Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS GX» LS -zy sabbathliche Ridduschgebet gesprochen hat. Das Gcpher Hachaijim erzählet noch mehr dergleichen Geschick,lchen: So hak Rabbi 'Jochttnan be» seinem Sterben einen Stuhl verlangt, weil seinem Vorgeben nach der schon vor vielen Jahrhunderten verstorbene König Hiskias ihn itzt besuchen wollte, welchem er doch nach den Regeln der Höflichkeit einen Stuhl präsentiren müßte. So bald sich der Traurende zum erstenmale auf' die Erde setzt, bekömmt er die sogenannte ridri27i ri-wO Sttdas Habroa, d. i. ErquLcklnrgsmahlzeic geschickt. Denn von den Seinigen darf er sie nicht essen, und wenn er auch noch so reich wäre. Dieselbe bestehet in Nichts anders, als in hart gesottenen Eyern, einem Gerichte Linsen, und einem Stückchen Brode. Die Eyer um deswillen, weil sie (wie oben da gewesen,) ein Zeichen der Trauer seyn sollen. Das Linsengerichte aber leiten sie völw Erßvater Jacob her, indem die Rabbinen lehren, daß er das bekannte Linsengerichte, womit er dem Esau die Erstgeburt abgehandelt hatte, seinem VatsrJsaae blos um der Trauer, wegen seinem Vater Abraham willen, vorsetzen wollen. Wie weit ist dieß hergeholet! Weil denjenigen, die einem solchen <6>wek, oder Traurenden zu Essen schicken, grosse Belohnungen von den Rabbinett versprochen sind, so kann man leicht vertnuthen, daß in großen Judengemeinen, ein solcher Traurender beynahe von Eyern und Linsengerichten erdrückt wird, welchen Ueberfiuß