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Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine · 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 91

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
Volume
1931-1932
Date
1931-01-01
Page
Seite 91 (sequence 91)
Language
German
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unter Zustimmung des Rabbinischen Rates ihres Landes einschränkende Bestimmungen über die Aufnahme von Mitgliedern für eine begrenzte Zeitdauer zu treffen." Die Leitung der Geschäfte wurde einem Geschäftsführenden Ausschuß übergeben, daneben trat der aus 100 Männern bestehende Zentralrat sowie der aus den hervorragendsten rabbinischen Autoritäten gebildete R a b - binische Rat, dessen Beschlüsse in allen religiösen Angelegenheiten maßgebend sind. Die von der Knes. Ged. ausgehende Wirkung zeigte sich in der rapiden Entwicklung und Ausbreitung, die die Agud. Jisr. nahm. Man kann mit gutem Rechte behaupten, daß sie von jetzt ab auch außerhalb des Judentums als die legitime Wortführerin der Orthodoxie anerkannt wurde. Der Aufgabenkreis wuchs von Jahr zu Jahr. Entsprechend den Beschlüssen der K. G., Möglichkeiten zu schaffen, das Gebot von Jischub Erez Jisroel in weitestem Sinne des Wortes erfüllen zu können, ist die Palästinazentrale mit dem Sitz in Frankfurt a. M. begründet und ihr alle Erez Jisroel betreffenden Fragen unterstellt worden. Es wurden im Einek Jisroel und an anderen Orten agudistische Siedlungen angelegt, industrielle Unternehmungen gefördert, agudistische Arbeiterbünde ins Leben gerufen und insbesondere alles getan, um die Stätten der Thora zu erhalten und weiter auszubauen. Die Agud. Jisr. konnte das um so eher, als sie in vollem Maße das Vertrauen der maßgebenden palästinensischen Rabbiner und Führer besaß. Unterrichtsanstalten mit über 1500 Kindern werden heute noch von dieser Stelle aus unterhalten, mit dem Ziele der Heranbildung von Juden, die gründliches jüdisches Wissen mit den für ihr künftiges Leben notwendigen Kenntnissen praktischer Art zu vereinigen verstehen. Die Agud. Jisr. hat ferner zahlreiche Talmudthoraschulen, die dem überparteilichen Keren Hatora unterstellt sind, subventioniert und sich im ganzen Osten der stark vernachlässigten Mädchenerziehung gewidmet. Es sei in diesem Zusammenhange auf die Beth Jakobbewegung hingewiesen, deren überaus erfolgreiche Arbeit unter dem Direktorat des rührigen Dr. Deutschländer auch von nichtreligiösen Stellen bewundernd anerkannt wird. 91

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