Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Volume
- 1931-1932
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Der Jugendring ist zu diesem Zweck der Leipziger Zentrale für Jugendfürsorge angegliedert und erhält die Uebertragung von Aufsichten, freiwilliger Qerichtshilfe und Informations- Berichten von dort oder vom Fürsorgeamt der Isr. Religionsgemeinde zu Leipzig. 2. Schutzaufsichten über Kinder unter 14 Jahren durch Jungführer. Es handelt sich hier fast nur um vom Fürsorgeamt der Gemeinde übertragene Aufsichten, die durch schlechte Milieuverhältnisse usw. bedingt sind. 3. Helferdienst im Kinderhort Nordstraße und im Kinderheim Poniatowskistraßc. 4. Kostenloser Privatunterricht für bedürftige Kinder. Kultur-Arbeit: Mit Beginn des Winterhalbjahres werden durch direkte Verständigung der Bünde untereinander oder durch Vermittlung der Jugendringleitung Arbeitsgemeinschaften veranstaltet. Es finden Vorträge statt, die, von namhaften Persönlichkeiten der verschiedenen Richtungen gehalten, zumeist von den politischen Organisationen oder vom Frauenbund veranstaltet werden, und zu denen die Jugendring-Mitglieder kostenlosen oder verbilligten Eintritt genießen. Im vergangenen Winter 1929/30 fanden folgende Veranstaltungen statt: Gemeinderabbiner Dr. Qoldmann: „Begriff, Wesen und Geschichte einer jüdischen Kultur" (4 Abende) und „Religiöser Liberalismus" (3 Abende). Martin Buber: „Die Bibel und das religiöse Leben". (Mitveranstalter: Jüdischer Frauenbund, Leipzig.) Kurz darauf fand ein Ausspracheabend zwischen Martin Buber und den älteren Jugendring-Führern statt. Mehrere Jilgendring-Vereinigungen veranstalteten unter dem Protektorat des Jugendrings zwei Arbeitsgemeinschaften: „Jüdische Geschichte" und „Deutschjudentum". Jüdischer Jugendring undGemeinde: Auf unseren Antrag hin beschloß die Gemeindevertretung im Sommer 1930 die Gründung des „Jugendausschusses bei der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig". Er setzt sich aus zwei Gemeindeverordneten, der Leitung und dem Führerrat des Jugendrings zusammen. Der Jugendausschuß nimmt die selbständige Verteilung der ihm von der Gemeinde zu Zwecken der Jugendpflege überwiesenen Gelder vor und ist für die meisten Angelegenheiten der jüdischen Jugend Lcipzig's zuständig. 100