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29 ke nntniß liegt schon die Sühne. Wie viele giebt es in Israel, die für die Religion das ganze Jahr hindurch keine Zeit haben; das einemal ist für die Religion kein Raum, weil der Beruf an die Thür pocht; das andere mal muß sie zurücttret…
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30 wir unsere Schuld, daß wir das Joch der Welt, das harte und strenge, auf uns geladen und das Joch Gottes, das milde und sanfte, abgeworfen haben; mancher hat, um Tand und Flitter zu gewinnen, die Ruhe seines Gewissens hingegeben und den …
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31 denn der Haß ist das Häßliche und entstellt und entwürdigt ein Menschenantlitz und ein Menschenherz zu düsterm Zerrbild; 0 wie frei und freudig werden wir, wenn wir in fester Zuversicht auf Dich, Du Hort der Guten, und im Vertrauen aus d…
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32 Halt und Schutz in den Stürmen und Gefahren, welche die Jugend bedrohen. Jeder wird sich des Segens bewußt, daß er nicht allein steht, daß er unter Verwandten, Freunden, daß er inmitten einer Gemeinde, lebt, die nicht nur im Gotteshanse …
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33 und y: Zion, yt der ganze!: heiligen Gemeinschaft Israels eindringlichst rede: Dein Gott herrschet! Amen. M. A.'. Es giebt keine Veranstaltung, dnrch die die Gleichheit aller Menschen so dentlich zum Ausdruck käme, als der Gottesdienst u…
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34 meidet, der kann in der That leicht sich in die Täuschung hineinleben, er sei etwas ganz Anderes als die große Menge, zu der er nie in Beziehung tritt, mit der er nie in einer Reihe steht; selbst die Versammlungen, welche dnrch die polit…
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spräche ansdrückcn; der eine, in Ehrfurcht vor altem Brauche erzogen, wird selbst moderne Ideen und Einrichtungen gern in überlieferte Formen hineinsügen, der andere wird den alten Wein in neue Schläuche gießen wollen; die Jungen lind die A…
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36 verliert der Hohe den Hochmuth, hier der Niedere den Kleinmuth; das Beispiel sv Vieler, die unter Lasten seufzen, lehrt den Stolzen, wie rasch zusammenbrechen könne, was Menschen erbaut haben; und das Beispiel derer, die glücklich sind, …
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37 auch aus dem Munde der Ueberfrommen hört man oft die Rede, das; das Gotteshaus für das Judenthum gleichgültig sei und sie meiden den Ort der Vereinung mit ihren Brüdern, wenn, da Orgeltöne oder Chorgesang zu Ehren Gottes erklingt; alles …
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VI. Rede zur Seelenfeier am Kersöhnnngstage. Die Bösen sind wie ein aufgewühltes Meer. (Jes. 57,20.) M. A.! Ein mächtiger König, der zu allem andern Luxus eines großen Hofstaats auch einen wegen seiner Weisheit berühmten Mann in seiner Nähe…
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39 ein prächtiges Landschaftbild, das keine Wirklichkeit hat, immer weiter hineinlockt in den Sand und die Oede, so ist dem Ehrgeizigen, den: Gewinnsüchtigen, sein ganzes Dasein ein Hinschreiten durch die Wüste, an deren Rand er all das Her…
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40 Welch' ein Unterschied zwischen der Erregung edler Gcmüther und dem Sturm im Herzen der Bösen! Gewiß, auch die reinen Seelen gleichen nicht immer der spiegelklaren Fluth, die kein Lusthauch kräuselt: die Leidenschaft ist nicht an sich ta…
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Das ist das Kennzeichen der Bösen, die stete Unruhe, die nie den Lebensgenuß aufkommen läßt. Und wenn man nach diesem Zeichen die Gegenwart beurtheilen sollte; so spräche die nervöse Hast, die alle Kreise durchdringt, sehr zu unsern Ungunst…
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42 sein und gesetzt, die Gottheit wollte Allen, die um Gold bitten, diesen Wunsch erfüllen, so wäre der allgemeine Reichthum ein Zustand, der von der allgemeinen Armuth sich nicht viel unterschiede. Wie jener Weise fragt: Wirst du als Weltb…
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43 hat das köstlichste Gut, die Unabhängigkeit, die Freiheit sicherer als die Andern, die die Sklaven des Genusses und dadurch auch die Knechte ihrer Brüder sind. Wer sich nicht überhebt, der wird nicht erniedrigt, der ist erhoben durch das…
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reichen Talmudstellen, die durch ihre seltsame Fassung abstoffen und wieder anziehen; wie das Rüthsel, so lauge wir nichr seine Lösung kennen, uns sinnlos erscheint und doch wiederum einen Sinn vermuthen lägt, den wir gern herauslocken möch…
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45 die Kinderstube verlässt, wie es in die Schule, iu's Leben tritt, so wird das llrtheil der Nebcnmenscheu aufgerusen; ob auch widerwillig, müssen sich die Eltern kümmern um die Meinungen Anderer; aber das Elternhaus bleibt der Ort, wo dei…
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46 aufwallt, wen« der Gerechte leidet, der mag noch allenfalls die Gunst der Welt erfahren; aber wer seine eigenen Wege geht, wer die Andern überragt und deswegen überschaut, wer der: Mnth seiner Meinung hat, der muß sich vorsehen; jede sei…
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47 { ‘ "י 4 *Kr ־יי יי — Anlagen und die Bedingungen, unter denen sie erzogen werden, offenbaren uns nicht ihr Wesen; denn ein energischer Wille kann auch das stumpfe Werkzeug schärfen, ein träger Wille läßt auch einen scharfen Geist rosten…
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48 schmeichlerische Worte, und kämen sie auch von den treuesten Menschen, uns nie berücken, das; wir unser Leisten über schätzen und unsere Äraft Nachlasse im Ringen nach dein höchsten Ziele; mögen uns auch nie die kleinlichen Ränke niedrig…