Mannheim
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187419241975
  1. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 9

    III. Dir K-ffrrung. Wenn nun die Selbstaufopferung und Rettung Jsak's jene Liebe bekundet, welche aus dem Widderhornc tönt, wie's (Traktat Rasch haschanah 16a) bei den Alten heißt: תקעו ״ לפני בשופר של איל כדי שאזכור לכם עקדת יצחקBlaset doc…

  2. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 10

    10 Heil dem Volke, das Erkenntnis gewinnt im Bilde des Tones, es ziehet so ein in dein Licht, o Herr. Durch die Höhlung des Horns ringt der Ton sich, der im Wellengänge der Lust sich wiegt. Durch des Daseins finstere Zerklüftung kämpft die …

  3. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 11

    11 emporringcn zum Reiche der ewigen, göttlichen Gedanken, wenn wir nicht Knechte des Stoffes, sondern Herren der Geisteskräfte sind, die Gott in uns zu höherem, gottgefälligem, menschenwürdigem Dasein hat gcwcckct. Die Gotteserkenntniß ist…

  4. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 12

    12 religiösen Sittenweisheit sich emporgerungen, die auf Sinai's Höhen dem Bolle mit Posaunenklüngen sich hat offenbart. Gerade wie der einfache Ton (תקיעה) ist Dein göttlicher Wandel, o Herr, gewunden mW verschlungen ist des Menschen Denke…

  5. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 13

    13 Das ist eine Scene, die dereinst im Heiligthum zu Siloh stattgefunden hat, Hann ah, die Mutter des Samuel war die Frau, Eli, der Hohepriester, war der Greis; aber es scheint, man braucht nicht einmal aus den deutschen Gauen hinauszugehen…

  6. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 14

    sich das Verbot laut zu beten." Eli hielt sie für eine Trum kene: ״ .מכאן שלא שרה עליו רוח תהיןידשDaraus folgt, daß der heilige Geist nicht auf diesem Hohenpriester ruhte", da er die Sprache, da er die Form nicht kannte, die Gott wohlgefäll…

  7. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 15

    15 Sitte, die bis in die Zeiten des Hohenpriester Eli hinaufreiche, zu lärmen beim Gottesdienst. Zwischen Hannah, der Mutter des Samuel, und Eli, dem Hohenpriester, besteht indeß ein Gegensatz, der nicht an einzelnen Formen haftet, es ist ü…

  8. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 16

    — 16 — des Hauses Eli, vielleicht achtet ihr wie dieser die Formen der Religion und seid ihrem Wesen fremd, geht und widmet euch der Lehre und ihr werdet leben." Was der Talmud mit diesen Bemerkungen sagen will, ist klar. Eli war selbst fro…

  9. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 17

    17 haben; dennoch möchten wir in einem gewissen Sinne ihn! zustimmen, die Söhne Eli's waren nicht die Sünder, sondern Eli^ selbst war der Sünder, denn in seinen Tagen war das Wort Gottes selten geworden, und eine schlichte Frau aus dem Volk…

  10. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 18

    18 auf der andern Seite, er hat sich tit unzähligen Gestalten bis aus den heutigen Tag wiederholt. Eli, der starr Frommgläubige, der jeden für berauscht hielt, der nicht beim Gebete lärmt, dessen Söhne entarten und er kann es ihnen nicht we…

  11. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 19

    19 Pinchas, '״ ולא ידעו את הund wußten nichts von Gott". Daher kam die ungeheure Zerrüttung, unter der das heutige Israel so empfindlich leidet. O, es giebt Sünden, wo die Eltern büßen müssen für den Fehl der Kinder, denn sie selbst haben i…

  12. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 20

    20 deiner Thore weilet, damit sie hören, damit sie lernen, und fürchten den Ewigen Euren Gott und wohl beachten, alle die Worte dieser Thora zu üben." Zu dieser Vereinigung wurden nicht nur die Vornehmen, nicht nur die Fürsten und Stammesäl…

  13. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 21

    — 21 — kann ihm Keiner helfen und erst, wenn er in sich klar und lauter ist, darf er von Gott Verzeihung erhoffen. Ein Israelit kann nicht seine Bitten einem Andern auf erlegen, weil er sich selbst für unwürdig hält, er kann nicht zehren vo…

  14. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 22

    22 oft selbst dem Ernstesten und unbedingt Gerechten den Stempel der Lächerlichkeit aufprügen, das gilt auch von dem Streben, manche Vorurtheile, welche den Frauen im Wege stehen, zu beseitigen. Nur ist es nicht recht, zu behanpten, daß ers…

  15. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 23

    23 Meister ihre Ehrfurcht zu bezeugen. Da fragte Rabbi Josua, ob sie einen originellen und bedeutsamen Gedanken im Lehr- Hause gehört hätten. Die Jünger antworteten: O Meister, was sind wir, von den Lehren, die du uns spendest, lehren und l…

  16. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 24

    24 man die erhabenen Lehren unseres Glaubens kündet. Ja, hätten wir Satzungen der Unduldsamkeit, der Härte gegen den Fremden, so wäre es eine Art grausamer Gnade gewesen, den Fremden mit zu veranlassen, daß er diese lieblosen Gebote höre. A…

  17. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 25

    25 bist der Gott, der die Gebeugten aufrichtet. O richte auf dein tiefgebeugtes Volk, das bitter leidet in dieser harten Zeit, das aufs Neue ein Spielball der Vorurtheile und der Leidenschaften geworden ist. Du bist der Gott, der den Fremde…

  18. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 26

    26 und reumüthig bekennst: ich habe gesündigt. Dort oben wartet ein gütiger Gott aus dieses Wort eines nach Versöhnung sich sehnenden Herzens; kein Vater will seinem Kinde zürnen, nur ein harter Zwang ist es, der ihm die Miene verdüstert un…

  19. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 27

    27 Auch heule wird oft die Sorge für Weib und Kind vorgeschoben, um den zu schützen, der auf Unrechten Wegen nach Erwerb und Gewinn trachtet. Die ehrliche Arbeit soll nicht ausreichen, um das zu erschwingen, was das Leben nothwendig fordert…

  20. 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 28

    28 verziehen" und Gott wird deine redliche Arbeit tausendfach segnen, ja du giebst dem bescheidenen Eintrag selbst den Segen durch das Bewußtsein, daß er redlich erworben ist. Die einfachste Speise bekommt einen Hochgeschmack, wenn sie durc…