Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LZ5 LZ »XO LZ d. h. Dieses Malzeichen ist bey dem Haupte des Verehrungswürdigen alten frommen und gerechten Rabbi Aaron, eines Sohns des Rabbi Simeons, welcher in seine Welt eingegangen ist, den iHten -es Monats Tebet, im Jahre; zo. nach verkleinern Zahl, aufgerichret worden. Seine Seele sey in das Bündel des Lebens eingebunden. Amen, Amen, Amen. Sela! Dieß ist nicht die einzige Art der Inscriptionen , sondern sie werden auch nach andern Mustern, die wir nicht alle anzeigen können, eingerichtet. Dabcy ist zu merken, daß niemand dergleichen Innschriften lesen soll, weil solches das Gedächtniß schwäche , und die Leichensteine auch nicht blos um der Schönheit und des Prospecks willen gesetzt waren, sondern um der Nachricht willen, daß man wisse, wer in diesem und jenem Grabe liegt, damit man sein Gebet dabey verrichten, und den To-ten zur Fürbitte bey Gott vermögen könne. Dieses Gebet an die Todren aber wird von den Lebendigen, nicht nur bey den Gräbern, sondern auch allerwegen, sie mögen sich befinden, wo ste wollen, fast täglich verrichtet, wie solches aus folgendem Gebete, welches in dem Buche Sifte Jeschenim, den frommen Juden täglich zu spreche», verordnet ist, erhellet: „O ihr heilige und reine Seelen, die ihr wie -er Glanz des Firmamentes glänzenderer ich mich heute und alle Tage erinnere, und auch ihr, deren ich