Mannheim
Compact Memory
300 pagesSort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
802
185118951939
  1. 1923-01-01 · Heft 4 · p. 81 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    Zur Religionsphilosophie der Gegenwart1. IV. Religiöse Erfahrung: Wundt, James, Otto, Scholz. Von Albert Lewkowitz in Breslau. Im Gegensatz zur naturalistischen Nivellierung von Wesen und Sinn des Lebens erhob sich die Philosophie der Gegen…

  2. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 82 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    "י 82 als Grundlage wie der naturwissenschaftlichen sc auch der psycho- Io gischen‘■Erkenntnis des Zusammenhanges des geistigen Geschehens fest. Wie die Biologie die teleologische Struktur der Organismem auf mechanische Ursachen zurückführt…

  3. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 83 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    83 rische Synthesen sind. ״In den psychischen Resultanten kommt auf diese Weise ein Prinzip zur Geltung, das wir im Hinblick auf die entstehenden Wirkungen auch als das Prinzip schöpferischer Synthese, bezeichnen können1.“ Dabei ist aber fe…

  4. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 84 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    .84 ־■■ * •■־. .־;׳ Erhellung des menschlichen Gemeinschaftslebens:,, ־'.seiner. Struktur und seiner Entwicklung eine geschichtliche Erkenntnis der Kultur begründen. Wie nun das .individuelle seelische Leben das Prinzip der Entwicklung in d…

  5. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 85 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    schiedenen. Kräfte hat. Hoffnung ־und Furcht gelten wie den Lebenden, so in erhöhtem Mäße den Toten. Bestattung, Verbrennung und anderseits Trauerklage ’ Bewirtung sollen vor gefürchteter Feindschaft schützen. Im Traum erscheinen Entfernte …

  6. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 86 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    ' ־ 86 Stellung des T a b u , des Unverletzlichen, des Heiligen und ihr Gegensatz das Profane, das Unreine treten hervor und beginnen ihre Entwicklung. Die. Reinigungen, die Opfer, die Sühnezeremonien entstehen und ermöglichen die Gemeinsch…

  7. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 87 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    letzten metaphysischen Halt in der. Unendlichkeit , des geschieht״ liehen Lebens. .. ׳ , . So führt auch hier die Selbststeigerung der geschiehtlichep Entwicklung, die Heterogonie der Zwecke vom Aberglauben und .Zauberkult ziir Welt der Göt…

  8. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 88 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    י• ־־ 88 psychischen Gebilde zurückgeführt, dann ist kein Raum für eine von diesen Verschmelzungsprozessen verschiedene Aktivität de& Denkens und Wollens. Wundt will der Ässoziationspsychologie gegenüber die Aktivität der Apperzeptionen und…

  9. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 89 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    89 Die Völkerpsychologie Wundts ist der große Versuch, die komplexen Gebilde des geschichtlichen Lebens, Sprache, Mythos, Sitte, Religion, Recht. Sittlichkeit,' Kunst, Wissenschaft, aus der Selbst- Steigerung der Empfindungen, Gefühle, Ausd…

  10. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 90 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    w Dieses Mana./dieses Scheu und Verehrung, Furcht tiTid Vertrauen ,Einflößende vertieft sich, von der primitiven Stufe, wo alles Maria■ heilig, göttlich werden kann, bis zur bebenden Scheu und Verehrung der prophetischen Gotteserkenntnis. .…

  11. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 91 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    91 יי ' Wie aber den Wahrheitsgehalt der Religion, so vernichtet die .heterogenetische Ableitung dem Wahrheitsgehalt alles Geisteslebens. Die Ableitung der Sittlichkeit aus.der Sitte, der Logik aus der Sprache ,macht in gleicher Weise aus, …

  12. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 92 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    92 , in der Gesinnung sein, die wir als religiös bezeichnen sollen. Ist sie heiter, so darf sie doch nicht grinsen und nicht kichern; ist sie traurig, so darf sie doch nicht schreien und nicht fluchen. Ich möchte grade für den Ernst der rel…

  13. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 93 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    und der Lebensfreude ist. Die: Religion der Leichtmütigenwendet sich allem Lichten, Frohen zu. Die Leichtmütigen, die ,,Einmalgeborenen“ wollen die Uebel, die Leiden, selbst Reue und Gewissensbisse nicht als Impulse des Lebens anerkennen. D…

  14. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 94 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    können• — die‘ ■psychologische Vorbedingung dieses ihres Einwirkens darin bestünde, daß :wir eine• unterbewußte Region besitzen; die allein imstande; wäre; solche Einwirkungen aufzunehmen. Der Lärm des :wachen Lebens könnte sehr wohl eine T…

  15. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 95 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    95) soweit ist sein' Leben erfolgreich, wie traurig auch’sein Los auf der Welt gewesen sein mag. ,,Ihr Gefühl für das Grundgeheimnis der Welt, ihr Feuer,; ihre Güte umstrahlen sie... . . und neben ihnen erscheinen die Herrenmenschen so troc…

  16. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 96 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    96 natürlichen, das bleibt sich gleich. So weit unsere idealen Triebe in. dieser Region ihren Ursprung haben (und die meisten von ihnen haben tatsächlich hier .ihren Ursprung, denn sie kommen in uns zur Herrschaft, ohne daß wir recht erklär…

  17. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 97 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    97 und tiefer geführt haben. Ist wirklich Liebe, Furcht, Vertrauen zu Gott nur durch das Objekt von den ähnlichen Empfindungen Menschen gegenüber unterschieden? Oder hat das religiöse Gefühl seine eigene seelische Atmosphäre, die, es ebenso…

  18. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 98 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    erweist sich selbst dem, der sie hat, so gewiß Intuition von allem Beweis unabhängig ist. 3. Otto1. Verdanken wir James den Bruch mit dem rationalistischen Monismus in der Religionspsychologie und die Anerkennung einer Irrationalen mystisch…

  19. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 99 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    99 tremendum. Furcht ist ein natürliches . Gefühl, hier aber bedeutet das tremendum jene Skala von Gefühlen, die-uns in Gegenwart des Heiligen durchschauert, die, ebensosehr Angst, Schrecken, Scheu, Entsetzen, wie Erbeben, Andacht, Feierlic…

  20. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 100 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    100 ' v ־■ vor dem Heiligen. Im' Kultus werden vom Numen die Entslihnungsmittel dargeboten, in den Riten, den Opfern die Kluft zwischen dem Heiligen und dem Profanen überbrückt, eine Gemeinschaft zwischen dem Numen und seinen Verehrern herg…