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  1. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 177

    — 177 — Das alles sind freilich Übelstände und JEntartungserscheinungen, die sich keineswegs auf die jüdische Bevölkerung beschränkten, sondern —jals düstere Kehrseite des glänzenden wirtschaftlichen Aufstiegs — gleichermaßen den „besseren"…

  2. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 178

    …nd auf zu befreiender Tat, und die iKameradenidee wurde geboren. Was wollen wir Kameraden? Äußerlich angesehen: turnen, allerhand Sport treiben, wandern. Von innen heraus betrachtet, haben wir unendlich größere Aufgaben und werden sie? lösen. Wir wo…

  3. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 179

    — 179 — Schätzung, mit welcher der junge „Germane" dieserhalb auf ihn herabblickt, ihre nicht ganz zu leugnende Berechtigung nehmen. Die Erfolge des K.-C, dessen Arbeitsfeld naturgemäß ein ungleich* engeres ist, beweisen, wie sehr wir damit…

  4. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 180

    — 180 — tilgen?. Jedoch ich kenne den Geist, der ganz besonders in den jugendlichen Führern und Führerinnen lebt, diesen Geist, den sie, von einer tiefen Liebe zu Judentum und Deutschtum getrieben, auf der Wanderung uns in den „Heimen" hine…

  5. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 181

    — 181 — auf der einen, diesem geschärften kritischen Blick auf der anderen Seite nicht passen will und ihn frenijd anmutet, wie er auch selbst da,' bisweilen als fremdes Element empfunden werden mag. Und so zieht er sich von jenen Vereinen …

  6. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 182

    — 182 — sammenhang mit den treuen Gefährten daher nicht aufgeben wollen. Vor allem aber warten des Kameradenverbandes noch Zukunftsaufgaben, die wohl nur er wirksam in Angriff nehmen kann, für die er aber der Zusammenfassung aller derer bed…

  7. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 183

    — 183 — auch Herrn Stern nun nicht mehr „ideenarm" erscheinen wird, könnte durch die Hineintragung religiöser Gegensätze nur gestört und in Verwirrung gebracht werden. Wir wollen in unserem Bunde Burgfrieden zwischen orthodox und liberal ha…

  8. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 184

    — 184 — fortentwickelnden Judentums haben wird. In einer unendlich wichtigen Einzelfrage: in dem Streit um die Einführung konfessionellen jüdischen Volksschulen' werden wir sogar die Kameraden, die jede vermeidliche Absonderung von dem übri…

  9. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 185

    — 185 — Jugend unter sich nicht ohne dies auskommen? Genügt: nicht für die Anrede der gute und ehrliche«Name, den ein jeder mitbringt. Es sollte nicht nur ungeschriebenes Gesetz,, sondern geschriebenes'Recht in unseren Iiis werden, daß dies…

  10. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 186

    — 186 — Gerungen, die wirdabei aufstellen, müssen im gleichen Geiste gehalten sein. Dazu kommen dann die Fragen der großen jüdischen Politik, insbesondere die des jüdischen Palästina. Mit einer etwas kühl abwehrenden Geste, wie sie der „Auf…

  11. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 187

    — 187 — -ergäbe doch ein Verbundensein, von dem man sich manche Vorteile versprechen müßte. In jedem Iii gibt es bestimmt zeichnerisch Begabte, wie wäre es da mit einem frischen und frohen Wettbewerb? Natürlich müßten die Vorschläge auch pr…

  12. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 188

    — 188 — seine Entstehung und religionsgeschichtliche Bedeutung könnte einmal aus berufener Feder geschrieben werden, wir wollen hier.nur darauf hinweisen, daß an ihm bekanntlich der letzte und erste Abschnitt der Thora vorgelesen wird. Beme…

  13. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 189

    — 189 - ten aufgehört, im Nissan sind die Israeliten erlöst und im Tischri werden sie einst erlöst werden. R. Josua sprach: im Nissan ist die Welt erschaffen, im Nissan sind die Erzväter geboren und gestorben, am Pessach ist Isaak geboren, …

  14. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 190

    …oktor . . ............8.— „ Guttfeld .... .............8.— „ ............8.- „ . ...........8.- „ ............8.— „ Aus Breslau, gesammelt durch Alfred Berger: N. N. . '. . . . ...........2000.— Mk~ ........... 100.— „ Curt Brienitzer ...........1…

  15. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 191

    …kantor Henle - Hamburg, anläßlich seines 70. Geburtstages..........20.— „ Assessor Dr. Wagner-Myslowitz......10.— „ Aus Breslau : Ruth Hoff mann............ 1.50 Mk. Erich 1 Bayer dankt Max Nebel-Hamburg für gewährte Gastfreundschaft.......20.— „ …

  16. 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 192

    …rerin Hedwig Gadiel, Promenadenstraße. III. Vertrauensleute. D ü 's'S e 1 d o r f : Ralph Lewin, Graf Adolf straße 44. .Elberfeld : Hans Fischel, Hansastraße 60. Kattowitz : Ernst Liebermann, Friedrichstraße 63. Königshütte : Rechtsanwalt Erich Schl…

  17. 1920-10-01 · Heft 10 (Oktober 1920) · page 1

    Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands. Nr, 10 I Oktober 1920 | Jahrg. II Inhalt: Zur Seelenfeier i — Der Sabbath alt Gesetz und als ethische Forderung. — Die Thora, Quelle jüdischer Gemeinschaft. …

  18. 1920-10-01 · Heft 10 (Oktober 1920) · p. Seite 194

    — 194 — Pietät fragen? — Das Leben ist ja viel gewaltiger als alle Probleme, die Mienschenseele tiefer und vielfältiger als all unsere Konstruktionen von ihr? . . . , Man ihat, so lange man denken kann, innerlich wie äußerlich mit einem Men…

  19. 1920-10-01 · Heft 10 (Oktober 1920) · p. Seite 195

    — 195 — beider Existenz nie beweisbar. Gott wirkend, auch wenn wir ihn leugnen, die Toten in ihren Taten fortlebend, auch ohne unser Gedenken. Gott braucht die Menschen nicht und gab ihnen doch das Gebot, ihn zu lieben* eb'en für ihr eigene…

  20. 1920-10-01 · Heft 10 (Oktober 1920) · p. Seite 196

    — 196 — werfen. Das Judentum kann als Schöpfer der Demokratie im edelsten Sinne bezeichnet werden. Es verkündete der Welt die Nächstenliebe, es schuf den demokratischen Gedanken gegenüber dem absoluten Machtstandpunkt der anderen Völker. Vo…