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  1. 1920-03-01 · Heft 3 (März 1920) · p. Seite 57

    — 57 — Sprache gelesen. Hat der Ausänder sie hebräisch gehört, so hat er seiner Pflicht genügt. Hat man sie mit Unterbrechungen oder schlummernd gelesen, so hat man sich seiner Pflicht entledigt. Wer sie aufgeschrieben, laut vorgetragen ode…

  2. 1920-03-01 · Heft 3 (März 1920) · p. Seite 58

    — 58 — betete er so lange zu Gott, bis der Getötete wieder lebendig wurde. Im nächsten Jahre sprach Rabba zu R. Zera: „Komm wir wollen wieder das Purimmahl zusammen halten." Dieser entgegnete aber: „Ein Wunder geschieht nicht in jeder Stund…

  3. 1920-03-01 · Heft 3 (März 1920) · p. Seite 59

    …....... 5-— Günther Fröhlich - Ratibor anläßlich der Ver¬ 5.— Rechtsanwalt Stern - Berlin, Erich Bayer, Alfred Berger - Breslau gratulieren Dr. Erwin Seligmann-Frankfurt a. M. zur Verlobung, je . . 10.— Anläßlich des Purimfestes : Erich Kohn-Schwe…

  4. 1920-03-01 · Heft 3 (März 1920) · p. Seite 60

    …biner Dr. Rosenthal; Schriftführer Salo Translateur. III. Vertrauensleute* Düsseldorf : Ralph Lewin, Graf Adolfstr. 44. Elberfeld : Hans Fischel, Hansastraße 60. Kattowitz : Ernst Liebermann, Friedrichstraße 63. Königshütte : Rechtsanwalt Erich Schl…

  5. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · page 1

    Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands. Inhalt: Das Gesetz. — Sünde. — Die Betätigungspflichten der jüdisch-liberalen Jugend,— Biblische Märchen. — Schrifttum und Literatur. — Der Prophet Arnos. — …

  6. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 62

    — 62 — steht. Es ist eben mehr als ein Hilfsmittel, es ist der einzig mögliche äußerliche Ausdruck einer sittlichen Ideenwelt, die die Grenzen menschlichen Könnens nicht überschreitet, um sich in den nebelhaften Fernen einer unmöglichen Ehi…

  7. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 63

    — 63 — etwas Lebensfremdes, man lebt dort in der Sphäre einer gewissen Selbsttäuschung. Diese vermeidet der Liberalismus durchaus. Für ihn ist das Gesetz das Bindeglied zwischen Lehre und Leben. Er sieht voraus, daß reale Dinge vorhanden si…

  8. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 64

    - 64 — derei", von Kleinlichkeit an sich. Man glaubt oft, daß gerade dieses Kleinliche im Judentum durch das Gesetz gefördert wurde. Es kann zuweilen so sein, notwendig durch das- Wesen der Erörterung ist es aber nicht. Das Gesetz, richtig"…

  9. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 65

    — 65 — freiheitlichen Gesinnung und Tat, aber aüch die Heuchelei. Die Furcht vor dem gesellschaftlichen Boykott in der Gemeinschaft zog die Indifferenz nach sich, weil man nicht wagte, öffenttich zum Liberalismus sich zu bekennen. Es herrsc…

  10. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 66

    — 66 — ein „Gotteshaus mit Orgel" zu betreten oder darin zu „beten". Die Hinwegwälzung der Sünde war eine-Tat, eine rettende Tat. War eine reinliche Scheidung zwischen Buchstabengläubigen und denen, die an Entwicklung glauben. War aber doch…

  11. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 67

    — 67 — Wer mit Leib und Seele Jude sein will, der muß das Judentum kennen. Kennen nicht aus Vorträgen, noch weniger aus den Darstellungen nichtjüdischer Schriftsteller, und wären sie die größten Gelehrten in ihrem Fache. Damit ist nämlich n…

  12. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 68

    _ 68 — / gesagt ist: Liebet eure Feinde, segnet die euch fluchen/ tuet wohl denen, die euch hassen, betet für die, so euch beleidigen und verfolgen.** Ein Vergleich der Lehren über den Verkehr zwischen Juden und Nichtjuden, wie sie das „Buc…

  13. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 69

    — 69 - unter Leitung eines Sachkundigen über die Vorträge oder über vorher festgesetzte Themen aus der jüdischen Religionslehre und aus der jüdischen Geschichte durch Rede und Gegenrede sich aufzuklären. Welch unschätzbaren Wert es für unse…

  14. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 70

    — 70 — sches Bild, wenn man so viele immer und immer wieder nach Gott fragen und Gott suchen sieht. Sollte das nicht damit zusammenhängen, daß wir Gott m i t m e nschlichem Maße zu messen gewöhnt sind, daß wir nicht die Grenzen der menschli…

  15. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 71

    — 71 — sondern muß durch die Tat sich bewähren. Das Judentum ist keine graue Theorie, sondern eine Lebensauffassung und bestimnute Lebensführung. Nun hören wir freilich den Einwand, daß unser Gottesdienst und so manche Bräuche des Judentums…

  16. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 72

    — 72 — Denn ein sehr umfangreicher Teil der fünf Bücher Mose enthält überhaupt keine Gesetze und Vorschriften, sondern besteht aus Berichten und Erzählungen. Und diese Berichte und Erzählungen verdienen ebenso sehr die Benennung „Thora". „L…

  17. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 73

    — 73 — begriffen, wohin der König Balak ihn geladen, um das Volk Israel zu verwünschen. Israel hat dem Bileam zwar nie etwas zu Leide getan; dennoch folgt er dem königlichen Rufe, denn ihm' winken Gewinn und hohe Ehre. - Bileam reitet auf s…

  18. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 74

    — 74 — will auch nicht einfach umkehren, ohne überhaupt gesprochen zu haben. Er will das Volk segnen, und er segnet es ungeachtet des glühenden Zornes des Königs von Moab. Wer möchte nun wohl diese Erzählungvon Balak und Bileam, richtig auf…

  19. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 75

    — 75 — Sammlung der Gemeinde Israel soll es schlachten. Unter Versammlung, Gemeinde und Israel ist je eine Abteilung zu verstehen. Wenn die erste Abteilung eingetreten und der Tempelhof gefüllt war, wurden die Türen desselben geschlossen, d…

  20. 1920-03-01 · Heft 4 (März 1920) · p. Seite 76

    _ 76 Abajje sprach: Es heiße „wurden geschlossen" (durch öin . Wunder). Raba sagte „schloß man". Der Unterschied zwischen den beiden Gelehrten besteht darin, daß Abajje meint, man verlasse sich auf ein Wunder und Raba, man tue dieses nicht.…