Mannheim
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  1. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 82

    …ßerer Irrtum, als es so hinstellen zu wollen, als hätten — um nur einige Namen der richtungweisenden Männer zu nennen — Israel Jacobson, Abraham Geiger, Ludwig Philippson den Weg aus dem Judentum heraus ebnen wollen. Den seelischen Nöten von Qlaubensbrüde…

  2. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 83

    So erwies sich die Betonung des Persönlichen als ein erfolgreicher Weg für die Wahrung religiöser Werte. Aber in ihr liegt doch zugleich auch die tiefste Ursache dafür, daß eine Vereinigung liberaler Juden größeren Hemmungen gegenübersteht …

  3. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 84

    die wohl, gäbe es kein liberales Judentum, im Judentum überhaupt keinen Platz mehr für sich erkennen würden. Auch diese Kreise für eine bewußt-jüdische Lebensgesinnung zu gewinnen, ist die Aufgabe, die der „Vereinigung für das liberale Jude…

  4. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 85

    …enden Aussprachen auf der Synode von 1869 stattgefunden. Die liberalen Gemeinderabbiner Dr. A. M. Goldschmidt und Prof. Nathan Porges haben wegen ihrer geistvollen Predigten besonders während der Messen viele Hunderte in die liberale Gemeindesynagoge ge…

  5. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 86

    zu pflegen haben wird. Gewiß bekunden auch hier die liberal gerichteten Juden nicht weniger als ihre andersdenkenden Glaubensgenossen lebendig ihr Bekenntnis zur Gemeinschaft und betätigen es in den vielgestaltigen Formen unseres jüdischen …

  6. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 87

    Eine ganz tiefe Versenkung in das Judentum, die auf einer eindringenden Kenntnis seiner Geschichte und seines Inhalts beruht; ein starkes Verantwortungsgefühl, das nicht etwa aus bloßer Bequemlichkeit oder Qeringachtung sich von den alten A…

  7. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 88

    worden. Der Gedanke eine selbständige, von anderen Einflüssen unabhängige, Vereinigung aller thoratreuen Juden zu schaffen, ist im Schöße der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums Deutschlands" gereift. Diese selbs…

  8. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 89

    …men lassen; Schäden, die sich aller Orlen zeigten. Mit um so größerer Energie unterzogen sich der Kölner . Rabbiner Dr. Emanuel Carlebach s.A. und Rabbiner Dr.Kohn, Wien, der Aufgabe, die Kräfte zusammenzufassen, und wenn ihre uneigennützige Tätigkeit ihnen…

  9. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 90

    hing überstrahlende Gremium. In der ganzen Welt folgte man den Beratungen mit hohem Interesse, viele ausländische Tageszeitungen hatten ihre Berichterstatter entsandt, und begeistert war man gefolgt, als Jakob Rosenheim aus Frankfurt a. M. …

  10. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 91

    unter Zustimmung des Rabbinischen Rates ihres Landes einschränkende Bestimmungen über die Aufnahme von Mitgliedern für eine begrenzte Zeitdauer zu treffen." Die Leitung der Geschäfte wurde einem Geschäftsführenden Ausschuß übergeben, danebe…

  11. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 92

    Der Ausbau der Organisation nach der ersten Kn. Oed. war allenthalben spürbar, die Zahl der Anhänger und Freunde wuchs, Agudas Jisroel Jugendorganisationen, geschaffen für die schulentwachsene Jugend, entstanden, den Sammelpunkt der traditi…

  12. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 93

    gen, bis man sich schließlich. dahin entschloß, daß die Agud. Jisr. nach wie vor ihre Teilnahme von der Festlegung bestimmter Garantien hinsichtlich der religiösen Postulate beim Aufbau Palästinas abhängig inachte. Solange die Voraussetzung…

  13. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 94

    …lten einen Vortrag mit Lichtbildern über „Palästina im Wandel der Zeiten": Herr Rotschild aus Frankfurt a. M., Herr Dr. Nathan Birnbaum, Berlin, sprach über „Jüdische Geschichtsauffassung44. Herr Dr. Deutschländer, Wien, über „Die Arbeiten des Kcrcn Hator…

  14. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 95

    ersten „Kwuzoth" wurden gebildet. Ursprünglich die Beteiligung am zionistischen Kongreß ablehnend, änderte die Poale- Zion nach dem Kriege unter dem Eindruck der gewaltigen Aufgaben, die sich der gesamten zionistischen Bewegung stellten, ih…

  15. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 96

    selbst teilweise Mitglieder der Poale-Zion, stehen jedenfalls in enger politischer und persönlicher Fühlung mit dieser. Auch für den Palästina-Arbeiterfonds, das spezielle Finanzinstrument der Histadruth, setzt die Leipziger Poale-Zion ihre…

  16. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 97

    Der Judische Jugendring Leipzig Von Hans Oesterreicher und Dr. Fritz Grübet Der Hauptnenner, auf den eine Vereinigung verschieden orientierter Bünde und Vereine gebracht werden kann, ist für uns leicht gegeben: Judentum und Jugend. Eine der…

  17. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 98

    …en Jugendring Leipzig gehören an: Brith Haoüm (Jung-Jüdischer Wanderbund); Esra-Jugend; Hechaluz; Jüdischer Jugendbund „Franz Rosenzweig"; Jung-Jüdischer Club; J.S.V. Bar Kochba; Kadimah, Bund jüdischer Pfadfinder; Kameraden, Deutsch - Jüdischer Wanderbund…

  18. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 99

    Sozialressort: Dr. Ernst u. Hilde Markowicz, Leipzig-C 1, Parthenstr. 5. Sportressort: Sandor Nebenzahl, Leipzig-C I, Gneisenaustraße 8. Der Ftihrerrat besteht aus je 1 Vertreter der Jugendring- Vereinigungen. Seine Beschlüsse müssen einsti…

  19. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 100

    …. Qoldmann: „Begriff, Wesen und Geschichte einer jüdischen Kultur" (4 Abende) und „Religiöser Liberalismus" (3 Abende). Martin Buber: „Die Bibel und das religiöse Leben". (Mitveranstalter: Jüdischer Frauenbund, Leipzig.) Kurz darauf fand ein Aussprache…

  20. 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 101

    Ziel. Der JuKcndrins ist seiner Idee nach nicht an eine bestimmte Zeit und nicht an ein Ziel gebunden, von dem einmal gesagt werden kann: Es ist erreicht; die Aufgabe des Jugendrings ist erledigt. In kurzen Zeitabständen werden die jungen M…