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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 1-2 (1883) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
1-2 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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17 Schriftvorleser Weinberg übertragen worden. Doch nur Unverheirathcten ist daselbst eine Zufluchtsstätte und jedem von ihnen ein Bett, das aus einer bloßen Streu, Kopfkissen und einfacher Decke besteht, zugewiesen worden. Die Berheiratheten mußten anderwärts untergebracht werden, und das hat viele Noth verursacht. In der Heimath für diejenigen Juden, welche den christlichen Unterricht genießen, stehen sonst nur sieben Betten; jetzt mußte man versuchen, mehr derselben dort anfzustcllen. Die Aufsicht führt an dieser Stelle der ältere Schriftvorleser Coral. Im Jndustriehausc, wo solche Juden, die christlichen Unterricht erhalten, auch ein Handwerk lernen, dürfen sonst vierzehn derselben Aufnahme finden; jetzt soll nicht diese Zahl allein, sondern sollen auch 7 andere, ja wo möglich eine noch größere Zahl von Angcmeldeten dort Einlaß erhalten. Für die Uebrigen mußte man Wohnungen in Jerusalem miethen; aber gerade das hat die größten Schwierigkeiten gemacht, da Wohnungen in der heiligen Stadt sehr theucr sind, und die Besitzer derselben jetzt einen Theil der Miethc im Voraus fordern. Ueber 6000 Mk. sollten so am 12. November bezahlt sein. Und dazu gestattet es der Winter nicht, die in den Zelten des Sanatoriums Untergebrachten daselbst während der rauhen Jahreszeit zu belassen, sondern es muß für sie ein hölzerner Schuppen erbaut werden, der auch wieder 600 Mk. kosten soll. Ebenso geht cs im Winter nicht an, die Leute auf der Streu schlafen zu lassen, und sind in dieser Jahreszeit Bettstelleil erforderlich; 120 solcher Bettstellen braucht man, die 960 Mk. kosten. Das ist die eine Noth, in welcher sich die Mission befindet. Und nun die Aufgabe, so vielen Personen Gelegenheit zur Arbeit zu verschaffen. Handwcrksleutc versah man mit den nöthigen Werkzeugen und setzte sie so in den Stand, ihr Gewerbe anfzunehmen. Bis zum August waren 44 Personen in dieser Weise unterstützt worden. Andere brachte man in der zu diesem Zwecke erweiterten Buchbinderei oder der Buchdruckcrei und der Tischlerei der Mission unter. Auch als Zimmcrleute oder als Drechsler sind einige bei den Missiousmeistern untergekominen; aber während sonst die Zahl der Gesellen und Lehrlinge der Mission nur 10 bis 12 beträgt, wünschen jetzt zwei- bis dreimal so viele angenommen zu werden. 2

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