Mannheim
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19261929
  1. 1929-01-01 · Heft 1 · page 1

    MARTIN BUBER DER DRITTE TISCHFLSS Als Rabbi Jecheskel Landau nach Prag kam, sprach er Sabbat um Sabbat zu seiner Gemeinde von nichts…

  2. 1929-01-01 · Heft 1 · page 2

    JOSEPH WITTIG „ERSCHAFFUNG UND FALL DER ENGEL- ..Der Erste ist der Fürst" und „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Mögen auch die Fragen nach Primat und Priorität noch so sehr rein wissenschaftliche Fragen geworden sein, Gelehrtenstreit, dem w…

  3. 1929-01-01 · Heft 1 · page 3

    …elt.44 ,,Der gesellschaftliche Liberalismus unserer Tage", so fährt der Sprecher fort - es ist der Freiburger Professor Engelbert Krebs in seiner Ö c> Schrift über meinen „Weg aus der kirchlichen Gemeinschaft*-, bei 3

  4. 1929-01-01 · Heft 1 · page 4

    Kösel und Pustet, München 1928, Seite 239 - „hat den heutigen Menschen . . . daran gewöhnt, Gemeinschaft und Gesellschaft mit anderen Augen anzusehen, als es hier in der Kirche geltend ist. Wir kennen Gesellschaften ohne jede Gemeinschaft d…

  5. 1929-01-01 · Heft 1 · page 5

    stus und die Gemeinschaft der Christgläubigen? Zwischen Christus und die Kirche, von der ich im Katechismus gelernt habe, sie sei die Gemeinschaft aller Christgläubigen auf Erden unter einem gemeinsamen Oberhaupte, dem Bischof von Rom, und …

  6. 1929-01-01 · Heft 1 · page 6

    können - daß die „unsichtbare Welt" vor der „sichtbaren Welt", der Geist vor dem Leib, die Engel samt den einst zu ihnen gehörigen Teufeln vor den Menschen geschaffen worden sind. Ich will hier keine kirchenpolitische und keine staatspoliti…

  7. 1929-01-01 · Heft 1 · page 7

    Erst im allerletzten Buche der Heiligen Schrift, erst nachdem die Geschichte der Menschen bis in die allerletzten Zeiten beurkundet ist, steht etwas von der Geschichte der Geister in der Form von Geschichte: „Es erhob sich ein großer Streit…

  8. 1929-01-01 · Heft 1 · page 8

    der Volkslehrer. Die „Schulbibel" ist und bleibt die Bibel des katholischen Volkes. Die meisten Katholiken, die ich kenne, haben noch nie die „große Bibel" in der Hand gehabt. Sie sehnen sich auch nicht danach, denn sie denken, daß alles We…

  9. 1929-01-01 · Heft 1 · page 9

    Engel, das stehe schon in den Psalmen zu lesen. Infolgedessen gehöre das Kapitel von der Erschaffung der Engel eigentlich ganz vornhin, und die Bibel müsse, wenn es ganz richtig wäre, beginnen: „Im Anfang schuf Gott die unsichtbare Welt des…

  10. 1929-01-01 · Heft 1 · page 10

    Schaffung und dem Fall der Engel in den Anfang der Biblischen Geschichte eingedrungen ist. Die meisten Lehrer und Katecheten, die ich darum fragte, meinten, es müsse doch auch in der großen Bibel an derselben Stelle stehen. Während nun aber…

  11. 1929-01-01 · Heft 1 · page 11

    von Gott geschaffene Welt gehorchen. Gott selbst soll nichts mehr tun dürfen, was sie nicht als göttlich genehmigt. Der Geist bestimmt, was göttlich ist; der Geist formuliert den Glauben; der Geist entscheidet über die Zugehörigkeit zu der …

  12. 1929-01-01 · Heft 1 · page 12

    sind unsere Freunde. Sie lieben uns, beschützen uns an Leib und Seele und möchten uns zu Gott in den Himmel führen. Darum heißen sie Schutzengel. - Gott hat seinen Engeln deinetwegen befohlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen. Ps. 90,…

  13. 1929-01-01 · Heft 1 · page 13

    antwortete ihm und sprach: ,Fürchtet wohl Job Gott ganz selbstlos? Hast du nicht ihn und sein Haus und alle seine Habe ringsum mit einem Walle umgeben? Hast du nicht die Werke seiner Hände gesegnet, und hat sein Besitztum nicht zugenommen i…

  14. 1929-01-01 · Heft 1 · page 14

    Nichts gelten sie. Nur der Geist gilt. Der herrliche Lichtträger, der geschichtlich nachweisbar ausgegangen ist aus der gläubig gewordenen Erde, ist aufgestiegen zum Himmel und hat seinen Thron über die Sterne gesetzt. Ihm dient alles, ihm …

  15. 1929-01-01 · Heft 1 · page 15

    RUDOLF EHRENBERG ÜBER DAS DOGMA Alles Denken geschieht in Worten, was nicht aussprechbar ist, das ist nicht wahr, es gibt keine Wahrheit die nicht aussprechbar wäre. Die Sprache in ihrer Allheit ist die Verheißung zu jeder, aber auch jeder …

  16. 1929-01-01 · Heft 1 · page 16

    mein Inneres. Daß ich es jetzt, gerade jetzt sagen kann, nicht vorher und nicht nachher, das macht es zur Wahrheit, zur Vollendung einer Lebenswirklichkeit, zur gelebten Wahrheit. — Daß alle Wahrheit aussprechbar sei, oder mit anderen Worte…

  17. 1929-01-01 · Heft 1 · page 17

    etwas, das seine Wirklichkeit im Bereiche des Menschenmöglichen auswählend aktualisiert. Auf die Erkenntnis gewendet bedeutet diese Ansicht«, daß es keine andre Erkenntnis der Wahrheit gibt als in der gelebten Bestimmung des Menschen zur Wa…

  18. 1929-01-01 · Heft 1 · page 18

    Lebensformen aus den Wesensgesetzen des Lebens abzuleiten, so wenig ist der Versuch erfolggebend, aus der Artung der menschlichen Seele die Gestaltungen des Geistes zu erschließen, das Dogma ist keine Schöpfung der menschlichen Seele. - Gib…

  19. 1929-01-01 · Heft 1 · page 19

    kennzeichnet die aktuelle Lebendigkeit einer Epoche des individuellen wie des gesamten Lebens, aber in dieser Kurve ist dem Leben wesentlich nur, daß es ein Steigen ist, Herrschaftsanslieg wird sie allein dadurch, daß Welt Beherrschbarkeit …

  20. 1929-01-01 · Heft 1 · page 20

    Was ist das Dogma? Das Dogma ist die menschliche Formulierung einer Selbstoffenbarung Gottes, die nur dem Glaubenden verständlich ist - so antworten die einen. Das Dogma ist eine Ausgeburt der Einbildungskraft des Menschen, mit der er sich …