Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS *XO LS 2z; Hierbey wollen wir noch als eine Nachlese zu dem siebenden Stücke dieses «rten Bandes, wo von ihrem erstgebohrnen Ochsen gehandelt wurde, erinnern, daß die Ursache, warum man dergleichen Bechor Schor, das Kalb Mosis nennet, von den Juden selbst herrühre, weil sie nämlich (wovon ich erst kürzlich mündliche Nachricht erhalten habe,) ihren erstgebohrnen Schafbock Mauschele Bechor, d. i. das erstgebohrne Mosesgen zu nennen pflegen. Jedoch wiederfahret dergleichen Ehre nicht einem jeden gemeinen erstgebohrnen Bock, sondern der Bock, der bey den Juden die-' sen Namen verdienen soll, muß das Meisterstück eines andern erstgebohrnen Schafsbocks, also der Erstgebohrne eines Erstgebohrnen seyn. Ein solches erstgebohrnes Mauschelchen stehet sonderlich deswegen bey ihnen tn sehr großer Achtung, weil aus seiner Wolke, die Zißis, d. i. Denkfäden gesponnen werden. Es ist ihnen ferner nicht erlaubt, auf dem Gottesacker weder ihre Gebetriemen noch Denkfäden zu tragen, oder öffentlich sehen zu lassen, weil sie glauben, daß es die begrabenen Leichen übel nehmen, und für eine Verspottung hielten, daß nämlich die Lebendigen die Gebote Gottes halten könnten, ihnen aber (den Tobten) solches verwehret sey. Uebrigens Haben sie gemeiniglich auf ihren Kirchhöfen ein schlecht erbautes Häufchen, welches sie das Metaher, oder Reinigungshauß nennen, weil in demselben die Leichen vor ihrem P z Be-