händen. Sie hatte in Katzengestalt die Prügel eingeheimst4). 2. In Rawitsch hörte einst im Hause des Rabbi X. die Köchin Fische klagen, die sie soeben in den Kessel gethan. Der Rabbi liess darauf…

  4. 1898-01-01 · 1 (1898) · page 84

    … Wu 37!. 8) Jos. 203a. Wu 112. 189. 269, 454. 6j K. 29*. 7) Ueber die Stellungnahme der Rabbinen zum Dämonenglauben vgl Maimonides, Hilch. Akkum C. 11 S 1H, im Ggstz. dazu Thom. v. Aq. Näheres bei Finkelscherer, M. Maim. s Stellung zum Aberglauben. B…

  5. 1898-01-01 · 1 (1898) · page 85

    6 Man lege nichts unter die Dachrinne, denn dort hausen die Dämonen1). Die Dämonen sollen aus Norwegen stammen־). 7. Was am ersten Tage des Monats geschieht, ist bedeutsam für den ganzen Monat, in gutem wie in bösem Sinne3). 8. Ebenso, was …

  6. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 72

    72 Im Ma‘aribh von Rosch hasch') lässt man עשה שלום aus; ״denn עשה *s 2150 v'el *n der Zahl as יספריאל der Schern (Name) vom Malach, der den Soten macht schweigen2) und lernen S’chuss auf Jisroel“. ופרוש עלינו sagt man am Freitag Abend, wei…

  7. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 73

    73 dersehn a kleinczik Stibele. Is er zi dem Stibele zigefuhren. Er is arängekimmen, hot er dersehn en alten Mann sitzen. Hot er gefregt, t\ er konn dü ibbernächtigen Hot der alter Mann gesagt: ,Jo.״ Der hot genemmen ün sech arüsgelegt die …

  8. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 74

    74 in sän Wegerle. Er hot gesehn, as der Bär wäst ihm alls Ding On thit ihm gor nischs, is er gegangen ün hot sech offgesetzt off dem Wegerle. Der Bär hot ungehoiben zi gehn vurös ün er is dem Bär nachgefuhren, bis er hot ihm zigefihrt zim …

  9. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 75

    75 Höbb’n se nischt gewollt. Se hobbn gesugt, a dus is Pickiach nefesch. Er hot ober se nischt gelosst water fuhren, nor se missen be im Schabbes holten. Er hot se zigesugt, as se er werd se geben de beste Pferd, se solln können nach Schabb…

  10. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 76

    76 die Fenster, hobn se Moire gehat ün se hobn angehoibn ze antloifen. Sennen se aroisgekimmen in Hüs ün se hob’n sech ofgeeffnet ön klöne Thir, se solln awegloifen. Is gewen a groisser Grlb mit Wasser. Sennen se alle arän gefallen ün sen d…

  11. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 77

    77 sennen die alle Menschen, wüs sie hot gesehn ver sech, verschwinden geworden. Sie is geblibn allen stehn mit ir Tochter ün hot sie hfcmgenommen. 5) Is amül gegangen a Mäd’I sich baden mit a Jing’l Hobn sie bfcde zi sech geredt, as sie su…

  12. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 78

    78 Ech arbeit bei Tog ün bei Nacht ün Di arbeitst nor bei Tog iin bei Nacht ruhst Di." Hot sich der Ochs angenfen zim Esel: ״De bist ei Naaru. Hot das Esel gefregt: .,Verweis? 4 Hot er gesugt: ״Wal Di host ken Sechei nischt“. ״Was seil ech …

  13. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 79

    79 7. S’is gewün a Purez1). Hot er gehat e Jid. wüs hot mit im alle Geschäften gemacht. En mal is em verloiren gegangen en gitter Ring. Hot er geschickt rifen dem Jiden ün hot im gesogt: ,,Alle Geschäften versorgst Di mir ün ech bin vin se …

  14. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 80

    80 That fand er eine solche an Ort und Stelle und nur durch die schleunige Beseitigung des Leichnams wurde die Gemeinde vor schwerem Unheil bewahrt. 10. Köln: R. Amram, der in K. ein Beth ha־midrasch geleitet, wollte neben seinen Eltern in …

  15. 1898-01-01 · 1 (1898) · page 95

    Trauring. Nach einer photographischen Aufnahme des Herrn Stud. Ernst Löwenherz, Hamburg. Das Original befindet sich in Hamburg. Privatbesitz.

  16. 1898-01-01 · 1 (1898) · page 96

    IV. Sitte und Brauch.1' ״. wie wir gethan, wir und unsere Väter.“ Jer. 44, 17. 1. Im Alltagsleben. 1. Beim Benschen lässt man kein ganzes Brot auf dem Tische-) (weil heidn. Brauch), auch kein Messer, weil einer sich das Messer ״ins Herz ges…

  17. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 82

    82 sonst muss man sie nach dem Tode (״als Eduss“) zusammenlesen. Man wickelt sie in ein Stückchen Papier und legt ein Speichen Holz dazu, welches man von Thür oder Fenster oder (so die Bachurim) von dem Tische, an dem man lernt1), abschneid…

  18. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 83

    83 badet, nach einigen auch: wenn man seine Kleider unter den Kopf gelegt; ferner: wenn man unter einer Kamelhafter oder gar einem Kamel selbst hindurchgeht oder zwischen zwei Kamelen und zwei Frauen, und eine Schwangere zwischen zwei Männe…

  19. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 84

    … des Gottesdienstes ein: ״S’ werd gepreit zum Sochor!“ Dieses Ausrufen kostete zwei Mark Die nächsten Bekannten und der Mohel wurden besonders eingeiaden. H. 14 Am Sabbatmorgen pflegt man das Kind zu besuchen (״Sch’laum Sochor“)3). Acht Tage nac…

  20. 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 85

    85 4. Verlobung, Brautstand, Hochzeit1). 1. Ein Stück vom Brautschleier bringt Glück. S. D. 2. Dasjenige Mädchen, welches in einem Napfkuchen eine absichtlich hineingebackeneBohne findet, heiratet zuerst unter den anwesenden Freundinnen. Fr…