Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 1-2 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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19 als 40 haben bereits allen Zusammenhang mit den Juden gelöst und beweisen sich im Allgemeinen als sehr ernste und fleißige Leute. In ihren Ansprüchen find sie ungemein bescheiden und den Missionaren höchst dankbar; nur die eine Sorge erfüllt die letzteren: ob ihnen die Mittel, um ihr Werk an so Vielen auszuführen, nicht fehlen werden, denn Mitte Oktober betrug die Schuldenlast bereits gegen 5000 Mk. Auch auf die Kinder der unterrichteten Juden muß sich natürlich die Fürsorge der Mission erstrecken; etwa 20 derselben empfangen jetzt den christlichen Unterricht, und diese treten zu der Zahl der schon bisher in den Missionsschulen unterwiesenen hinzu. Alles dies hat nun die Jerusalemer Juden gewaltig erregt. Sic bieten jetzt Alles auf, um jene von ihnen Verlassenen aus der Verbindung mit der Mission hcrausznreißen. Da cs ihnen nicht versagt ist, in die Häuser und Anstalten derselben einzutrctcn, besuchen sie die Pfleglinge der Missionare häufig und bieten alle ihre Bercdtsamkeit auf, sic von denselben zu trennen. Aber wiewohl sie die ärgsten Gerüchte zu den Ohren der Flüchtlinge bringen, ist cs ihnen nur bei drei Personen geglückt, sie den Missionaren zu entziehen. Sie sorgten aber alsbald für deren Entfernung ans Jerusalem und schafften sie nach Europa zurück, weil sic nicht einmal bei diesen ihrer Sache sicher waren; schieden doch selbst diese Drei nur unter herzlichen Dankbezeugungcn von den Missionaren. Noch einmal, als die jüdischen Feste kamen, versuchten die Juden einen Sturm ans die Herzen jener Schützlinge der Mission. Sic malten ihnen das Entsetzliche eines Verrathes am Judenthume aus und boten Jedem, der es haben wollte, das Geld zur Rückreise nach Europa an; die Missionare aber hielten es für das Beste, Jene ruhig gewähren zu lassen. Dazu ließ sich gerade in den Festtagein ein aus Europa herübergekommener getaufter Jude am Versöhntage wieder in's Judenthum aufnehmen, und diesen Fall beuteten nun die Feinde der Mission den Flüchtlingen gegenüber besonders aus. Aber die Juden trauten dem Wiederbekehrten so wenig, daß sie ihn alsbald aus Jerusalem wieder fortschafftc», und hernach hat jener Mann denn auch brieflich seine Rene über den von ihm gcthancn Schritt ausgesprochen. Auch 2*