Mannheim
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  1. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 268

    JOSETINE, DIE SÄNGERIN oder singen oder wie sie es nennen will, das stört uns niefit, das entspricht uns, das können wir wohl vertragen,- wenn darin etwas von Musik enthalten sein sollte, so ist es auf die möglichste Nichtigkeit reduziert,-…

  2. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 269

    JOSETINE, DIE SÄNGERIN GEORG KARS geständnis dessen sehen, daß das Volk Josefine, wie sie es behauptet, nicht versteht, ohnmächtig ihre Kunst anstaunt, s…

  3. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 270

    JOSETINE, DIE SÄNGERIN nicht, außerdem ist seine Verehrung für Josefine aufrichtig und erprobt und Josefinens Forderung ist allerdings so stark, daß jedes unbefangene Kind ihr den Ausgang hätte voraussagen können,- trotzdem mag es sein, daß…

  4. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 271

    JOSETINE, DIE SÄNGERIN zum Beispiel neulich, sie habe sich bei ihrer Arbeit eine Fußverletzung zugezogen, die ihr das Stehen während des Gesanges beschwerlich mache,- da sie aber nur stehend singen könne, müsse sie jetzt sogar die Gesänge k…

  5. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 272

    JÜDISCHE SCHMIEDE JÜDISCHES BAUERNHAUS KARPATHENRUSSISCHE NOTIZEN VON EUGEN HOEFLICH Jüdische Stadt. Das ist der erste Eindruck von Mukacevo. Jüdische Kutscher in hohen Stiefeln, in halbbäurischer Tracht und mit langen Schläfenlocken. Anfan…

  6. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 273

    KARPATHENRUSSISCHE NOTIZEN manchmal fliegen auch Steine durch die Luft und die Polizei bemüht sich nach zwei, mitunter auch nach drei Fronten hin unparteiisch zu sein. Da gibt es Angelegenheiten, die den Hof eines Rebben allein betreffen, P…

  7. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 274

    KARPATHENRUSSISCHE NOTIZEN KARPATHENRUSSL AN D JÜDISCHE BAUERN meinde, den Schülern der Lehrwerkstätte die Möglichkeit zu geben, des Abends Talmud zu lernen oder die Bedrohung eines Chassids mit dem Bann, der seinen Jungen in die hebräische…

  8. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 275

    KARPATHENRUSSISCHE NOTIZEN sichten und persönlicher Vorteile. Dies besonders in Karpathenrußland, denn hier beginnt eine Assimilation, die, wenn auch noch nicht so erkennbar wie im Westen, ungleich schrecklicher, ungleich gefährlicher ist, …

  9. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 276

    …, aber es ist kein Judenland, es ist Galuth im nationalen, aber auch im geistigen Sinne. AUS DER WELT DER CHASSIDIM VON CHAJIM BLOCH DIE KRAFT Rabbi Mordechaj von Tschernobel sprach: »Ich glaube fest, daß die Fülle der Heiligkeit, die der Baalschem übe…

  10. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 277

    RUDOL F FUCHS VON WILLV HAAS Er ist unter den neueren Dichtern zweifellos einer der reinsten Melodiker. Man möchte sogar sagen: er ist der reinste Melodiker der Trauer, ähnlich wie etwa Werfel der reinste Melodiker der Lust ist. In wieviel …

  11. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 278

    GEDICHTE VON RUDOLF FUCHS MOSES Der Himmel flammte. Und es schoß die Glut aus halben Mauern. Ihm erstarrt das Blut, da er die Brüder wund und siech und matt zusammenbrechen sah an wüster Ziegelstatt. Und Liebe, nie gekannt und aufbegehrt, b…

  12. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 279

    GEDICHTE VON RUDOLT TUCHS EIN MENSCH MIT GEWISSEN Ein Mensch mit Gewissen muß sterben, der Gewissenlose lebt. Beladen mit Schnee und Verderben, ein Ast, der im Frost sich erhebt. Es klirren im Winde die Scherben, am Himmel die Gruftlampe sc…

  13. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 280

    . c> V .*'.;>>.• >r*sHly4-J: ' -.->?' i-%H'^Jßt .. /: > Z £.1* X- *V BRATISLAWA DAS NEUE GHETTO ZUR GESCHICHTE DER JUDEN IN PRESSBURG VON DR. OVIDIUS FAUST, STADTARCHIVAR Die Niederlassungen von Jude…

  14. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 281

    …gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts in Verwendung. Die alten Grabsteine zeugen EINBAND DES GRUND= BUCHES DER STADT BRATISLAWA von halbentwickeltem künstlerischen Geschmack . . . Wiewohl die größere wirtschaftliche Kraft der jüdischen Einwohner s…

  15. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 282

    DER VATER VON MAX BROD Eine Episode aus dem Roman »Reubeni«, über den der Dichter folgendes mitteilt: »Seit mehreren Jahren arbeite ich an die…

  16. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 283

    …ebotes erforderlich sind, sollst du schön machen. — Übrigens ist er bemüht, die Vorschriften des Rabbenu Ascher und des Maimonides miteinander in Ein^ klang zu bringen, indem er von mehreren möglichen Verfahren stets dasjenige wählt, in dem diese bei…

  17. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 284

    …erjahren des vorigen Jahrhunderts die erste tschechisch^ jüdische Bewegung, geführt von Nebesky tschechischerseits, von Siegfried Kapper und David Kuh jüdischerseits. Sie faßte keine tieferen Wurzeln, sondern beschränkte sich zum größten Teil auf eine in d…

  18. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 285

    JÜDISCHES INDER TSCHECHISCHENLITERA TUR DES XIX. JAHRHUNDER TS ALFRED JUST1TZ SPAZIERFAHRT zu Tag, denn er ist, bei allem Verdienst, sparsam, er kauft Hab und Gut der herabgekommenen Bauern zusammen, wird Großhändler mit Vieh, Feldfrüchten,…

  19. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 286

    … Velikän Velikanovtf«) und von den Judenvierteln in Krakau und in der kaukasischen Stadt Kutais (»Reiseskizzen«). GEORG KARS Auf der anderen Seite aber wendet sich Cech gegen gewisse Judentypen, die er als Schädlinge des tschechischen Volkes be…

  20. 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 287

    … denen »Das Kreuz BozetSchs« am bedeutendsten ist. In die Regierungszeit des Königs Herodes führt das reizende Gedicht »Schammai und Hillel«. — Vrchlicky vertiefte sich sehr gerne in das Studium des Talmud und die Früchte dieses Studiums waren mehr…