-
239 Körperlichen von dem, was im Geistigen vor fich ging : ein keckes Vorwärtsschreiten mit kühner Verachtung der Hindernisse, ein muthiger Widerstand gegen alle Angriffe, eine durchgreifende Standhaftigkeit im Einmalgewonnenen, eine unersc…
-
2M wegten: er war der Seitfremd geblieben sein Leben lang : irr seiner Einsamkeit hatte er also Nichts zu bereuen , aber auch Nichts zu bedauern, was er verloren hätte — aber wie deo Trieb zum Forschen nie von ihm gewichen, so war auch lebe…
-
241 Philosophen, und warfen von hier aus ihre lebenslustigeren Blicke in das Getriebe der Menschenwelt und der Natur. Ihnen stand neben der Weisheit noch ihre würdige Schwester, die Schönheit! Da löste es fich denn frei und frank aus der Ti…
-
242 schienen, die nicht uninteressant sind, und manches von mir Gesagte in sein rechtes Licht stellen. Da aber der Kern der Briefe Gegenstände aus der Philosophie und Physik faßt, so habe ich, was nur hierauf bezüglich, ausgelassen. Es werd…
-
243 laß uns das Band einer unzertrennlichen Freundschaft knüpfen, und sie durch alle Art Dienstleistungen und Gefälligkeiten befestigen. Was meine schwachen Gaben leisten können, erachte nur als Dir gehörig. Von den großen Talenten Deines G…
-
244 III. (7.) Oldenburg an Spinoza. -Vor Allem möchte ich Dir rathen, daß Du das, was Du mit dem eigenthümlichen Scharfsinn Deines Geistes, sowohl Philosophisches, als auch Theologisches, abgefaßt, den Gelehrten nicht vorenthaltest, sondern…
-
245 IV. (9.) Antwort von Spinoza. (Im Anfang des Schreibens benachrichtigt Spinoza den Oldenburg Don der Herausgabe der Carlesischen Demonstration fohne die Cogitata Metaphysik^ durch Ludwig Meyer, und fährt dann fort): -Nun endlich, theure…
-
246 NichtT begieriger kaust, als Lehrsätze, deren Schlüsse die herrschenden Laster zu begünstigen scheinen u. s. w. London,. 22. Juli 1675. VI. (19.) Antwort von Spinoza. -Indeß wollte ich die Beantwortung Deiner Briefe nicht länger aufschi…
-
247 treffen, zu verachten weißt. Meine Sorge wächst aber von Tag zu Tag, weßhalb ich Dich bei unsrer Freundschaft bitte und beschwöre, daß es Dir nicht schwer kommen möge, recht viel an mich zu schreiben. Was die Omina betrifft, deren Du er…
-
248 VIII. (31.) Wilhelm v. Blyenbergh *) an Spinoza. Schon oft habe ich Deine jüngst erschienene Abhandlung (die Cart. Demonstration) mit dem Anhang aufmerksam durchlesen. Es wird sich wohl mehr für mich ziemen, daß ich Anderen, als daß ich…
-
249 sich ergötzt; und der die ganze Lust des Lebens darin setzt, daß er seine Mußestunden mit diesen verbringt. Aber Niemand ist so glücklich und wendet so viel Studium darauf, als, wie ich mich überzeugt halte, Du daraus verwendet hast, un…
-
250 gegenseitige, auf die Erkenntniß der Wahrheit gegründete Liebe auflöse, als daß sie die einmal erfaßte Wahrheit verlassen. Diese ist überdies die höchste und angenehmste, welche es in Dingen, die nicht in unserm Belieben stehen, geben k…
-
251 erste ist die klare und deutliche Auffassung meiner Erkenntnißkraft, die andre das offenbarte Wort Gottes, oder der Wille Gottes. Ich suche nach der ersten ein Freund der Wahrheit, nach beiden ein christlicher Philosoph zu sein; und wen…
-
252 wäre, über Deinen Brief urtheilen sollte, so müßte ich Vielem beistimmen, wie ich es auch thue, und Deine Vorstellungen als subtil aufnehmen: die zweite Regel aber zwingt mich weiter von Dir in der Meinung abzustehen, u. s. w. Dortrecht…
-
253 werden muß, sondern auch über diese ersten Grundsätze selbst: so daß ich kaum glaube, wir werden uns durch Briefe gegenseitig unterweisen können. Denn ich sehe, daß keine, wenn auch nach den Gesetzen der Beweisführung ficherste Beweisfü…
-
254 Daß ich aber zu Deinem Briefe zurückkehre, so sage ich Dir den herzlichsten Dank, daß Du mir Deine Art und Weise zu Philosophiren zur Zeit eröffnet hast; aber daß Du mir Anderes, was Du aus meinem Briefe ableiten willst, andichtest, daf…
-
255 Beweisführung Platz finden u. s. tt>." als wenn ich dies in Betracht meiner Gründe gesagt hätte, weil fie Dir nicht sogleich genügten, was von mir weit entfernt ist: auf Deine eigenen Worte bezog ich mich: „und wenn es einmal nach einer…
-
256 die Grenzen der Humanität überschreiten wollen, weshalb ich Aehnliches in Deinem zweiten und gegenwärtigen Briefe, aks nicht gesehen übergehen-wjll. Dies sei genug über Deine namentliche Beleidigung, damit ich zeige, daß ich keine Ursac…
-
257 im Jahre 1676 (also ein Jahr vor seinem V schenke gemacht, und in welches er eigenhändiLUM mung und verschiedene Noten und Zusätze geschrieben Ge- Wid- Ueber SVcfe Randglossen ließ Dr. W. Dorow 1835 *\e: Broschüre erscheinen, welcher er…
-
Schriften herausgegeben vom Institute Dr Förderung der israelitischen Wratur unter der Leitung von vr. Ludwig Philippson in Bonn, Dr. A. M. Goldschmidt in Leipzig, vr. L. Herzfttd in Braunschweig. Achtes Jahr: 1862 — 1863. Jahrbuch für die …