Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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" ■ 57 gerte) ist Jude und stolz auf feine rdnf>ebratfcf)e 2f6Punft; ob der Sohn zum Christenthume übergegangen, weiß man nicht; Kriegeekosten benutzt? In Frankreich z.D. geschah diewährend der Revolution von den Christen, eben so in Italien während der französischen Kriege, und selbst schon im siebenjährigen Kriege nahmen die damals gewiß doch nur ch ristli ch e n preußischen Soldaten, wie wir glauben in Bamberg, 12 silberne Apostel, diesiedort in Lebensgröße gearbeitet, vorgefunden, aus der Kirche als Beute mit, und schickten sie in die Münze des Juden Beitel Ephraim nach Berlin, .mit den Worten : Nun geht in alle Welt u, s. w. Aber so geht es. Wenn man nur in solchen Fällen irgend herausbrisigen kann, daß derjenige, welcher eine üble That verübt, oder Manchem im Wege steht, jüdischer Abkunft ist, und wenn er es auch nur von vielen Jahren her sei, so ist das willkommenum sagen zu können: „sehetso etwas konnte nur von einem I u de n geschehen!" Diese guten Leute bedenken aber nicht und sagen es auch nie gern, daß die von ihnen so Hochverehrten im Evangelium ebenfalls jüdischer 2(bkunft und also keine geborne Christen waren. Nur da wo es auf einen Seitenhieb. ankommt, erwähnen die Judenfeinde gleich den I u d e n," obgleich sie sogar oft wie hier , es-nicht einmal b e st i m m t wissen, ob der von ihnen Erwähnte wirklich jüdischer Abkunft sei. Was die Person MendizabalS betrifft , so enthält selbst die Schrift des englischen Missionairs George Borrow („Fünf Jahre in Spanien u.s.w., Breslau bei Max u. Comp., 1844.") keinen Beweis dafür, wenn eS nämlich in derselben von Mendizabal bloß heißt: „Ich habe, dachte ich bei mir selbst, einen diesem ganz ähnlichen Blick unter den Beni Israel gesehen," und wenn ein spanischer Minister in der neuesten Zeit kein Freund der Bibelgesellschaften und kein Strenggläubiger ist, so beweist dieses doch noch keineswegs, daß er jübischer Abkunft sein müsse. Borrow sagt nämlich hierüber: „Ich fand, wie man mir schon gesagt hatte, in ihm einen Atheisten und bittern Feind der Bibelgesellschaften, von welchen er in gehässigen und verächtlichen Ausdrücken sprach und keineswegs einen Freund der christlichen Religion, was ich nur leicht erklären konnte." s?) Bloß aus historischem Interesse theilen wir über diesen überall vielbesprochenen Gegenstand, in der Sulamith etwas mit, nicht aber nur, weil Mendizabal wirklich jüdischer Abkunft'sei, denn so etwas liegt nicht in der Tendenz dieser Zeitschrift, und