Deborah
- Journal
- Deborah
- Volume
- 2 (1866)
- Issue
- Heft 5 (1.3.1866)
- Date
- 1866-03-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 53 — Deäk will das Wort Bürger in seinem Entwürfe auch auf die Juden ausgedehnt wissen, will Freiheit für Alle, ohne Unterschied der Religion. Das, was eine halbe Million bisher schmerzlich entbehrte, soll ihnen werden, soll ihnen durch den hochherzigenKönig, unseren allergnädigsten Kaiser und Herrn, durch die ehrwürdigen Väter des Reiches v erb rieft, versiegelt werden. Was wir geahnet, soll in Erfüllung gehen, ist es doch nur zu wahr, daß die wahre Freiheit einer Nation nur dann einkehren kann, wenn auch nicht einer seiner Bewohner gedrückt ist. Deäk will vorläufig den Gegenstand keiner Specialdebatte unterziehen, da die Civilehe-Frage möglicherweise die Geistlichkeit reizen könnte. Buntes. Die H aman-Kiapprr. Und wo heiße Wunden brennen, Nehmt als Balsam Rebensaft, Fröhlich müßt Ihr anerkennen Für der Juden Leib und Glieder Und für deren Kinder Blut. Otter, Natter, Gift der Schlangen Noch er immer Plagt, Schafft uns täglich Noth. — Und Ihr Männer rauscht, Und Ihr Greise brummt, Und Ihr Alten plauscht, Und Ihr Jungen summt! Schenkt in Becher ein, Füllet den Pokal; Auf! — mit Feuerwein Würzet heut' das Mahl. Holde Esther! Du Hadaffe, Und Ihr, Esther unsrer Zeiten, Die Ihr rosig an uns lacht, Haman.