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  1. 1876-01-01 · 1876 · page 76

    72 früher seinen Ungehorsam gegen Gott durch Ungerechtigkeit in seinem Beiche mit freier Wahl verübt, und seine Hartnäckigkeit gegen Israels Wunsch1) war schon eine Folge seiner sittlichen Unfreiheit als Strafe früherer Vergehen2). — Ebenso…

  2. 1876-01-01 · 1876 · page 77

    Moseh in seinem Gebete (4. Mos. 14, 15. 16) die Folgen der bescblossenen Vernichtung Israels darstellte und wie Maleachi die Zweifel der Gottesdiener an der Richtigkeit ihres Verhaltens in Folge der herrschenden heidnischen Bedrückung aussp…

  3. 1876-01-01 · 1876 · page 78

    74 ist, sagt er, aus der Metaphysik bekannt, dass Gott nicht vermittelst der Wissenschaft weiss oder vermittelst des Lebens lebt1), so dass Er und die Wissenschaft, Er und das Leben ein gesondertes Dasein etwa haben, wie dies beim Menschen …

  4. 1876-01-01 · 1876 · page 79

    …ke auch im Arabischen u. (in Jes. hat. II, 10. 2) Dasselbe in Jes. hat. a. a. 0. und Mor. I, 68., Als Quellen sind etwa alfarabi (z. B. Princip. S. 12. 18) und ibn sina (s. schahrastani II, 255 ff. Haarbr.) anzusehen. Bei ihnen erscheint der Aristo…

  5. 1876-01-01 · 1876 · page 80

    …ndersetzt, und giebt das Ziel des sittlichen Lebens unter dem Gesichtspunkte des höchsten Gutes, das er im Anschluss an ARISTOTELES und dessen Anhänger unter den arabischen Philosophen, wie wir noch sehen werden, näher als Glück- Seligkeit oder wahre …

  6. 1876-01-01 · 1876 · page 81

    77 läuterung bedarf, wird, wie früher schon bemerkt worden, bei M. im Zusammenhänge seiner nun folgenden ethischen Auseinandersetzung hinzugefügt. Die Aufgabe der Ethik ist nach M. eine Veredelung des sittlichen Lebenswandels1). Die Ethik i…

  7. 1876-01-01 · 1876 · page 82

    …Aussicht gestellt 5). Das Nähere aber über die Kunst der moralischen Heilung soll das Folgende lehren. Worte M\ auch an ARISTOTELES' NE. X, 5 über die ungleiche Lust der körperlich oder moralisch Kranken und Gesunden. ג) Tibb. nach Cod. 73, den alten …

  8. 1876-01-01 · 1876 · page 83

    79 B. Das richtige Heilverfahren im Bereiche des Sittlichen1). I. MAIMONIDES leitet die Untersuchung über das ethische Heilverfahren mit einer nähern Erklärung des früher2 *) schon angegebenen Beg…

  9. 1876-01-01 · 1876 · page 84

    … spät. Ausgg. in Deot I, 1 zu lesen. 2) Hiernach ist auch in Deot I, 5 הקצה האחרון das Extrem des Zuwenig (eXXetdus bei Aristoteles) und הקצה הראשון das Extrem des Zuviel (uTcepßoXr) bei A.), wie denn auch Deot III, 1 לצל האחרון ganz deutlich ein Zuwe…

  10. 1876-01-01 · 1876 · page 85

    81 Aufwand zwischen der Schäbigkeit und der geschmacklosen Prunksucht 1)ן die San ftmuth zwischen der Zornhaftigkeit2) und Unempfindlichkeit, die Scham zwischen der Frechheit und Blödigkeit3) und so die anderen Eigenschaften*, wenn die Sach…

  11. 1876-01-01 · 1876 · page 86

    …r. III, 28. Diese Kühnheit dem biblischen Wortlaute gegenüber ist wohl dem mittelbaren oder unmittelbaren Einflüsse des Aristoteles ebenfalls zuzurechnen. Ausser dem für die negative Attributenlehre entscheidenden a7ra$s<; y.al avaXXottoTov, welches A…

  12. 1876-01-01 · 1876 · page 87

    83 4. Die sittlichen Tugenden und Laster ־־־ heisst es weiter im vierten Abschnitte der Einleitung zu Äbot — werden zum festen Besitze der Seele erst, wenn die ihnen entsprechenden Handlungen längere Zeit hindurch wiederholt worden sind und…

  13. 1876-01-01 · 1876 · page 88

    84 Erhaltung dieser regelrechten Verfassung1). Ebenso ist es bei der Heilung sittlich verderbter Menschen2).־ Wer z. B. geizig ist, bei dem genügt es nicht, ihn zu gewöhnlicher Freigebigkeit anzuhalten, sondern er muss gegen seine tief eing…

  14. 1876-01-01 · 1876 · page 89

    85 r* eben nicht übersehen werden, dass man leichter und schneller von der Verschwendung als vom Geize zum richtigen Masze edler Freigebigkeit gelangt 1). Ganz ebenso ist der für Genuss Unempfängliche leichter als der Genusssüchtige zur ric…

  15. 1876-01-01 · 1876 · page 90

    86 halten verwandter ist. So neigten sie e i n W e n i g von der Massigkeit zur Stumpfheit., von der Tapferkeit zur Verwegenheit, von dem edlen zum übertriebenen Aufwande, von der Bescheidenheit zur Demuth und ebenso in anderen Gebieten men…

  16. 1876-01-01 · 1876 · page 91

    87 den Hochmuth gänzlich, will gemäss-der im Talmud am weitesten gehenden Meinung keine Spur desselben gutheissen, sondern verlangt die äussersteDemuth1), aber ein der Selbstveraehtung gleichkommender Cynismus2) scheint von M. auch auf dies…

  17. 1876-01-01 · 1876 · page 92

    88 ehelichem Verkehr sich auferlegten, auf wollene und härene Gewänder sich beschränkten, in der Zurückgezogenheit der Berge*) und der Wüsten ein Einsiedlerleben führten * 2). — b) Tadelnswerth aber und verwerflich ist es, nach M/s weiterer…

  18. 1876-01-01 · 1876 · page 93

    89 unjüdischen Einsiedler- und Mönchslebens1), von denen hier allein die Rede ist2), nicht zu ihrer Rechtfertigung sagen, ihre mit Anstrengungen und Entsagungen aller Art verbundene Lebenseinrichtung sollte nur zur Uebung ihrer Seelenkräfte…

  19. 1876-01-01 · 1876 · page 94

    90 gegen den Zorn1), manche gegen die Habsucht2) gerichtet, einige wiederum wollen die richtige Scham erzielen, indem die Einen die Frechheit3), die anderen die Blödigkeit4) bekämpfen. Wer also ein solcher Thor ist, diese gesetzlichen Uebun…

  20. 1876-01-01 · 1876 · page 95

    …gen die von daher stammende Behauptung der «Leute.» 3) מזומן מוכן bei Tibbon ist eine Doppelübersetzung zur Auswahl. 4) Ijob 4, 18; 25, 4; Kdh. 7, 20. 6) So deutet M. ausführlich die dunkle Erzählung 4. Mos. 20, 2—13. — Gegen diese Deutung erkl…