Mannheim
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  1. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 50

    50 züglich eine Vereinfachung der Gebete.׳und daß auch die Mädchen am öffentlichen Gottesdienste fortan Theil nehmen sotten. Dieses war ihnen aber von jeher wenigstens nicht verwehrt, , und man sah bisweilen, besonders an Festtagen, jüdisch…

  2. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 51

    …" ft!r Einzelne wenn es verlangt wird, gestattet. Der Großherzogl. Mecklen-' burg-Schwerinsche Landes-Rabbiner Herr Dr. Holdheim hat in seiner Synagogen-Ordnung angeordnet, daß jüdische Leichen im Schwerinschen nur in Särgen beerdigt werden sollen.…

  3. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 52

    Kurzem schreitet man nun in Berlin, wie die politischen Zeitungen folgendermaßen mittbeikn, zu dieser gesetzlichen Regulirung. „Nach dem, die bürgerlichen Verhältnisse der Juden in den alten Provinzen Preußens betreffenden, königlichen Edic…

  4. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 53

    … (Kolnidre), mit dem 103ten Psalm eingeleitet wird. Als der Herr Rabbiner •Dr. G d g e r im Mai 1844 in der Synagoge zu Breslau (dort überhaupt zum ersten Male) eine Anzahl jüdischer Mädchen confirmirte, verkündeten es Zeitungen als etwas völlig N…

  5. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 54

    51 gleich Höchsten Orts gesetzlich festgesetzt, in der Haupt-Synagoge Statt findet, so daß also diese Gemeinde als die erste in Deutschland bezeichnet werden kann, welche nach dem Bor- * bilde der bereits vom israelitischen Konsistorium im …

  6. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 55

    55 statthast ist. Die Idee eines Judeneides ist in der Lhat so unverträglich mit dem allgemeinen Geiste der französischen. Gesetzgebung, daß man kaum begreift , wie noch immer einzelne Gerichtshöfe auf die Leistung desselben erkennen konnte…

  7. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 56

    56 Braunschweig, 28. Jan. Das von den Ständen genehmigte Gesetz über die Eide der Juden ist bereits unterm 24. Januar ins Land ergangen. Es schreibt für die Juden- Eide die sehr einfache Formel vor: „Bei dem Ewigen, meinem Gotte, schwöre ic…

  8. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 57

    " ■ 57 gerte) ist Jude und stolz auf feine rdnf>ebratfcf)e 2f6Punft; ob der Sohn zum Christenthume übergegangen, weiß man nicht; Kriegeekosten benutzt? In Frankreich z.D. geschah diewährend der Revolution von den Christen, eben so in Italie…

  9. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 58

    …ten biographischen Skizze desselben. In dieser heißt es u. A.: „Auerbach ist aus dem Schooße einer jüdischen Familie zu Nordstetten im Schwarzwalde Servorgegangen. Sein Vater ist gestorben, seine hochbetagte fromme Mutter lebt noch in dem Dorfe und si…

  10. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 59

    ren Benjamin nennt und auf den sie stolz ist. Auerbachs Brüder, die mit ihr leben, treiben Handel, wie ihn der Vater trieb. Seine Schwäger und Vettern sind Schullehrer , Rabbiner und größtentheils Männer von großer Gelehrsamkeit in ihrem Fa…

  11. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 60

    60 MMn sägt : Wie tanze wird es noch dauern, bis mein Schatten da ist? — Fragt man Jemanden: Warum find Sie nicht stüher gekommen? — Weil ich meinen Schatten erwarten mußte! ist die Antwort. Im siebenten Kapitel , Vers 2, des Buches Hiob he…

  12. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 61

    …ür deren Wahrheit, ich einstehen kann , und die dasselbe von dem Volke anderer Städte Deutschlands , namentlich Prags , Breslau's rc. gewiß zu seiner Ehre unterscheidet. Der Magistrat- und die Stadtverordneten hatten nämlich einen großen Zug vom K…

  13. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 62

    ' . 62 ' tritten mehrerer Fabrikarbeiter, welche kürzlich in Berlin Statt fanden und die durch das Verlangen eines höhern Arbeitslohnes entstanden, von keinem der Arbeiter oas Wort: .„Juden" erwähnen hörte, obwohl mehrere der Fabrikanten, g…

  14. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 63

    63 bloß durch daS Eigenthümliche ihrer Sitten, Gewohnheiten, Costume und Wohnungen eine eigene kleine Stadt in der großen bilden, sondern auch unter sich selbst in mehrere (?) ziemlich scbarf geschiedene Gemeinden zerfallen. Die spanische G…

  15. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 64

    .V 64 In der Schleswigschen Ständeversammlung von 1844 sprach der menschenfreundliche Herr O,-G.-Advokat Beseler für die Annahme der Juden beim Militair und für deren Emancipation, erwähnte unter Anderm, daß der General Wolf und der Marscha…

  16. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 65

    wmmmm m 65 „Juden - Emancipation" geschrieben, welches komisch genannt werden könnte, wenn «S nicht zugleich — bei angestellter näherer Betrachtung darüber — etwas tragisch wäre. Nachdem der Verfasser nämlich in der Einleitung so lieblich t…

  17. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 66

    66 orientiren braucht, in denen die Juden bereits, $. 85, in Kürbissen, emancipirt sind.) Außerdem, daß der Verfasser die deutschen Juden „Fremdlinge" zu nennen beliebt, meint der gute Mann auch noch: „daß, da sie nicht mehr wie früher verf…

  18. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 67

    …während seiner Anwesenheit in Luxemburg im Sommer 1844 auf die amtliche Anrede des dortigen Ober- Rabbiners, Herrn Dr. (Samuel Hirsch, ertheilte, verdient gewiß vorzüglich, in diesem Archiv für Israeliten aufbewahrt zu werden, sowohl als einen neuen Bew…

  19. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 68

    68 ■V Der Ober-KreissRabbiner Herr B o r ch ard t in Friedland in der Oberlausitz, erklärt in der Berliner Zeitung , er werde bald eine Schrift in 10 Brochüren herausgeben, betitelt. „Freimaurer-Orden und Mystik der Hebräer," und die aus de…

  20. 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 69

    69 sitze der Rheinprovinzen, de- Posenschen u. f. w., überhaupt nicht so stark war als 1815 und daß, während so viele Juden im Befreiungskriege vom größten Patriotismus beseelt, tapfer für ihren König und ihr Vaterland gefochten, dafür die …