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  1. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 227

    K.S *X» 227 Bestellung seines Ackers, und statt, daß andere Leute über Miswachs klagen mußten, hielt er ei« ne reiche Erndte. Den künftigen Neuja hi sabend wohnet er diesem Gespräche wieder bey, und hört, daß in dem künftigen Jahre, der Hag…

  2. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 228

    22Z LZ »X* LZ nicht, daß in der Bibel denen Tobten eine völlige Nuthatigkeit zugeschrieben wird. Denn dieses sey blos von den Gottlosen zu verstehen, der Gerechten ^eben aber daure auch selbst nach dem Tode fort. Das Grab soll zwischen Mitt…

  3. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 229

    L-L OXO 2-Y er bey den Seinigen in feinem Vaterland? möchte begraben werden. Die Inden, seine Reisegefährten, sinnen auf ein Mittel, diesen tobten Leichnam unvermerkt einen so weiten Weg fortzuschaffen, (denn ein öffentlicher Transport eine…

  4. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 230

    2Z0 LA OXE LA todtcr Jude geschmeckt habe! die Sache war ein-, mal nicht zu ändern, und der Sohn mußte mit der einen Hälfte seines Vaters zufrieden seyn,und sie begraben. Gchudt setzt zur Bestätigung dieser Geschichte hinzu, daß in der dort…

  5. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 231

    LA EXO LU »Zr Seelen der Gerechten den Lebendigen öfters im Traume erschienen, und sie gebeten hatten, entweder sic, oder die Gottlosen, deren Gesellschaft ihnen so unerträglich wäre, an einem andern Orte einzugraben. Und da man ganz gewiß …

  6. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 232

    -Z- LS EXO LS das Haus der Lebendigen/ weil sie ihre Verstorbenen nicht gerne für würklich Tobte ausgeben wollen; z) Best )llmon, das Hans der welk/ wo alle Welt zusammen kommen muß; 4) low Best Moed, das Haus der Bestimmung/ welches allen …

  7. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 233

    LS *XO LS 2z; Hierbey wollen wir noch als eine Nachlese zu dem siebenden Stücke dieses «rten Bandes, wo von ihrem erstgebohrnen Ochsen gehandelt wurde, erinnern, daß die Ursache, warum man dergleichen Bechor Schor, das Kalb Mosis nennet, vo…

  8. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 234

    -Z4 LL *x» Begräbnisse abgewaschen werden, wo es nicht zu Hause geschehen kann. Ingleichen findet man daselbst die vornehmsten Gebete, die sie bey der Beerdigung der Leichen nöthig haben, auf Tafeln geschrieben, und einen Allmosenkasten, we…

  9. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 235

    LZ5 LZ »XO LZ d. h. Dieses Malzeichen ist bey dem Haupte des Verehrungswürdigen alten frommen und gerechten Rabbi Aaron, eines Sohns des Rabbi Simeons, welcher in seine Welt eingegangen ist, den iHten -es Monats Tebet, im Jahre; zo. nach ve…

  10. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 236

    -Zs LS OXO LA ich mich nicht erinnere, sehet! ich komme mit Er« laubniß des Heiligen, Hochgelobten und aller Heiligen des Königes, euch zu bitten und anmsiehen. Ermuntert euch, ermuntert euch, stehet auf, und richtet euch auf, bittet, bitte…

  11. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 237

    LS *x* LS 23? Segensspl üche zum Tröste der Traürcnden recitiret. Weil aber vielerley Misbräuche daraus entstanden sind, insonderheit dieser, daß viele nur um des Fressens und Saufens willen, dergleichen Mahlzeiten beygewohnet, so hat man d…

  12. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 238

    -38 LS LS alle Arbeit, die sich nur aufschieben läßt, vermeiden. Daher haben die Portugiesischen Juden die Gewohnheit, daß die Trauernden mir Essen und übrigen Bedürfnissen so lange von den Nachbarn versorget werden; und die Rabbinen schelt…

  13. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 239

    LS GX» LS -zy sabbathliche Ridduschgebet gesprochen hat. Das Gcpher Hachaijim erzählet noch mehr dergleichen Geschick,lchen: So hak Rabbi 'Jochttnan be» seinem Sterben einen Stuhl verlangt, weil seinem Vorgeben nach der schon vor vielen Jah…

  14. 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 240

    -40 LS EXE LS fiuß er aber unter die Armen vertheilek. Nebst diesen schmalen Gerichten werden ihm die andern Tage auch köstliche Seifen und Wein zugcschickt. Rach gehaltener Mahlzeit schaltet er in das Danksagungsgebet folgende Worte ein: „…

  15. 1770-01-01 · Sechzehntes Stück (1770) · p. Seite 241

    Der Jure. Fünfter Band, Sechzehntes Stück. ' > ' > > >>'»->» ' den Pflichten des Traurenden in den ersten 7 Tagen, deren Verzeichniß wir heute beschiieffen werden, gehöret noch, daß er niemanden weder gerissen, noch danken, vor niemanden au…

  16. 1770-01-01 · Sechzehntes Stück (1770) · p. Seite 242

    -4» LS OXO LS ner conboeiret und das Gebet im Sterbezimmer verrichtet; worauf der Verstorbene des Nachts dem Rabbi erschienen sey, ihm den verbindlichlichsten Dank abgestartet und gesprochen habe: „Der Gebenedcyere erfreue dich so sehr, als…

  17. 1770-01-01 · Sechzehntes Stück (1770) · p. Seite 243

    GXO 2^z ge, mit schwarzen Tuche belegt ist, und betet das Minchtr» oder Vespergebet. Wenn solches die Gemeine gleichfalls vollendet hat, so gehet der oberste Rabbine, nachdem zuvor der Schammes oder Küster: „Tröstet, tröstet, den Traucenden…

  18. 1770-01-01 · Sechzehntes Stück (1770) · p. Seite 244

    L4« KS SXO ten gewännet, welche Warnung mit einem schrecklichen Exempel unterstützet wird; es sey nämlich ein Jude, der dieses Gebolh übertreten, bey seinem ersten Allsgehen unter eine Heerde Chaserim, d. i. Schweine geralhen, die ihn angef…

  19. 1770-01-01 · Sechzehntes Stück (1770) · p. Seite 245

    »X» 24 -45 ganzes Jahr lang, in der Synagoge, Tag und Nacht ein beständiges Licht zu unterhalten, welches der Seele des Verstorbenen zum großen Vergnügen gereichen soll. Wenn sichs zuträgk, daß jemand währender 7 Trauertage eine Beschneidun…

  20. 1770-01-01 · Sechzehntes Stück (1770) · p. Seite 246

    246 LS LA um anderer Freunde willen seine ZO Tage ohne alle Ausnahme ausgeschlossen. Wenn kurz vor einer angesetzten Trauung, eines von den Aeltern des Brautpaars stürbe, und man ohne beträchtlichen Schaden, die Hochzeikanstalten nicht wied…