Mannheim
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  1. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 1

    Dibre Cmekh oder Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von I. C. Hartmann, fortgesetzt von B de ke Roi. Nr. 1 u. 2. 1883. 39. Jahrgang! Die UenvesteUnng des Klattes (1 Mk.) mird «nter den hinten angegehene« Adress…

  2. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 2

    2 Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts nun sagten sich auch die. Völker, gleich viel, welchem Glauben sie angehörten, und gestanden es sich nicht weniger die Juden selbst, daß der eigentliche und tiefste Grund dieser Zwietracht zwischen d…

  3. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 3

    3 nur den Stab Wehe gebrauchen dürfe. Wohl hatte man eine klare Erkenntniß dafür, daß sich die Juden auf Irrwegen befänden, daß man selbst am allerwenigsten daher auf die gleichen Wege abirren dürfe, und daß sich ein christliches Volk auch …

  4. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 4

    4 irgend dringt, von Jahr zu Jahr größeren Massen derselben das Staats-, das öffentliche, das gesellschaftliche, das Geistcs- Leben ihrer Umgebung, in einem ganz anderen Lichte erscheinen. An einem derartigen Leben der Völker wollten sie si…

  5. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 5

    ist seitdem erst die Sozialdemokratie erwacht. Und dieselbe ist eben dadurch entstanden, daß die verheißene Gleichheit und Brüderlichkeit unter der Herrschaft von Gesetzen, welche von jenen Ideen eingcgeben waren, nur desto mehr schwand. Se…

  6. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 6

    6 bereit, das Lebendas gesammte öffentliche, gesellschaftliche und volkliche Leben wie den Verkehr der Völker untereinander, nach dem Willen Gottes und nach den Weisungen seines Wortes zu gestalten? An Stimmen, die das fordern, fehlt es nir…

  7. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 7

    7 allgemein slavische, eine magyarische, eine polnische Frage, und jede dieser Fragen bedroht ihre Umgebung. Das, was die Völker eint, tritt hinter dem, was sie trennt, immer trauriger zurück. Viele derselben sind überdem in keiner Weise ge…

  8. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 8

    8 in neue Kämpfe verwickelt, daß der Judenhaß bitterer und böser denn lange Zeit hindurch geworden ist. Bereits ist es dahin gekommen, daß Christen das Blut von Juden vergossen haben; und dort, wo zahlreiche Juden wohnen, gährt cs unter der…

  9. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 9

    _9 sogar noch ein gutes Stück weiter als er. Wer dann diesen Sinn und dieses Streben Antisemitismus und Judenfeindschaft nennen will, der findet uns bereit, das zu tragen; und insoweit soll es uns nichts ausmachen, wenn mau uns unter die Za…

  10. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 10

    10 dem jüdischen, als wenn es sich dem blos deutschen Geiste ergibt. Jeder Volksgeist ist von Hause aus unheilig und nur im heiligen Geiste findet er die Macht, sich des ungöttlichen Wesens, das er in sich selbst trägt, zu erwehren. Die Ant…

  11. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 11

    11 liches Werk an den Juden in ihrer Mitte überkommen hätten. Denn ein christliches Volk hat sich selbst unter das Gesetz der Liebe gestellt, die auch den Irrenden nachgeht und sie zurechtzubringen sucht. Aber davon will freilich der Antise…

  12. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 12

    12 Dieses Stück Antisemitismus gehört zu den besonderen Schäden der gläubigen Christen in Deutschland und dem ganzen Osten. Daher ist es auch gekommen, und daher geschieht es noch fort und fort, daß sich so wenige Hände nuferer Gläubigen re…

  13. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 13

    ein, dann, so verkündigt und so tröstet und so rühmt er zugleich, daun wird auch das Volk Israel selig. Mit diesem Doppelblick eines Paulusglaubens auf unsere Völker wie ans die Juden gilt es denn auch, aller Judeufciudschaft und falschen J…

  14. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 14

    14 Hafenstadt Palästinas, kannte, hielt mit seinem Rathe zurück und hieß sic zuerst jenes Komits befragen. Auf ihr dringendes Bitten nannte er ihnen jedoch seine Adresse und die des Vorstehers deö Missionshauses in Jaffa, Moritz Hall, der s…

  15. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 15

    15 verkaufen, bis sie nichts mehr hatten. Verlassen, wie sie waren, wandten sie sich an Missionar Friedländcr, den eine Anzahl von ihnen schon von dem Schiff her kannte, und sie pochten nicht vergeblich an. Friedländer und alle andern Arbei…

  16. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 16

    16 Jaffa in ihrer Pflege, nach und nach ist aber die Zahl derselben so gewachsen, daß sich jetzt nicht weniger als 400 in Verbindung mit der Mission in Palästina befinden. Man war sich jedoch in derselben von vornherein darüber klar, daß si…

  17. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 17

    17 Schriftvorleser Weinberg übertragen worden. Doch nur Unverheirathcten ist daselbst eine Zufluchtsstätte und jedem von ihnen ein Bett, das aus einer bloßen Streu, Kopfkissen und einfacher Decke besteht, zugewiesen worden. Die Berheirathet…

  18. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 18

    18 Die meisten Personen jedoch werden auf der Station für Genesende beschäftigt, und zwar alle, die sonst keine andere Arbeit gefunden haben Das zur Station gehörende Stück Landes sollen sie unter Anleitung eines Gärtners bebauen, die Wege …

  19. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 19

    19 als 40 haben bereits allen Zusammenhang mit den Juden gelöst und beweisen sich im Allgemeinen als sehr ernste und fleißige Leute. In ihren Ansprüchen find sie ungemein bescheiden und den Missionaren höchst dankbar; nur die eine Sorge erf…

  20. 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 20

    20 dieser Sturm ging vorüber und derselbe hat schließlich die Stellung der Mission nur befestigt. Die Jerusalemer Rabbiner stehen nun voll Schrecken der Thatsache gegenüber, daß mit einem Male das Christenthum über viele Gemüther der Ihrige…