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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands · 1920-09-01 · Heft 9 (September 1920) · p. Seite 187

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Journal
Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
Volume
1920
Issue
Heft 9 (September 1920)
Date
1920-09-01
Page
Seite 187 (sequence 27)
Language
German
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— 187 — -ergäbe doch ein Verbundensein, von dem man sich manche Vorteile versprechen müßte. In jedem Iii gibt es bestimmt zeichnerisch Begabte, wie wäre es da mit einem frischen und frohen Wettbewerb? Natürlich müßten die Vorschläge auch praktisch durchführbar sein. Lotte Leschziner - Breslau. Schrifttum und Literatur. Der Monat September ist zu einem großen Teil ausgefüllt von unseren hohen Feiertagen. Wir haben schon bei einer früheren Gelegenheit darauf hingewiesen, daß unsere Feste in ihrer Bedeutung zum Teil auch in ihrer ganzen Einrichtung sich allmählich entwickelt haben, das zeigt sich besonders beim Rosch-haschana, das in der ganzen Thora nicht mit diesem Namen bezeichnet wird. Es wird gefeiert am i. des siebenten Monats, v/ährend der Jahresanfang in den Frühling fällt. Der erste Tag des siebenten Monats ist ein Tag des Gedenkens und des Posaunenschalls und wird in den älteren Teilen des Pentateuch ebenso wenig erwähnt wie der Jaum kippur. Das zeigt sich auch bei der Thoravorlesung insofern, als am Neujahrsfeste von diesem selbst nur im Maphtir gesprochen wird. Die eigentliche Thoravorlesung r. Mose 22 1—17 enthält die Erzählung von der Opferung Isaaks, als Grund dafür wird angegeben, daß bei dieser Erzählung, das Horn des Widders erwähnt wird, aus dem der Schofar hergestellt wird. Man wird zugeben, daß das eine recht äußerliche Beziehung ist, und daß man sicher eine andere Vorlesung gewählt hätte, wenn man eine bessere Beziehung in der Thora hätte finden können. Die Vorlesung am zweiten Tage enthält nicht einmal eine so äußerliche Beziehung zum Feste, sie erzählt nämlich die Geschichte von der Vertreibung Hagars und Ismaels und ist nur gewählt, weil sie sich unmittelbar an die Erzählung von der Opferung Isaaks anschließt, und weil es nach dem Religionsgesetz verboten ist, am Feiertage die Thora zu rollen; wir wollen hierbei gleich bemerken, daß aus dem gleichen Grunde am Nachmittage des Versöhnungstages, die Gesetze über die verbotenen Ehen vorgelesen werden, die sich in der Thora unmittelbar an die Vorschriften für diesen Tag anschließen. Ganz anders liegen die Dinge am Laubhüttenfeste, das in allen Teilen der Thora erwähnt wird, für das daher leicht eine Thoravorlesung gefunden werden konnte. Eine eigenartige Stellung nimmt der zweite Tag des Schlußfestes ein, Simchas - Thora, Thorafreudenfest. über

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