Mannheim
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  1. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 1

    Wien, am 1. Februar 1866, Ein Volksblatt;ur Belehrung und Unterhaltung für Israeliten. Zweiter Iahr^ (Die Mene.) Pränumerationsbetrag ganzjährig 4 fl. 50 kr., halbjährig 2 fl. 30 kr. mit Postzusendung und Zustellung in's Haus. — Erscheint a…

  2. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 2

    — 26 — Die Hasmonäer. Historische Novelle, aus dem Englischen. (Fortsetzung.) Zehntes Kapitel. Die Schlacht und der Tod. „Ich fürchte, der Feind hat uns überlistet," sagte Simon etwas zaghaft zu seinem Vater, dem alten, kühnen und kampflust…

  3. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 3

    — 27 — dem Könige gehalten; dieser satanische Plan, dieses Lügengewebe hat mich bekehrt. Ich bin dein Diener." „Stehe auf und knie vor keinem Menschen," befahl Matathia und der Fremde gehorchte. „Wann wird der Feind uns angreifen?" „Sobald …

  4. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 4

    — 28 — finde ich dich wieder." Die Söhne knieten nieder und er legte segnend ihnen die Hand aufs Haupt. „Seid einig!" war seine letzte Ermahnung, dann küßte er die Tochter und Gattin, erhob sich nochmals und sprach: „Gott ist mein Panier," …

  5. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 5

    — 29 — Zerknirscht lag Menelaus auf dem Divan und gedachte seiner eilMen Tochter, der vielleicht dasselbe Loos bevorstand. Er rannte nicht ahnen, daß Amram von dem jüngsten Ereignisse in seinem Cabinete etwas wußte, und glaubte in dieser Zu…

  6. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 6

    — 30 — „Sie entließen uns und behielten Jose ben Joeser," ergänzte Alkymos. „Lebendig?" „Ja, mein diviner Herr!" „Dann wird der alte Rabe krächzen und Verderben schreien. Alkymos,-du hast deinem Könige eine Schlacht verloren." „Ach Gott, ne…

  7. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 7

    — 31 — Es war eine grausige Winternacht, der Wind fuhr in dumpfen Stößen, der Schnee fiel in nassen Flocken von dem schwarz umschleierten Himmel, eine jener Nächte, die die Wegelagerer und die Schmuggler herbeiwünschen als Deckmantel für ih…

  8. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 8

    - 32 — „Es ist nichts, Iwan," erwiederte Jener. „Hast Du was bei ihm gefunden, Wassilj?" „Einige Kopeken. Willst Du einen Schnaps, Iwan?" „Gib her." — Und er leerte den Krug und kehrte zum Quincaillerie-Koffer zurück, den Kosaken und den Sc…

  9. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 9

    Beitage zu Nr. 3 -er „Debarah". sammtenen Fauteuils sitzen sie, die Unsterblichen, auf deren sonst so ernsten Zügen heute ein seltsam aus Feierlichkeit und Wohlbehagen gemischtes Lächeln ruht. Doch wir müssen, um nach den Lehren unseres Mei…

  10. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 10

    — 34 — zu erhalten. Da mit der Oeffentlichkeitserklärung der Jeschrbas die Militärbefreiung verbunden ist, so ist selbstverständliä) ein Emporblühen des Talmudstudiums zu erwarten. Zum Ruhme' vieler unserer Jeschibas sei daher hervorgehoben…

  11. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 11

    — 35 die Tugend der Brüderlichkeit und des Zusammenhaltens mit den leidenden Stammesgenoffen hervorhob und nachwies, wiedaswohlthätige Zusammenhalten und Zusammenwirken in Israel stets heidie Bewohner von Meros den Fluch aussprach, „weil si…

  12. 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 12

    — 36 — gehen, welche sie als autonome religiöse Genossenschaft anstreben will? Sollen sie die Regierung um Einberufung einer Notabelnum so mehr als wichtig empfohlen, als selbes im Interesse sowohl der Israeliten selbst, als der Vertretung …

  13. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 1

    Wien, am 1. März 1866. Ein Volksblatt zur Belehrung und Unterhaltung für Israeliten. (Dis Zweiter Iahrg. Nahum. Wen sollen sie zum Boten wählen? „Auch gut!" spricht laut des Volkes Mund. Die Zeit ist kurz, lang sind die Meilen, Fängt kaum d…

  14. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 2

    — 48 — Wie wenn die Soone kaum erschienen, Den Schatten finst'rer Wolken weicht, So weicht das Lächeln aus den Mienen Da er den Deckel hebt vom Schreine Und sich enthüllet seinem Blick, Statt der gehofften Edelsteine, Muß mehr als ein gemei…

  15. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 3

    — 49 — „Mein Herr und Gebieter!" sprach Philarches, „wenn du einem treuen Diener im Namen seines Königs ein Wort erlaubst, so höre mich. Ich rathe dir, ich bitte dich, den Feind nicht anzugreifen, bis unsere Armee bedeutend verstärkt ist." …

  16. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 4

    — 50 - „Vergesse nicht, mein diviner Herr! daß ich dein Freund bin," sagte Philarches. „Ich werde nie vergessen, der Deinige zu sein," sagte Menelaus, als Philarches wegging. „Ist es möglich, daß Menschen so höllisch und satanisch verräteri…

  17. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 5

    — 51 — es soll dir gegeben werden. Was ist dein Begehr, sei es das halbe Königreich, es soll dir gegeben werden. Da sprach Esther: „Wenn ich Gunst gefunden in deinen Augen, o König, und wenn es dem Könige gefällt, so werde mir mein Leben ge…

  18. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 6

    — 52 — stellung der Lustigkeit und des tollen Treibens als Regel bin. Die Heiterkeit muß von selbst kommen nach dem Selbstbewußtsein der vollzogenen Pflicht und dann mag ein improvisirter heiterer Abend, sagen wir sogar eine Nacht, hingehen…

  19. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 7

    — 53 — Deäk will das Wort Bürger in seinem Entwürfe auch auf die Juden ausgedehnt wissen, will Freiheit für Alle, ohne Unterschied der Religion. Das, was eine halbe Million bisher schmerzlich entbehrte, soll ihnen werden, soll ihnen durch d…

  20. 1866-03-01 · Heft 5 (1.3.1866) · page 8

    — 54 — Ein Curiosum ans Volksfest zum Gegenstände hat, und derartige Feste und Aufzüge dem Monate Adar nicht ferne stehen; ferner zeigt diese Begebenheit, wie der damaligen jüdischen Bevölkerung eine Ahnung mag vorgcschwebt haben, es werde …