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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 153

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 153 (sequence 175)
Language
German
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IRI
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153 Wenn ich, meine Brüder und Schwestern, diese geweiheten Stufen wieder hinabgestiegen sein werde, die ich so eben betreten, und mein Wort ist verhallt, und das letzte Amen ist verklungen — dann werden die lauten Töne des Schofars, unsrer heiligen Posaune durch diesen Raum erschallen. Laut tönen sie; durch ganz Israel, soweit dies seine Stätten hat, in Ost und West, in Süd und Nord, ertönen sie heute, zur selben Stunde-was sind das für Töne, meine Freunde? wozu, zu welchem Zwecke durchschmettern sie die Luft? Es ist doch kein R^f des Krieges? kein Ruf der Luft, kein Ruf des Genusses? Welches ist das Geheimniß dieses Gesetzes? Als unser Tempel noch seine Zinnen erhob, da schon wurde am heutigen Tage unter Absingung des 81sten Psalms in die Posaune gestoßen; wenn das große Jobeljahr kam, das 50ste Jahr, das Jahr der Befreiung, wurde durch das ganze Land in die Posaune gestoßen; und so höret denn nun auch die Worte des heiligen Sängers im 89sten Psalm Vers 16: 'N n-rvi 'rl' 2ZV? Heil dem Volke, welches den Posaunenklang versteht, Ewiger, im Lichte deines Antlitzes wandelt es! Also im Lichte des Herrn, in der Erleuchtung der unendlichen Gottheit wandeln die, die den Posaunenklang verstehen: in jenem Lichte der Vollkommenheit, der höchsten Beseligung, in dem Lichte, das alle Dunkelheit verscheucht, alle Dunkelheit des Schmerzes und des Jrrthums, in jenem Lichte, von welchem das Antlitz Mosis erglänzte, als er vom Sinai herabschritt. Vom Herrn des Lichtes strahlet das Licht-aus, umd dieses Licht, dieser Glanz, diese Heiligkeit der Geister und der Welten, kommt zu uns, wenn wir den Posaunenhall verstehen, fassen, begreifen, in unsre Seelen bringen, in unsre Herzen schließen. So kommt, meine Brüder, lasset uns streben nach diesem erhabenen Ziele, lasset uns suchen, zu diesem rechten Verständnisse dieses Posaunenklangs zu kommen, damit auch wir im Lichte des Herrn wandeln mögen.

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