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181 Israel ward alles äußeren Einflusses, aller Schätze beraubt, so wollte es den Schatz, den ihm Niemand streitig machen konnte, wahren. Sittenreinheit, und diese prägt sich zunächst am Weibe aus. Man trachtete daherdas weibliche Geschlech…
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182 Die neue Zeit hat Vieles von den alten Gebrauches abgeschafft. Ohne die Sittlichkeit verletzen zu wollen, viel^ mehr Das religiöse Bedürfniß zu befriedigen, gestattet sie den Frauen einen freieren Einblick in das Gotteshaus und sucht di…
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183 wie Werth und Bedeutung hat. Thöricht wäre es aber, die Aus- und Mißgeburten im Spiritus der Erinnerung aufzubewahren und als Göttergestalten der alten Zeit zu preisen. Was zwerghast und verkrüppelt ist, bleibt es für alle Zeiten, und d…
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warum fehlt Instrumentalmusik in unfern Gotteshäusern? Von B. Müller. „Lobet ihn mit Psalter und Cither, Lobet ihn mit Pauke und Reigen, Lobet ihn mit Saitenspiel rc." Psalm 150. Man erzählt, daß Jemand aus Furcht vor dem Tode Selbstmörder …
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185 Instrumentalmusik zuerst auf heiligem Boden heimisch war, VS die schönsten Lieder, die je erklungen, gesungen wurden, dieselbe jetzt in den Gotteshäusern fehlt? Wer kennt nicht die Bedeutung der Musik? — Musik st die Sprache die alle Vö…
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186 damaligen Kunst entsprach, finden wir Instrumentalmusik schon in der Stiftshütte. Es heißt: „An Euren Freudentagen , Festtagen und Neumonden sollt ihr in Trompeten blasen. Des Schofars Klang durchzog bekanntlich das Land bei jeder feier…
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187 >id und Salomo sein wollen. — Vergebens sehen wir uns rach einem -andern Grunde um. In Orach Chajim 338, vo von Instrumentalmusik am Sabbath überhaupt die Rede st, heißt es: ״Wenn die Musik zum Wohle eines Kranken ist,, )ars man spielen…
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Die mangelnde KelheMgung der Jugend am Hollebdienste. Bon Z. Meier. Ich brauche nicht auf den Zwiespalt zwischen Lehre und Leben im Judenthume hinzuweisen. Ich will nur diese traurige Thatsache eonstatiren. Man kann dabei nur die Hoffnung h…
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190 den, die mit den Schulstunden nicht collidirt. wo Gottesdienst gehalten werden könnte. Es wäre das der Tag, der am meisten dazu geeignet wäre, und Schreiber dieses bekennt sich Zu denjenigen, die nicht den Sabbath verlegen wollen. Es Dü…
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191 Als integrirender Theil des Gottesdienstes für die Ingend müßten aber jedenfalls religiöse Vorträge sein, denen sich Psalmen in der Ursprache oder auch deutsche Lieder anschließen könnten. Wäre der Gottesdienst aber am Sabbath in einer …
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192 gens stattstnden könnte und von da an weiter das Morgengebei nicht mehr verrichtet werden kann, auch die Tefillin nicht gelegt werden dürfen, so könnte ohne Rücksicht auf die Stunden des Tages der Gottesdienst wie bei den Handwerkslehrl…
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Hule Uöstfe. Ans den MiUheilungen eines Schullehrers. Von Simon Szänto, Vorsteher einer Knaben - Erziehungs-Anstalt in Wien. Und man wird sagen: Wahrlich dieses große Volk ist ein kluges und verständiges Volk. 5. B. M. 4, 6. Es ist doch ein…
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194 Zauberschlag hat eine verödete Wildniß in blühendes Gelände sich verwandelt, und verwittertes Gerölle zu einem stattlichen Baume sich erhoben, wo Kunst, sociale Bildung, Wissenschaft und Weltkenntniß ihren Wohnsitz aufgeschlagen. Wo hät…
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195 wendete sich Emil an den Schullehrer, der bisher geschwiegen hatte. — Ich kann, erwiederte dieser, in Ihren Tadel nicht einstimmen. Ich ehre den jüdischen Musensohn, der unsere Empfindungen regelt und veredelt; ich kenne eine wackere Sc…
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196 I. Gcrfon Einen Krug von Edelsteinen Sehet er züm Sandelfeuer. Schlechte Hülsen drin zu kochnr. Herder. Es war die Zeit, da der jüdische Geist sich.in eine eigene Welt von Bildern einzesponnen harte, unbekümmert um deren Zusammenhang mi…
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197 Nichts von dem! — Gerson kannte nie den Kinderfrohsinn, denn Scheu und Befangenheit waren die ersten Gefühle des von der Straßenjugend gehöhnten Judenkindes, und eine harte Zucht mißgönnte ihm des Spieles Freuden. Seine erste Geistesblü…
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198 Wörter häufig auffordert. Es kam bald dahin, daß Gerson durch feine Wortspiele selbst der Strafe für kleine lose Streiche zu entgehen wußte. In der Schule wurde z. B. die Schriftstelle erklärt: „So du ein Vogelnest flehest, sollst du ni…
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199 „eisernen Kopf", wie man sich damals ausdrückte, und sollte mit dem 13. Lebensjahre die Jeschiba, die Hochschule der Talmudisten, beziehen. In dem Hause eines Rabbiners fragt die Gastfreundschaft Niemanden um den Zweck des Besuches. Man…
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200 So kam man aus dem fortwährenden Opponiren und Disputiren und gelehrten Streitigkeiten gar nicht heraus, und selbst imBethause wurde der Prediger von einer stets kampffertigen Studentenschaar wie von einem Bienenschwarm überfallen, die …
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201 platz zu erzwingen. Nachdem er auch hier einige „Mörtel" zu Stande gebracht, wirst er sich, des trockenen Studiums müde, aus die belletristische Lectüre. Aber wie in seinem Verstände kein Ruhen in dem Stoffe, kein Tiefsinn, der sich»ver…