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  1. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 1

    JAHRBUCH DER GESELLSCHAFT FÜR GESCHICHTE DER JUDEN IN DER ÖECHOSLOVAKISCHEN REPUBLIK HERAUSGEGEBEN VON Prof. SAMUEL STEINHERZ SIEBENTER JAHRGANG PRAG MCMXXXV IN KOMMISSION BEI TAUSSIG U. TAUSSIG VERLAGSBUCHHANDLUNG IN PRAG

  2. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 2

    …SKOMITEE Bergl Josef, Dr., Sektionsrat, Archiv des Ministeriums deslnnern (Prag); Engel Alfred, Dr., Professor (Brünn); Kisch Guido, Dr., Univ.-Professor (Halle a. d. Saale); Lieben Salomon Hugo, Dr., Professor (Prag); Prokeä Jaroslav, Dr., Obersektio…

  3. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 3

    …tisek Roubik: Zur Geschichte der Juden in Böhmen im neunzehnten Jahrhundert. (Deutsch von Dr. Anton Blaschka) . . . 305 Bernhard Brilling . Manasse von Hotzenplotz.............387 Alfred Grotte. . . Historische Baudokumente jüdischer Wanderung in Böhmen und…

  4. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 4

    Die Judensteuer in Böhmen in den Jahren 1527—1529. Von Dr. Vaclav Pesdk, deutsch von Dr. Anton Blaschka. Das in den letzten Jahren erfreulicherweise erstarkte Interesse für die finanzielle und wirtschaftliche Seite der Staatswirtschaft hat …

  5. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 5

    Juden hingegen waren nicht in dem Maße dem unmittelbaren Einfluß der Steuerorgane ausgesetzt. Mit den Finanzinteressen der ackerbautreibenden Landobrigkeiten war die jüdische Bevölkerung vorweg durch ihre enge Zusammenarbeit auf dem Geldmar…

  6. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 6

    fremde Juden, die durch ihren Anteil am städtischen Handel sowohl die Interessen der Stadtbürger als auch der unter die Stadtobrigkeit gehörenden Juden berührten, führte hie und da zu sehr scharfen Repressalien .10 In den königlichen Städte…

  7. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 7

    und dessen Gehilfe, der Prager Burggraf.14 Diese Verfügung sicherte zwar den Juden einen sehr wirksamen Schutz und hob durch die Angliederung der Prager Judengemeinde an das Amt des Oberstburggrafen auch ihre öffentliche Bedeutung, aber ger…

  8. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 8

    neuen Herrschers geltend .20 Neben Verwaltungsfragen wurde bereits im April 1527 über die finanzielle, vorweg die Geldleistungsfrage der Prager Judengemeinde verhandelt und von hier aus konnten die königlichen Behörden binnen kurzem die Ema…

  9. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 9

    den Kreisen der städtischen Gewerbetreibende^ den Juden gegenüber herrschte, und dem finanziellen Nutzen, der den Obrigkeiten von der wirtschaftlich starken Judenschaft zufloß, zu vermitteln. Der durch Eingliederung der Juden in die Gemeind…

  10. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 10

    Nutzen sein, wenn auch die Angaben mangels genauer Nachrichten kein taghelles Licht über die Frage der Judensteuer verbreiten. Unter den königlichen Städten besaß zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Stadt Prag eine sehr starke Judengemeinde;…

  11. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 11

    …adt.40 Auch die ostböhmische Stadt Königinhof hatte wohl schon zu Anfang des 16. Jahrhundertes eine Judensiedlung.41 In Kuttenberg gab es zwar keine ansässigen Juden, trotzdem aber nahmen Juden sehr lebhaften Anteil am Wirtschaftsleben der Stadt.42 D…

  12. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 12

    daß die Pilsner Judengemeinde volkreich und wirtschaftlich stark war und unter den ersten Judengemeinden rangierte,53 offenbar gleich hinter der Judengemeinde in der Prager Altstadt. Die Rakonitzer Judengemeinde war wohl schwächer an Zahl u…

  13. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 13

    …t zu Beginn des 16. Jahrhundertes ein ansässiger Jude in Bdkov bezeugt; vielleicht gab es damals auch in Weißwasser und Münchengrätz Juden.78 In Teplitz war eine zahlreiche und wohlhabende Judenkolonie.74 Auch in dem kleinen Slaveün und Willomitz hielt…

  14. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 14

    Von einem Mitgliede der Judensiedlung in Budin ist in den Quellen nur gelegentlieh die Rede.83 Auch in Jungbunzlau hielt sich seit dem 15. Jahrhundert eine kleinere Judensiedlung; von dort wird zum Jahre 1529 ein wohlhabender jüdische…

  15. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 15

    böhm. Groschen zu entrichten, was eine Steigerung des bisherigen Kammerzinses um ganze 200% bedeutete, erfuhr bereits im Jahre 1501 eine Abänderung und bei dieser Gelegenheit wurde auch das Verhältnis der gesamten jüdischen Bevölkerung Böhm…

  16. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 16

    organe zugelassen wurden, rief dies auch politische Einwände des Standes der Städte gegen dieses Verfahren hervor.98 Diese beiden Gründe waren wohl daran schuld, daß das gute Gesetz in dieser Hinsicht keine praktischen Erfolge zeitigte. Ung…

  17. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 17

    So unmittelbaren und günstigen Anlaß hatten jedoch weder die Verwaltungsnoch die Finanzorgane des Staates hinsichtlich der auf den Gütern des Adels ansässigen Juden; hier konnte also die Absicht der Staatsfinanzverwaltung nach Klärung und S…

  18. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 18

    keit mit sich, die Stellung der Gesamtheit der jüdischen Bevölkerung in ihrem Verhältnis zur königlichen Kammer als auch das Verhältnis der einzelnen Judengemeinden zur betreffenden Ortsobrigkeit zu klären. Die Konstruktion der beiden vom F…

  19. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 19

    Untertanensteuer bestimmt. Der Betrag oder der verhältnismäßige Anteil, der auf die Untertanen, darunter also auch auf die jüdischen Siedler entfiel, läßt sich heute nicht bestimmen, einmal aus Mangel an Quellen, hauptsächlich aber deshalb,…

  20. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 20

    der Obrigkeiten beschränkt, mochte auch Prag als eine der ersten Obrigkeiten die Ablehnung dieser Zumutung der Regierung aussprechen. Prag konnte sich hiebei auf seine langjährige Verwaltung der Prager Judenschaft berufen. Unter die obrigke…