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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 161

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 161 (sequence 183)
Language
German
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IRI
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NI. Die Ilrrbtkunde. Predigt zum Neujahrsfeste über Hiob K. iL. V. i. u. 2. Herr Zebaoth, hier stehe ich vor dir, ein Mensch aus Staub und Asche, ein Leben aus Lüsten und Schmerzen, aus Frieden und Sturm, ein Dasein aus Minuten-diese Minuten verrollen pfeilgeschwind, und die Stunden und Tage und Monde und Jahre sind im Nu vorüber, als wären sie nicht gewesen. Mein allmächtiger, mein ewiger Gott! das Leben auf Erden ist nur ein kurzer Tag. dann fällt schon das Grau auf Haupt und Gesicht, und das Grau wird silbern, und dann geht es zu Ende. — Mein Schöpfer! des Menschen Leib ist nur eine tönerne Lampe, in der das Licht der ewigen Seele brennt: aber nicht löscht das Licht aus, und die Lampe bleibt, sondern die Lampe aus Erde zerbröckelt, und die Flamme brennt ewig.-Wohlan, Herr Zebaoth, beginn' ich noch einmal, darum bet' ich dich an, im Staube liegend, ich Staub aus dem Staube hinauf zu deinen Himmeln, und rufe empor: Du bist ewig, Du alterst nicht, Du vergehst nicht — ich aber werde sterben, und altern, und vergehen, und nicht mehr sein, wo ich geboren worden, auf der runden Erde, im Hellen Sonnenlichte, sondern mich betten im dunkeln, kühlen Grabe — nach Deinem Willen, Herr, der stets geschieht — Amen!

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