Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 1 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 81)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2642950-2642951-2642952--0083-2643079- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
7) In libris. Dieses Buch ist mir lieb, Wer es stiehlt, der ist ein Dieb, Er sei Herr oder .Knecht, Es steht der Galgen für ihn zurecht. Die Feder ist mein Pflug, Die Tinte ist mein Samen. Drum bin ich so klug Und schreibe mir meinen Namen N. N 8) Der Marschalik1) fragte etwa: Eine L'wone, eine Mikwe und Kinnim — Wie reimt sich das zusammen? In die L’wone kann man gucken, In der Mikwe soll man sich ducken, Gegen Kinnim muss man sich jucken — So reimt sich das zusammen. H. ff) Der Isak kommt geritten, Er hat ‘ne Zeitung in der Hand, Da glauben alle Jidden, Die Cholera sei schon im Land. M. 10a. Reb Efroim Greidiger, der jüd. Till Eulenspiegel. (Pol.) Einst kam dieser Chasen mit seinen Mcschor’rim zu einer geizigen Schweiger (Pächtersfrau). Er fand einen grossen Topf mit Essen vor, doch wollte sie ihnen nichts geben. G. lockte sie hinweg und stopfte rasch seine Hose hinein. Nun überliess sie ihnen alles. Gr. kautt Eier und sagt dem Bauern, er solle seine Arme über einander legen, er wolle sie darauf Stück für Stück abzählen. Als er nun bereits eine grössere Anzahl auf des Bauern Armen aufgehäuft hatte, lief er mit dem Rest davon Der Bauer konnte, wollte er nicht den ganzen Haufen fallen lassen, nicht von der Stelle. O. S O. S. i) Vgl. Ka 134 f.