Mannheim
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  1. 1861-01-01 · Heft 1 · page 257

    239 Körperlichen von dem, was im Geistigen vor fich ging : ein keckes Vorwärtsschreiten mit kühner Verachtung der Hindernisse, ein muthiger Widerstand gegen alle Angriffe, eine durchgreifende Standhaftigkeit im Einmalgewonnenen, eine unersc…

  2. 1861-01-01 · Heft 1 · page 258

    2M wegten: er war der Seitfremd geblieben sein Leben lang : irr seiner Einsamkeit hatte er also Nichts zu bereuen , aber auch Nichts zu bedauern, was er verloren hätte — aber wie deo Trieb zum Forschen nie von ihm gewichen, so war auch lebe…

  3. 1861-01-01 · Heft 1 · page 259

    241 Philosophen, und warfen von hier aus ihre lebenslustigeren Blicke in das Getriebe der Menschenwelt und der Natur. Ihnen stand neben der Weisheit noch ihre würdige Schwester, die Schönheit! Da löste es fich denn frei und frank aus der Ti…

  4. 1861-01-01 · Heft 1 · page 260

    242 schienen, die nicht uninteressant sind, und manches von mir Gesagte in sein rechtes Licht stellen. Da aber der Kern der Briefe Gegenstände aus der Philosophie und Physik faßt, so habe ich, was nur hierauf bezüglich, ausgelassen. Es werd…

  5. 1861-01-01 · Heft 1 · page 261

    243 laß uns das Band einer unzertrennlichen Freundschaft knüpfen, und sie durch alle Art Dienstleistungen und Gefälligkeiten befestigen. Was meine schwachen Gaben leisten können, erachte nur als Dir gehörig. Von den großen Talenten Deines G…

  6. 1861-01-01 · Heft 1 · page 262

    244 III. (7.) Oldenburg an Spinoza. -Vor Allem möchte ich Dir rathen, daß Du das, was Du mit dem eigenthümlichen Scharfsinn Deines Geistes, sowohl Philosophisches, als auch Theologisches, abgefaßt, den Gelehrten nicht vorenthaltest, sondern…

  7. 1861-01-01 · Heft 1 · page 263

    245 IV. (9.) Antwort von Spinoza. (Im Anfang des Schreibens benachrichtigt Spinoza den Oldenburg Don der Herausgabe der Carlesischen Demonstration fohne die Cogitata Metaphysik^ durch Ludwig Meyer, und fährt dann fort): -Nun endlich, theure…

  8. 1861-01-01 · Heft 1 · page 264

    246 NichtT begieriger kaust, als Lehrsätze, deren Schlüsse die herrschenden Laster zu begünstigen scheinen u. s. w. London,. 22. Juli 1675. VI. (19.) Antwort von Spinoza. -Indeß wollte ich die Beantwortung Deiner Briefe nicht länger aufschi…

  9. 1861-01-01 · Heft 1 · page 265

    247 treffen, zu verachten weißt. Meine Sorge wächst aber von Tag zu Tag, weßhalb ich Dich bei unsrer Freundschaft bitte und beschwöre, daß es Dir nicht schwer kommen möge, recht viel an mich zu schreiben. Was die Omina betrifft, deren Du er…

  10. 1861-01-01 · Heft 1 · page 266

    248 VIII. (31.) Wilhelm v. Blyenbergh *) an Spinoza. Schon oft habe ich Deine jüngst erschienene Abhandlung (die Cart. Demonstration) mit dem Anhang aufmerksam durchlesen. Es wird sich wohl mehr für mich ziemen, daß ich Anderen, als daß ich…

  11. 1861-01-01 · Heft 1 · page 267

    249 sich ergötzt; und der die ganze Lust des Lebens darin setzt, daß er seine Mußestunden mit diesen verbringt. Aber Niemand ist so glücklich und wendet so viel Studium darauf, als, wie ich mich überzeugt halte, Du daraus verwendet hast, un…

  12. 1861-01-01 · Heft 1 · page 268

    250 gegenseitige, auf die Erkenntniß der Wahrheit gegründete Liebe auflöse, als daß sie die einmal erfaßte Wahrheit verlassen. Diese ist überdies die höchste und angenehmste, welche es in Dingen, die nicht in unserm Belieben stehen, geben k…

  13. 1861-01-01 · Heft 1 · page 269

    251 erste ist die klare und deutliche Auffassung meiner Erkenntnißkraft, die andre das offenbarte Wort Gottes, oder der Wille Gottes. Ich suche nach der ersten ein Freund der Wahrheit, nach beiden ein christlicher Philosoph zu sein; und wen…

  14. 1861-01-01 · Heft 1 · page 270

    252 wäre, über Deinen Brief urtheilen sollte, so müßte ich Vielem beistimmen, wie ich es auch thue, und Deine Vorstellungen als subtil aufnehmen: die zweite Regel aber zwingt mich weiter von Dir in der Meinung abzustehen, u. s. w. Dortrecht…

  15. 1861-01-01 · Heft 1 · page 271

    253 werden muß, sondern auch über diese ersten Grundsätze selbst: so daß ich kaum glaube, wir werden uns durch Briefe gegenseitig unterweisen können. Denn ich sehe, daß keine, wenn auch nach den Gesetzen der Beweisführung ficherste Beweisfü…

  16. 1861-01-01 · Heft 1 · page 272

    254 Daß ich aber zu Deinem Briefe zurückkehre, so sage ich Dir den herzlichsten Dank, daß Du mir Deine Art und Weise zu Philosophiren zur Zeit eröffnet hast; aber daß Du mir Anderes, was Du aus meinem Briefe ableiten willst, andichtest, daf…

  17. 1861-01-01 · Heft 1 · page 273

    255 Beweisführung Platz finden u. s. tt>." als wenn ich dies in Betracht meiner Gründe gesagt hätte, weil fie Dir nicht sogleich genügten, was von mir weit entfernt ist: auf Deine eigenen Worte bezog ich mich: „und wenn es einmal nach einer…

  18. 1861-01-01 · Heft 1 · page 274

    256 die Grenzen der Humanität überschreiten wollen, weshalb ich Aehnliches in Deinem zweiten und gegenwärtigen Briefe, aks nicht gesehen übergehen-wjll. Dies sei genug über Deine namentliche Beleidigung, damit ich zeige, daß ich keine Ursac…

  19. 1861-01-01 · Heft 1 · page 275

    257 im Jahre 1676 (also ein Jahr vor seinem V schenke gemacht, und in welches er eigenhändiLUM mung und verschiedene Noten und Zusätze geschrieben Ge- Wid- Ueber SVcfe Randglossen ließ Dr. W. Dorow 1835 *\e: Broschüre erscheinen, welcher er…

  20. 1862-01-01 · Heft 1 · page 1

    Schriften herausgegeben vom Institute Dr Förderung der israelitischen Wratur unter der Leitung von vr. Ludwig Philippson in Bonn, Dr. A. M. Goldschmidt in Leipzig, vr. L. Herzfttd in Braunschweig. Achtes Jahr: 1862 — 1863. Jahrbuch für die …