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Deborah · 1866-02-01 · Heft 3 (1.2.1866) · page 12

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Journal
Deborah
Volume
2 (1866)
Issue
Heft 3 (1.2.1866)
Date
1866-02-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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— 36 — gehen, welche sie als autonome religiöse Genossenschaft anstreben will? Sollen sie die Regierung um Einberufung einer Notabelnum so mehr als wichtig empfohlen, als selbes im Interesse sowohl der Israeliten selbst, als der Vertretung der Nation liegt, denn die Vertretung ist jedenfalls entschlossen, der Ausnahmsstellung der Israeliten ein Ende zu machen, auch wenn ein Theil der öffentganisation hat, muß für das Volk etwas Mystisches, Grauenhaftes, Antipathisches sein. Auch die hier erscheinende „National-Zeitung" schreibt: Es hat einiges Aufsehen erregt, daß unter den Commissionen, deren Einsetzung in der jüngsten Conferenz der Partei Deäk beschlossen wurde, sich nicht auch eine solche befindet, welche sich mit der Religionsfrage und speciell mit der Frage der Juden-Emancipanoch, wenn gleich nur moralisch, den mittelalterlichen gelben Fleck anheften möchte. Ja. es ist schrecklich, es ist schauderhaft, ja noch mehr, es ist auch — merkwürdig! Denn vor einem Viertel-Jahrhundert, auf Beleidigung einer gesetzlich anerkannten Kirche lautete, auf eine bestimmte Zeit vertagen lassen. Der „Wau Wau", der Andern Furcht und Schrecken einflößen will, hat dieses Mal selbst Tremor bekommen, und sah sich daher veranlaßt, am Tage vor der öffentlichen Gerichtsverhandlung ein Abbittschreiben an den Vorstand zu richten, worin er versprach, in der nächsten Nummer öffentlich zu widerrufen und auch in Zukunft keine Angriffe auf das Iudcnthum mehr zu machen. Der Vorstand hat nach dem jüdischen Charakter sich versöhnlich gezeigt. Wird aber der „Wau Wau" wohlfeilen und gemeinen Witzen regaliren können? Ich glaube, dieses seinsollende Witzblatt, dessen ganzer Witz bisher blos im Mauscheln sich entfaltete, hat durch diese Capitulation sich den Todesstoß versetzt. niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer zu ihrer gestern stattgefundenen Präsidentenwahl Glück wünschen. Sie hat auf einen Mann gegriffen, der nicht blos Kenntnisse und Tüchtig- und überdies ein Mann von unabhängigem Charakter ist. Herr Winterstein, der etwa sechs- bis siebenundvierzig Jahre alt sein mag, ist in Prag geboren, wo er nach vollendeten Gymnasialniederösterreichischen Landtag und von diesem wurde er in den Reichsrath gewählt. Im Abgeordnetenhaus fand die Tüchtigkeit Winterstein's besonders in finanziellen und national-ökonomischen Mitglied der Direktion der Anglo-Austrian-Bank ist. In allen

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