Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. [Seite]

    Fest-Predigten

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. [Seite]

    / 4M r.")4nz^ S26 r-G..- -^. .l»rrr.i)^. 4uu ,ssj gpWiLßrn ^'s.tch^n -- 'nur ni -> u ^rrvK /ssuu -- zflk) ßr-4 ./! ' " -j^r..,us4y XV. 4M »Mi Der Posannenhall. 7-i-l >'"? Predigt zum Neujahrsfeste über Pf. 89, V. 16. Gott der Ewigkeit! Herr…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 152

    152 bedenken, daß von Neuem der Kreislauf der Monde beginnt, der Kreislauf der Geschicke, der Kreislauf der Freuden und Leiden, der Kreislauf des Großen und Kleinen!-Der Gedanke, meine Freunde, daß alles Irdische vergänglich ist, erweckt ge…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 153

    153 Wenn ich, meine Brüder und Schwestern, diese geweiheten Stufen wieder hinabgestiegen sein werde, die ich so eben betreten, und mein Wort ist verhallt, und das letzte Amen ist verklungen — dann werden die lauten Töne des Schofars, unsrer…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 154

    45L I. Um die heiligen Töne des Schofars zu verstehen, meine geliebten Zuhörer, was ist zuerst und vor Allem nothwendig? Wir müssen sie hören. — Wenn der Mensch diese Erde betritt, meine Freunde, wie schwach, wie ohnmächtig, wie unfähig ist…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 155

    15s schweigt, so spricht der andre desto lauter, und wenn der eine zum Verstummen gebracht wird, erhebt der andre seine Stimme, und wenn du die Eltern von dir stößst, und den Donner verlachst, und die Religion verspottest, und auf die Lehre…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 156

    156 hören, mit jener Andacht, mit der wir die Stimme der Religion vernehmen, mit jener Aufmerksamkeit, mit der wir die Stimme der Natur aufhaschen, mit jener Liebe, mit der wir die Stimme unsrer Eltern und Freunde erfassen. Also müsset ihr …

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 157

    157 nicht wo? Auf der Erde, die heute oder morgen sich öffnet, sie zu empfangen! sie wandeln, aber wissen nicht wohin? Zu dem Throne des Richters droben, der Rechenschaft verlangt! sie handeln, aber wissen nicht warum? Um sich reif zu mache…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 158

    158 die treue Wächterin, in dem Posaunenhall entgegen, erhebet euch aus diesem Schlummer eurer Seelen, schüttelt die hohlen Träume von euch ab, kommet zum Bewußtsein, denket an die Vergänglichkeit des Lebens, denket an die Bestimmung, zu de…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 159

    189 Posaune; und was sie in euch erweckt, wie ihr sie hörtet, und wie sie euch durchdrangen, welche Gedanken und Gefühle sie berausbeschworen in euch — diese sollen bleiben, diese sollen nicht abfterben, wenn die Tone verstorben sind, und d…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 160

    160 Schlummer ihrer Seelen, Millionen sich demüthig beugen vor dir im Gefühle ihrer Sünden, im Gefühle ihres Unwerths, im Gefühle ihrer Nichtigkeit — du aussprichst das Wort der Gnade, du auslöschest ihre Schuld, die sie bereuen! O so lösch…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 161

    NI. Die Ilrrbtkunde. Predigt zum Neujahrsfeste über Hiob K. iL. V. i. u. 2. Herr Zebaoth, hier stehe ich vor dir, ein Mensch aus Staub und Asche, ein Leben aus Lüsten und Schmerzen, aus Frieden und Sturm, ein Dasein aus Minuten-diese Minute…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 162

    162 So stehen wir denn wieder, geliebte Gottesgemeinde, am Ende eines alten, am Anfänge eines neuen Jahres; wiedergekehrt ist der Anfang der ewigen Ordnung; eine Pforte hat sich zugeschlagen, und an der Oeffnung einer neuen stehen wir. Fest…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 163

    163 Es nahet schnell der Tag der Auflösung: die Sterbestunde ist da. Und indem wir nun heute feiern das Fest des Gedenkens, ^27 des Gedenkens an den Wechsel der Jahre, an die Kürze des Daseins, an die Nähe des Todes und des göttlichen Geric…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 164

    46L rafft zusammen, sinnt, spinnt Pläne, strengt seine Kräfte an, sie auszuführen, sie glücken, sie glücken nicht, seine Entschlüsse wechseln, sein Wille ändert sich — aber da kommt die Sterbestunde, und macht allem Dem ein Ende. Nun mußt d…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 165

    165 dagegen vermag der Weise nichts und der Thor, der Starke nichts und der Schwache, über Alle strecket der Tod seinen Arm aus und greift den, den er auserwäblt — nach dem Willen des Herrn droben — und legt ihn auf das Lager nieder, wo die…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 166

    466 sei? ob er die Tugend gekränkt bat, die Sittlichkeit verletzt, die Religion verachtet, das Gesetz Gottes verstoßen, die Barmherzigkeit von sich gewiesen, die Rechtlichkeit zerrissen mit Thaten, Worten oder Gedanken? Sehet, da bleibet ni…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 167

    167 ahndet hingehen läßt? Wie hängt sich da mit der letzten Kraft die Seele an die Erde, und will nicht hinüber in das Land der Vergeltung! — Aber wohl dir, mein Frommer, dir, Anhänger des Gottes und des Guten, dein Leben floß wie ein ruhig…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 168

    168 zerschnitten werden, die zwischen beiden und zwischen dem Menschen und der Erde geknüpft sind. Zuerst zu scheiden von diesem Leben: das ist schwer. Es hat uns so viele Kämpfe gekostet, so viele Leiden und Mühen, und was dem Menschen sch…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 169

    Schwestern, so ist die Sterbestunde, bitter und schwer, und in diese, wahrlich! leuchtet nur das Eine hinein, das Bewußtsein, brav und gut gelebt zu haben, seine Bestimmung auf Erden erfüllt zu haben, gelebt zu haben als Mensch und Israelit…