Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
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ftcfr-in —9Pfobrijb^iefr^licf~^nb^f<lnim~SEaiij^U^n:^wrp&rgen sollte, verweigerte er dies, glejchwohl hat er in den Cortes mehrmals auf das Evangelium geschworen. *) Sein Vater hielt in Cadix (Es durften sich doch, aber früher keine Juden in Spanien aufhalten? D. H.) eine Trödelbude, die dem jungen speculätiven Mendez aber bald, zu eng wurde. Juan verließ die. Vaterstadt, führte das abenteuerlichste Leben, trieb Mancherlei, kam nach Lissabon und leistete Don Pedro manche Dienste, namentlich gelang es ihm, für den Kaiser in London eine Anleihe zu Stande zu bringen, was ihn zuerst in weitern Kreisen bekannt machte. Er selbst erwarb sich dabei ein großes Vermögen und als man in Spanien Jemand brauchte, der Geld zu verschaffen verstehe , wurde Mendizabal 1835 zum Finanzminister ernannt. Bei seiner Rückkehr aus London wurde er wie der Befreier und Retter des Vaterlandes empfangen u. s w. Kurz vor dem Sturze Espartero'strat er noch einmal in das Ministerium, mußte aber, als die Gegenparthei siegte, fliehen und "er befindet sich jetzt in Frankreich s (Sein Leben im Ehestände kann man keineswegs moralisch nennen.) In „Lewald's Europa*' (3. Bd. 13. Lieferung, von 1844) befindet sich das Bildniß des beliebten Schriftstellers Herrn B e rtho ld Auerb ach, mit Beifügung einer interessanten, von dem Herrn Redakteur mitgetheilten biographischen Skizze desselben. In dieser heißt es u. A.: „Auerbach ist aus dem Schooße einer jüdischen Familie zu Nordstetten im Schwarzwalde Servorgegangen. Sein Vater ist gestorben, seine hochbetagte fromme Mutter lebt noch in dem Dorfe und sie fühlt vollkommen den Werth und die Bedeutung ihres geliebten Sohnes, den sie ihwollten wir die Biographien aller derjenigen wichtigen Männer jüdischer Abkunst immer hier liefern welche, besonders in unsern Lagen sich rühmlichst auszeichnen, sich aber nicht mehr als zur jüdischen Gemeinde gehörend bekennen, so würden wir viele Hefte damit füllen können, die indeß nichts weiter beweisen würden, als daß es, was man, wenn man unbefangen urtheilt, selbst weiß, auch unter den' Bekennern der christlichen Religion seit mehr als 18 Jahrhunderten viele Männer jüdischer Abkunft gegeben hat und besonders jetzt noch giebt, die einen ausgezeichneten großen Ruf in der Welt sich erworben haben. D. H. *) Benj. D'Jsraeli meint , Mendizabal sei der Sohn eines Ruevo Christiano (eines spanischen Neuchristen.) Wer hat Recht?